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Happiness is a warm Teller of Letscho

Das Heimkommen ist immer schön, und als geländegängiger Mensch, der noch dazu nicht aus Zucker ist, kann man im Salzkammergut auch ziemlich großen Spaß im Starkregen haben (wie ich in meinem gestrigen Posting schon anklingen ließ).
Im Spätsommer ist das Heimkommen schon rein kulinarisch ein Hochgenuß. Die Marillen werden reif (ja, richtig gelesen. Das Salzkammergut ist nicht die Wachau!), da und dort kann man schon erste heruntergefallene Klaräpfel stibitzen, und in Mamas Garten haben die Zuchinis, die Gurken, die Fisolen und die Paradeiser Hochsaison. Auch die Paprikapflanzen im Glashaus waren nicht untätig.

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Paprika und Paradeiser. Die fette, schwarze Erde, die Sonnenglut, die wilden Regengüsse. Die Essenz des Sommers. Was liegt da also näher als die Erzeugung von Letscho? Letscho/Lecsó ist ein ursprünglich ungarisches Gericht, das in schier unendlichen Varianten im Internet zu finden ist - mit edelsüßem Paprika, mit Thymian, mit Sauerrahm, mit Fleisch, mit Wurst, mit mitgekochtem Reis… Ich halte mich an das Rezept meiner Mum (ich habe Letscho schon als Kind geliebt!) und gehe sehr puristisch wie folgt vor:

Vier Zwiebeln werden geschält, geviertelt und dann in nicht zu kleine Stücke geschnitten. In einem Topf erhitzt man ca. 2 EL Olivenöl und schwitzt darin die Zwiebeln an, dann reduziert man die Hitze, sodaß sie sanft schmurgeln. Währenddessen schneidet man die Paprikas (ca. 500 g) je nach Vorliebe in Streifen oder ca. daumennagelgroße Rauten und gibt sie nach und nach in den Topf. Ebenso verfährt man danach mit den Paradeisern (auch ca. 500 g). An Gewürzen braucht die ganze Geschichte bloß Salz. Wenn man mag (so wie ich), gibt man noch zwei kleingehackte/gepreßte Knoblauchzehen und ein bißchen Tomatenmark dazu, bevor man den Deckel auf den Topf legt und das Gemüse ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde sanft seiner Vollendung entgegenköcheln läßt. Dazu reicht man im Idealfall Fladenbrot vom Türken ums Eck.

Empfohlener Soundtrack: Macy Gray/The Id. Legt man die CD kurz vor dem Zwiebelschälen ein, ist das Letscho perfekt, wenn der letzte Akkord von “Forgiveness” verklungen ist.

[diese wunderbaren Bilder werden per Klick hübsch groß und können durchaus auch als Desktop-Hintergrund verwendet werden.]