Fridolin, der Eichelhäher, kauft sich einen Rasenmäher.
Cordula, die fesche Dohle, fliegt auf Sachen um viel Kohle.
Konstantin, der dicke Kleiber, steht auf Wein, Gesang und Weiber.
Lorenz, dieser Unglücksrabe, verlor beim Glücksspiel seine Habe.
Lydia, die schöne Taube, speist mittags in der Gartenlaube.
Klaus, der Archeopterix, kannte viele Zaubertricks.
Valerie, das Perlhuhn, genießt das süße Nichtstun.
Was ist denn jetzt schon wieder los, mault mürrisch Jörg, der Albatros.
Dagobert, der Distelfink, ist in Geldgeschäften link.
Theobald, der Kolibri, arbeitet am Sonntag nie.
Franziska, die verzagte Meise, hört gerne Schlager, aber leise.
Ihr Mann (André, der Mauersegler) dreht hingegen forsch am Regler.
Seit kurzem sieht man Ingeborch des öfteren mit Franz, dem Storch.
Ihr Vater, Hans, der Kuckuck, bestreitet das mit Nachdruck.
Cholerisch ist Herr Karl (ein Kranich); drum ärgern Sie den bitte ja nich’.
Tag-Archiv für 'spontane lyrikausbrüche in H-Moll'
Der Heilbutt ist ein kluger Fisch und spricht nebst Deutsch auch Französisch.
Der Steinbutt ist ja auch nicht blöd und ißt zum Frühstück Knäckebröd.
Sebastian, der strenge Dorsch, behandelt alle Fische forsch.
Herbert, unser Zitterrochen, fährt heute in die Flitterwochen.
Egon, unser Lieblingshering, trägt auch seit gestern einen Eh’ring.
Ingrid (ein Viktoriabarsch) beißt sich aus Ärger in den AFuß.
Sein Bein enthaart der fesche Lachs am liebsten wöchentlich (mit Wachs).
Trudbert, ein gewitzter Zander, bringt alle Mädels durcheinander.
Barbara, die Bachforelle, steht drüben an der Haltestelle.
Helena, die schöne Sprotte, duftet stets nach Bergamotte.
Alex (von Beruf Makrele) spielt meisterhaft die Ukulele.
Hans, der intellektuelle Aal, singt hingegen atonal.
Hans, der depressive Wels, stürzt sich gerade von ‘nem Fels.
Sonja, die verhuschte Schleie, kriegt auch nix wirklich auf die Reihe.
Dem Erich, dem verkorksten Stör, passiert schon wieder ein Malheur.
Hans, der alte Knurrhahn, liegt zappelnd auf der Fahrbahn.
Wunibald, dem weißen Hai, ist das alles einerlei.
Wo die Katze mit dem schiefen Gesicht wohnt, kann der krumme Hund gar nicht weit sein, da hat Vatern völlig recht. Und so hab ich es also wieder getan. Einmal mehr in diesem Theater: Ab- bis jenseitige Spontanlyrik in H-moll.
Es war einmal ein krummer Hund
(der Zusatz “krumm”, der kam aufgrund
der ausgeprägten Klautendenz des Viehs
Das nicht einmal im Lenz von seiner Unart ließ)
- Es war also der krumme Hund
sehr müd von einer Reise
Die ihn geführt in den Burgund
Wo er, dafür gibt’s aber keinerlei Beweise,
Ein Ei aus einer Küche stahl.
Auch daß der Koch zum Messer griff
und ein allseits bekanntes Liedchen pfiff
Als er den Hund brutal entleibte
Ist ein Gerücht.
Mehr nicht.
Der Hund, es war ein Labrador,
war eigentlich ein Lieber.
Wenn man nicht grad ein Metzger war
Oder ein Koch aus dem Burgund
Da wurde schnell zum Dieb er.
Es war einmal ein krummer Hund
Der eigentlich viel eher bunt
und etwas kleptomanisch war.
Was nie aus Bosheit oder Gier geschah
Sondern aus Hunger und Fadesse
Gelegentlich vielleicht aus Streß.
Und die Moral von der Geschicht?
Glaubt, Kinder, bloß dem Volksmund nicht!
Einem geschenkten Gaul
Haut man nicht aufs Maul.
Weil unlängst so ein Gugelhupfer mit dem Suchbegriff “Gedicht: Die Katze mit dem schiefen Gesicht” hier (mehr gestrandet als) gelandet ist und wohl nicht fündig wurde, reich ich es halt nach. Das Gedicht.
Die Katze mit dem schiefen Gesicht
Hat vorne eine Nase
Zwei Ohren, Schnurrbart, alles da-
So frontansicht…lich ist sie mit Sicherheit kein Hase
Jetzt schnurrt sie wohlig
Und schielt aus Augen, die des Reimes wegen kohlig,
Auf Schrödingers Apparatur
“Mach doch mal was mit Hochfrequenzmassenspektrometrie”
Denkt sie. “Es ist ja nur -
In diese Kiste steig ich nicht. Egal, was Schrödinger sich da verspricht.
Im Leben ist nicht alles Symmetrie.
Oder auch Überlagerung und solches Zeug.
Als wär sowas ein Quantensprung.”
Die Katze mit dem schiefen Gesicht
Putzt sich genüßlich eine Pfote
Und schnurrt.
Das ist fürwahr ein komisches Gedicht.
Mittag ist’s schon. Ich eß jetzt meine Brote.
