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Weil dieser groovige, hookige, rollende, wunderbare Song (“die naerrin”) kein Geheimtip bleiben darf. Und überhaupt. Hinklicken, anhören, tanzen und staunen, was für großartige Musik Leute in diesem kleinen Land so hervorbringen!
Die Liebe zu diesem Landstrich, die haben mir wahrscheinlich meine Besten Eltern der Welt eingepflanzt, als sie mit mir erstmals vor 30 Jahren, da war ich zwergenmäßige Vier, dort Urlaub machten. Seither bin ich mit ganz wenigen Ausnahmen jedes Jahr da gewesen, in meinen Wiener Jahren sowieso für viele lange Badetage. Was mich neben dem Klima, den Menschen, der bisweilen ans Exotisch grenzenden Flora und Fauna und ganz generell der traumhaften Landschaft am Burgenland so reizt, sind die kulinarischen Genüsse, die man dort findet.
Auch heuer war es wieder soweit; Muttern machte ihren jährlichen Urlaub, Popvatern brachte sie an einem Wochenende hin und dem Mann und mir fiel 8 Tage später die (beileibe nicht selbstlose) Aufgabe zu, sie wieder abzuholen; Übernachtung in der seit Jahrzehnten vertrauten “Pension über den Reben” inbegriffen.
Und auch heuer peilten wir vor Antritt der Heimfahrt Weiden am See an; ein kleines Dörfchen, das sich wie eine freundliche Ringelnatter am Fuße der Weinberge sonnt und unter Genießern für seinen “Sesselmarkt” bekannt ist – hier wird entlang der Hauptstraße von Bauern auf ihren typischen Holzsessel-Scheibtruhen-Brettertisch-Konstruktionen in überwältigender Fülle angeboten, was Feld und Bäume gerade so hergeben, und das ist zu dieser Jahreszeit bombastisch: Noch immer Paradeiser und Paprika – in allen Variationen von gutmütig grün bis rabiatscharf rot -, verschiedenste Zwiebelsorten, Knoblauch, Kürbisse zum Kochen, aber auch fürs Regal, Trauben, Weinbergpfirsiche, Zwetschken, Äpfel, Mandeln, Walnüsse, undundund.
Fette Beute: gerade noch am Feld, schwupps, schon in meiner Küche…
Aber zuvor, und das freut mich ja wie eine Schneekönigin, zuvor bekam ich nach einem netten Frühstücksplausch mit der wunderbaren Zimmervermieterin, die ich eher nebenbei fragte, ob man hier wohl irgendwo Quitten erstehen könne, so ca. 7 Kilo dieser im normalen Handel leider kaum erhältlichen Schönheiten geschenkt. Von einer benachbarten Frau, die uns sogar noch half, sie direkt vom Baum zu pflücken. Weil – er würde sich eh so biegen von seiner fruchtigen Last, und sie wisse nicht, wohin damit, und Gutes Gelingen mit der Marmelade, und Gute Fahrt und Gesund bleiben!
Cydonia oblonga, ihrer Marmeladewerdung harrend
Burgenland, ich komme einfach immer wieder! … und nächstes Jahr dann vielleicht auch schon zur Kirschblüte. :)
Aber zuerst muß ich noch Pfefferoni und Zwiebel einlegen und Kürbissuppe machen und Quittenmarmelade und -gelee kochen und Letscho und gefüllte Paprika undundund… hach!
Es trug sich – und die Verspätung beim Veröffentlichen dieses Eintrags liegt daran, daß hier gerade eine ziemlich blitzartige Verlagerung des Lebensmittelpunktes vonstatten geht (das ist allerdings eine ganz andere Geschichte, die zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden wird) – es trug sich also zu, daß Seine Pestilenz, der… Damen und Herren, ich übertreibe nicht, wenn ich hier sage: wunderbare Monsieur Pest Krause am letzten Wochenende schwer mitbringselbepackt in Wien weilte. Wo man sich natürlich zum größten Entzücken von Herrn Ad und meiner Kleinigkeit planvoll über den Weg lief. Und den Naschmarkt plus den samstäglichen Trödelmarkt ebenda, das Café Museum, den Spittelberg und das Café Ritter besichtigte.
Daß Herr Krause, Spezialist für Bebilderungen aller Art, freitagsfrische Melodien und feinste Absurditäten, ein äußerst gescheiter, lustiger und lieber Mensch ist, weiß jeder, der sein Blog liest, auf das es sich jederzeit einen langen Blick zu werfen lohnt. Umso schöner ist es, das dann von Angesicht zu Angesicht verifizieren zu können.
Zu unserem größten Bedauern konnten wir anstatt der geplanten zwei nur einen Tag miteinander verbringen, weil ich relativ ungeplant zu einem frühmorgensmontäglichen Vorstellungsgespräch reisen mußte (über dessen Ausgang ich im übrigen äußerst angetan bin), aber ich denk mir einmal, daß man sich das eine oder andere Mal wieder sehen wird müssen. In den Bergen oder da, wo dieses grenzgeniale Pflaumenmus herkommt… Danke fürs Kennenlernen, lieber Krause!
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Goisern, Goisern, es is a Graus,
Oiwei wieda muaß i zruck zu dir,
Sonst hoid i’s ganz oafoch ned aus…
Goisern, Goisern, mir loßt’s koa Ruah
Deine Berg und deine Wiesn
De kean hoit zu mia dazua…
A woanders gfoit’s ma oft
Aber dann ganz, ganz unverhofft,
Riat si plötzlich wos in mir
Und zruck, zruck kimm i zu dir…
Goisern, Goisern, i steh auf di
und i steh a auf dei oafochs und ognudlts, opudats
Jodlehidi… (HvG/”Goisern”)
Bad Goisern, 10.-15. Oktober 2008
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Das Burgenland, und insbesondere die Gegend rund um den Neusiedler See, ist ja so ein Landstrich, in dem mir das Herz aufgeht. Der See, die Weinberge, die Dörfchen, die Menschen, nicht zu vergessen die Sonnenblumenfelder, die Zwetschken-, Birn-, Apfel-, Walnuß-, Mandelbäume, die Kürbisse, die Paradeiser und die Paprikas… Vielleicht liegt der besondere Charme dieser Gegend darin, daß sie bis 1920 zu Ungarn gehörte. Vielleicht auch darin, daß meine Eltern dort, seit ich ein kleines Kind war, Urlaub machten, so daß ich sie noch immer irgendwie mit Sommer, Ferien und endlosem Kindheitsglück verbinde.
Jedenfalls weilte Muttern nun eine Woche in ihrem angestammten Urlaubsdomizil, wobei Herr Ad und ich sie letztes Wochenende hinkutschierten und Vatern ihr am Freitag folgte, um selbst zwei Tage zu bleiben und dann gemeinsam mit ihr wieder nach Hause zu fahren. So kam es, daß wir den Samstag miteinander verbrachten, und zwar unter anderem im Dorfmuseum Mönchhof – einem absolut liebevoll gestalteten Freilichtmuseum zum Herumschlendern und Anfassen, dessen Besuch ich nur jedem ans Herz legen kann, der in östlicheren Gefilden wohnt. Und weil’s so schön war, gibt es davon auch Fotos in verschwenderischer Fülle. Letzteres paßt ja zu diesem wunderbaren Fleckchen Welt. Bitteschön:
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[die Bilder freuen sich, werden groß und noch viel schöner, wenn man sie anklickt!]
[mehr Informationen zum Dorfmuseum Mönchhof gibt es auf www.dorfmuseum.at]
[Weitere Bilder gibts, wie üblich, beim Herrn Ad (klick!)]





