… geglückt. (Beachten Sie den gar nicht. Insider.)
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Letztes Wochenende war es also soweit: die Eltern - Ad, Ad - Eltern-Sache stand an, wobei ich sagen muß, daß ich auch nicht den geringsten Hauch eines Zweifels an der gegenseitigen Sympathie hegte. Auf einer kleinen Überlandfahrt durchs bezaubernde Österreich stimmten wir uns mit Musik von Hubert von Goisern (Fön) und St. Marx (Schlachthaus) auf das schöne Salzkammergut ein. Ab Linz setzte dann zur weiteren Einstimmung nebst Dämmerung auch der landestypische Nieselregen ein, für den die Welterberegion als “Dachrinne Europas” so bekannt wie beliebt ist.
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[hier sind wir irgendwo in der Gegend des Heiligen Pölten]
Im Anwesen der Familie Atz. war Muttern schon mit der Zubereitung einer Gefüllten Kalbsbrust nebst Petersilerdapferln, Reis, Erbsen und fünf verschiedenen Salaten zugange; eine kulinarische Angelegenheit, die so unwiderstehlich ist, daß daraus unmittelbar der Schluß gezogen werden muß, daß Herr A. - dem mütterlichen Instinkt sei’s gedankt - schon vor dem tatsächlichen Kennenlernen bereits als voll integriertes Familienmitglied betrachtet und inniglich gemocht wurde. Eine Tatsache, die sich auch nicht ändern sollte, vielleicht, weil die beiden sich so schön übers Schwammerlsuchen austauschen können. :-)
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[hier sieht man die wie gewohnt bezaubernde Autorin mit einem Halogen-Strahler, was aber nichts mit der o.a. Kalbsbrust zu tun hat]
Genächtigt wurde - nach einem kleinen Rundgang im nebelig-pittoresken Ortszentrum und einem beschaulichen Abend mit Eltern, Apfelstrudel und Kampfkatzen - im Blockbohlenhaus Toronto, das durch wunderbare Heimeligkeit besticht und nur einen einzigen Nachteil hat: wenn man nachts pinkeln muß und draußen Winter ist, kommt man mit Schüttelfrost wieder. Das kann man allerdings leicht wegstecken, wenn man sich dafür die Tapferkeitsmedaille verleihen läßt. Da das Wetter anderntags eher … naja, sehen Sie selbst:
war, blies man die die geplante Fuchsjagd ab verfügten sich Herr A. und Popvatern mit einer menschheitsbewegenden Theorie (ich glaube, es ging um das Drucken von CD-Hüllen) ins Rechenzentrum…
…während ich selbst die Reifen wechselte, was durchaus schon an der Zeit war.
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[alle vier. Ganz allein. Ungelogen!]
Der beinlose mitteleuropäische Kurzhaarhaselkater Josef überwachte die Aktivitäten jedenfalls lässig wie immer von seinem Platz auf dem Sofa aus.
Gestärkt von Vaterns Spezialität “Forum Romanum”, mit Schinken und Käse überbackene Koteletts, die zuvor in einer streng geheimen Marinade ziehen, machten wir uns schließlich winterbereift, vergnügt und bei anhaltendem Starkregen wieder auf ins Palais Focky, diesmal sogar Radioklängen lauschend. Bleibt zu sagen: Zu Weihnachten kommen wir wieder! :)
[Alle Fotos bis auf IMG_8807k © Herr Ad; zum Vergrößern bitte ins Bild klicken]
Im Schilf ist vielleicht gerade ein Mord passiert (die Wahrheit versteckt sich auf den folgenden Seiten). Der empfohlene Topfenwickel hat eine Kindheitserinnerung ausgelöst (die eine Hälfte hab ich aufs Bein gestrichen, vom Rest hab ich genascht). Die Wäsche auf dem Ständer träumt sich trockeneren Zeiten entgegen. Neunhundert Kilometer weiter ist jemand zu Bett gegangen. Eine Seite des Badezimmerschränkchens ist leer. Die Zeit hält den Atem an und ist selbst gespannt über den Fortgang der Dinge. Ich klopfe ihr auf die Finger. Und lächle dabei ein bißchen. Und wende mich wieder meinem Buch zu.
In der Ruhe liegt die Dings. Oder so. Seiten, so kurz vorm Umblättern, vibrieren vor Energie. Da waren’s nur noch
[zwei]
Mein Chef hat neulich (wenn auch nicht ganz zeitnah) Wind von meinem Nicht-mehr-Single-Status bekommen und mir lautstark gratuliert, ohne aber nähere Erkundigungen einzuholen. Heute stand er plötzlich in meinem ausnahmsweise Kollegin-K.-losen Büro, ging zum Fenster und guckte auf die Straße, dann auf mich.
Chef: “Und, wann ist es soweit?”
dJ: “Du meinst…? …im Oktober ziehen wir zusammen.”
Chef: “Mhm. Und…”
(Gravitätische Pause. Jetzt erwartete ich Fragen, so in Richtung Wie alt, gutaussehend, welcher Beruf, von wo, wie kennengelernt, wie lange schon zusammen? etc. Aber nein. Ich hatte meinen Chef, der durchaus eine ziemliche Autoritätsperson ist und mitunter einige Härte an den Tag legen kann, wieder einmal unterschätzt. Denn die Frage lautete ganz schlicht:)
” …kannst du mit ihm lachen?”
Manchmal machen Menschen unvermutet eine Tür auf, durch die man auf eine Landschaft sieht, die man dort nicht vermutet hätte. Bist ein echt feiner Kerl, Chef. Weil ja. Es ist eine Conditio sine qua non, das miteinander lachen können.
Schon verrückt.
Ich gehöre ja zu den Leuten, die in ihrem Leben (mit Kästner gesagt) ganz gern von Zeit zu Zeit wie in einem Hause treppauf treppab gehen und ein bißchen Zeit in den staubigen Archiven verbringen. Heute vor einem Jahr war’s, daß ich das hier schrieb und mir, zornig auf mein Leben, das mir wie ein abgetragener Mantel aus dem Caritas-Container, der ein bißchen müffelt. Oder vielleicht, weniger übertrieben, wie ein Billigmodell von H&M. Ein Leben von der Stange vorkam, einige Fragen gestellt habe. Wann hab ich zuletzt so richtig gefiebert vor Freude, wann hab ich das letzte Mal etwas so richtig Verrücktes angestellt, wann war ich zuletzt so richtig unvernünftig, wann hatte ich das letzte Mal so richtig Angst und mußte all meinen Mut zusammennehmen? Wann war ich eigentlich das letzte Mal so richtig irre glücklich?
Wenn ich den Text heute lese, könnte ich - entgegen meiner Nulltoleranz für esoterischen Kram - schon fast ein bißchen ins Nachdenken kommen, über Wünsche, die sich erfüllen, wenn man sie nur bei jeder Gelegenheit hartnäckig genug einfordert, zum Beispiel. Oder darüber, daß man dem Glück vielleicht tatsächlich eine möglichst große Angriffsfläche bieten kann, indem man sich hinstellt und bei den Göttern sturmläutet: Wirklich, ich meine, scheiße, es muß wirklich wieder einmal eine ordentliche Stattfindnis her, so kann das nicht weitergehen in diesem hübschen kleinen Treibrad, das sich als Alltag tarnt. Nichts wie raus hier! Ich will Pferde stehlen gehn. Mich in Abgründe stürzen. Lachen. Weinen. Mich unsterblich verlieben. Was weiß ich!
Wenn ich auf die seit diesem Eintrag vergangene Zeit zurückschaue, hat sich in meinem Leben Grundlegendes geändert. Die Stattfindnis, die hat es, und es hat nicht lang gedauert, tatsächlich gegeben, ich habe gelacht, und ich habe geweint. Ich habe mich unsterblich verliebt. Ich habe etwas so richtig Verrücktes angestellt, indem ich mich ohne Rücksicht auf Verluste auf einen Menschen einließ, den ich zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Mal gesehen hatte, weil ich mit einem unumstößlichen Wissen daran glaubte, oder es eben wußte, das Richtige zu tun. Weil wir wissen, daß wir das Richtige tun.
Was - ebenfalls rückblickend - in seinen (hier ja auch heftig publizierten) Anfängen jedem Außenstehenden vorkommen mußte wie der umnachtete Jungmädchentraum einer durchgeknallten Naiven auf endlosem Blümchentrip, ist tatsächlich das Wichtigste, das mir in meinem Leben je passiert ist. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Vor einem Jahr hätte ich vor Zorn über mein insulär und leer empfundenes Dasein noch ein Kaffeehäferl an die Wand pfeffern können. In ein paar Wochen werde ich mit meinem Liebsten zusammenziehen.
Man kann sowas wahrscheinlich nicht schreiben, ohne kitschig zu wirken. Gesagt muß es dennoch werden. Danke, Götter! :)
4u 754 + canon powershot + world of reptiles + dornschwanzagamen + count basic: love & light + naschmarkt + 212 + das staubige tier + franz mit wolfgang + palais liechtenstein, westflügel + kebab + mq + botanischer garten + thunfischblätterteigtascherl + hochstrahlbrunnen + karlskirche + schwedenplatz + u4 (das verkehrsmittel, nicht die hütte) + tarama + maki + mitternachtskaffeekochen + quatsch machen + frühstück um eins + stadtwanderungen + rbk vs. fake + lachen + donaukanal + lustige hunde + frischgepreßter apfelsaft + ankuscheln + kalamata-oliven + doch ein paar worte + nicht mehr lange + einfach alles bestens +++
Von Autobahnen könnte ich schreiben. Von Fledermäusen. Von mediterran konzertierenden Grillen. Von artistischen Katzen. Von prächtigen Gärten und Wolkenformationen und Ankünften. Von bißfest süßen Äpfeln. Von Kochorgien und den einfach nur schmelzpunktinduzierenden Mädchen meiner besten Freundin. Vom Kaiserwetter und der anderntags pedantischen Dachrinne Europas. Und vom Daheimsein. Aber hej. Vom Daheimsein kann man nicht schreiben, das muß man spüren. Schön war es und ist es. 32 bin ich also. Nix ist anders. Alles gleich. Beruhigend. Ich tu dann mal besser ein paar Bilder an diese Stelle.
Geburtstage sind übrigens auch deshalb so leiwand, weil man - haha! - Geschenke kriegt (ich hab mich nämlich definitiv bei Muttern bedankt… wegen der ganzen Schererei mit der Geburt und so: nochmal - danke fürs Dasein!), und, ja, Geschenke… also in diesem Fall dreht sich gerade eine CD im CD-Player. Frau Madeleine Peyroux, jetzt ganz genau feat. k.d. lang; die singen was von wegen Flüssen und Skaten, die zwei, und wenn da das Piano ganz traurig dieses mollige Jingle Bells dreinklopft, da möchte man dann glatt ein bißchen weinen vor Sichfreuen. Das aber nur so nebenbei. Jetzt freue ich mich nämlich einfach nur auf morgen. Den Flughafen. Den Liebsten. Ankunft. MannMannMann! JA! :)
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