Marlen Haushofer: Eine Handvoll Leben (zweites Mal, 9/10)
Ray Bradbury: Fahrenheit 451 (ca. fünftes Mal, 9/10)
Tom Robbins: Buntspecht (6/10)
Louise Erdrich: Die Rübenkönigin (7/10)
Rosa Montero: Zittern (4/10)
Barbara Neely: Night Girl (0/10)
Hilary Mantel: Der riesige O’ Brian (7/10)
Tore Renberg: Das Wunder im Erdbeerfeld (zweites Mal, 6/10)
John Irving: Owen Meany (zweites Mal, 6/10)
H.C. Artmann: How much, Schatzi? (9/10)
T.C. Boyle: Talk Talk (7/10)
Haruki Murakami: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (9/10)
Victoria Thérame: Paris erobern (zweites Mal, 9/10)
Arnon Grünberg: Der Vogel ist krank (7/10)
Tag-Archiv für 'Lesen'
Margaret Atwood: “Katzenauge”
Margaret Atwood: “Der blinde Mörder”
Margaret Atwood: “Oryx und Crake”
Ich bin, wie sich der geneigte Leser/die bezaubernde Leserin vorstellen kann, bekennender Atwood-Fan. In diesem Reigen (ich lese momentan ganz generell ein paar alte Bekannte wieder) war mir allein “Der blinde Mörder” neu; ein Buch, das ich vor einiger Zeit in Mutterns Sammlung entdeckte und ausborgte. Eine alte, sehr kluge und sympathisch sarkastische Dame, Iris, erzählt darin - wem, erfährt der Leser zum Schluß - die Geschichte ihres Lebens, ihrer Familie und ihrer Schwester Laura, die in jungen Jahren bei einem mysteriösen Unfall ums Leben kommt, nachdem sie vom Tod ihrer großen Liebe erfährt, und posthum zur gefeierten Schriftstellerin wird. “Der blinde Mörder” ist der Titel dieses Romans (einer Science Fiktion-Erzählung) im Roman, und je weiter man in der meisterlich komponierten, mit zahlreichen Rückblenden, Nebenhandlungen, unterschiedlichen Erzählperspektiven und fiktiven Zeitungsartikeln gewürzten Geschichte kommt, desto unsicherer wird man sich bezüglich des wahren Verfassers und der tatsächlichen Umstände von Lauras Tod und Iris’ Gegenwart.
“Der blinde Mörder” erinnert mich als generationenumspannende Familienchronik mit durchaus epischen Ausmaßen ein wenig an die bunte Lebendigkeit und überbordende Fülle einer Isabel Allende, oder sogar an Marquez’ “Hundert Jahre Einsamkeit” bzw. “Die Liebe in den Zeiten der Cholera”. Atwood schreibt in einer großartigen Mischung aus Melancholie, Ironie, Pragmatik und Poesie; sie ist eine grandiose Erzählerin und eine exzellente Beobachterin mit scharfem Verstand, verzichtet aber nicht auf Gefühle, und das ist es, was dieses Buch insgesamt so kostbar und, selten genug in diesem Theater, empfehlenswert macht.
“Der blinde Mörder” erschien im Jahr 2000 und wurde mit dem Booker Prize ausgezeichnet.
T.C. Boyle: Der Samurai von Savannah (zweites Mal, 7/10)
Peter Høeg: Der Plan von der Abschaffung des Dunkels (erstes Mal, 8/10)
T.C. Boyle: Wassermusik (drittes? Mal, 8/10)
und jetzt? Hat hier jemand eigentlich lesetechnische Empfehlungen? Lieblingsbücher, die ich noch nicht kenne? Bin hungrig und habe (noch) ziemlich viel Zeit, Lust und Muße!
Thomas Glavinic: “Die Arbeit der Nacht” (zum zweiten Mal gelesen, 10/10)
Ein Mensch wacht eines Tages auf und ist allein in einem leeren Wien, einem leeren Österreich, einer leeren Welt. Eine streckenweise kaum erträgliche Angststudie, die - anders als Marlen Haushofers artverwandter (und vergleichsweise versöhnlicher) Roman “Die Wand” - vielleicht einen Schluß zuläßt - die Hölle, das sind nicht die anderen.
eigentlich, so dachte ich, könnte ich ja einmal notieren, was ich so lese. Ist mehr für mich, könnte aber doch auch vielleicht jemanden interessieren, deshalb kommt es also ins Blog.
John Irving: Bis ich dich finde (zum ersten Mal gelesen, 6/10)
Marlen Haushofer: Die Wand (zum dritten Mal gelesen, 10/10)
Jeffrey Eugenides: Die Selbstmordschwestern (zum ersten Mal gelesen, 3/10)
Tom Robbins: Völker dieser Welt, relaxt! (zum dritten Mal gelesen, 6/10)
Albert Sánchez Pinol: Im Rausch der Stille (zum ersten Mal gelesen, 7/10)
Pino Cacucci: Puerto Escondido (zum zweiten Mal gelesen, 7/10)
[die Bewertung ist, wie immer in diesem Theater, höchst subjektiv und ein Geschenk an den geneigten Leser.]




