Die Herren der Schöpfung sind da um vieles puristischer…
Aber das hier ist halt eine Frauenhandtasche, weil ich nunmal eine Frau bin. ;-)
[noch größer? Klick das Bild!]
Die Herren der Schöpfung sind da um vieles puristischer…
Aber das hier ist halt eine Frauenhandtasche, weil ich nunmal eine Frau bin. ;-)
[noch größer? Klick das Bild!]
Ich mußte es tun.
Letzte Autofahrt? 25. August 2007, Flughafen Wien-Wohnung, abends, Himmel in furiosem Drachenblutrot, wie bestellt eine dunkelschwarze Wolkenbank, und davor die hellerleuchtete Raffinerie Schwechat wie die Kulisse eines Science-Fiction-Films … und aus den Boxen Massive Attack: „Angel“, wieder und wieder und wieder und sehr, sehr laut.
Letzter Kuss? 25. August 2007, 20:07h.
Letztes Buch? Akif Pirincci: “Felidae”. Gestern.
Letzter Film? Transformers (jetzt nicht pampig werden, gell!)
Letztes Schimpfwort? Aaaaaaaaaaaaaaaaaarschloch! (gestern nachmittag)
Letztes Getränk? Vor fünf Minuten: Früchtetee („Heiße Liebe“)
Letztes Essen? Vor zwei Stunden: Minestrone, selbst gekocht. Sie hätte - in aller Bescheidenheit - einer sardischen Bergbäurin nicht besser gelingen können.
Letzter Anruf? der Liebste, heute nachmittag.
Letzte Sendung im TV? War ein Film (”Roter Drache”). Am 17. März 2007 im Elternwohnzimmer (ich hab da jetzt extra nachgeschaut, bitte.)
Letzte Dusche? Heute, 13:43h, weil ich um 14:15h einen Arzttermin der textilfreieren Art hatte.
Letzte CD? Tarantula AD: Book of Sands. Vor einer Stunde oder so.
Letzter gekaufter Gegenstand? LG Micro Hifi-System, gestern nachmittag, nachdem mein geliebter JVC-Kleinschnuckel gestern früh nach langer, schwerer Krankheit im achten Lebensjahr endgültig den Gang übern Jordan angetreten hat (und zuletzt nur mehr einen Bruchteil meiner CDs wiedergeben konnte, und das nur unter anhaltendem Protest und Gejaule. Sofern man es überhaupt schaffte, eine einzulegen).
Letztes Mal aufgeregt? Gestern nachmittag, als mich dieser letztrangige Vollkoffer auf seinem Fahrrad fast abgeschossen hätte, als er mit Karacho den stehenden Bus überholte, während ich über den Zebrastreifen ging, was eine haarsträubende Vollbremsung seinerseits nach sich zog, die ihn teilweise unter den Bus beförderte, woraufhin er aufsprang und wie von Furien gehetzt Fahrradfahrerflucht beging. Arsch!
Letzte Enttäuschung? Voll herbe Enttäuschung gestern abend beim Haarewaschen. Ich hatte statt der nachzukaufenden Pflegespülung irrtümlich Shampoo erwischt, mußte also den Rest von der nehmen, die ich nicht mag, weil sie mit ihrem grellen Odeur mein sensibles Näschen beleidigt, die ich aber für enttäuschende Notfälle in der Duschtasse stehen habe. Weltbewegend, gell?
Letzte Worte? “Schnauze, zum Geier!” (zum hyperventilierenden Prozessorlüfter, vor einer Minute.)
Letzte merkwürdige Begegnung? Heute um 14:20h im Vorraum zum Wartezimmer. Eine ältere Dame kommt bei der Tür herein und rempelt mich fast nieder, guckt mich mit großen Augen an. An der Rezeption ist die Sprechstundenhilfe gerade mit einer jungen Frau beschäftigt, ich bin die nächste. Die ältere Dame kramt umständlich in ihrer Tasche und marschiert zur Rezeption, wo sie immer wieder so halb versucht, die junge Frau wegzudrängen. Als diese gebeten wird, im Wartezimmer Platz zu nehmen und die Sprechstundenhilfe mich fragend anschaut, gehe ich ruhig an der alten Dame vorbei, um der Sprechstundenhilfe meine eCard auszuhändigen. Die alte Frau guckt mich verdutzt an: „Waren Sie denn vor mir da?“
Letztes Mal amüsiert? Grad vorhin über das.
Letztes Mal verliebt? Letztens im World of Reptiles. In einen Dornschwanzagamerich.
Letztes Mal umarmt? 25. August 2007, 20:07h.
Letztes Mal getanzt? Heute, mittlerer Nachmittag, im Wohnzimmer.
Letztes Konzert? Gott… schockierend lang her! vor 2 Monaten und 3 Wochen. Aber dazwischen gab’s Incubus Alive At Red Rocks. Auf DVD.
Letzte Webseite? Vor ein paar Sekunden: klein records - um mir zum x-ten Mal le grand baheux anzuhören, der am 10. September in die Plattenläden kommt. Via last.fm. Albin, du bist ein Genie!
Letzte Frage? Wer will? Will wer?
Gefunden bei Herrn e!genart, bei dessen bevorzugter Schlafposition jeder Chiropraktiker leuchtende Augen bekommen müßte - ein schönes Stück Holz zum Thema Nachtruhe.
Hast du eine Bettwurst?
Was immer das auch ist: nein. Ferner befinden sich nicht in meinem Besitz: Bettkäse, Bettschmalz oder Bettbrot.
Lieblings-Schlafklamotte?
äh, ja, tja also. Ich schlafe nackig. Ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß mich der bloße Gedanke an Krankenhausaufenthalte leicht bis mittelschwer panisch stimmt. Selbst in der Sahara, und jetzt passen Sie mal gut auf, verehrter Leser, wunderbarste Leserin, was ich für Erfahrungen sammeln durfte in meinem wilden Leben als voll harter Hase, hab ich völlig hemmungs- und textilfrei in meinem Ajungilak geschlafen. Was Kenner dieses Daunenschlafsacks auch wärmstens empfehlen, weil es so einfach am komfortabelsten und wärmedämmendsten ist. Punkt. Ein Hauch Opium von YSL, da bin ich ausnahmsweise einmal ganz Luxusweib, darf auf vor dem Schlafen üblicherweise frisch geduschter Haut übrigens sein, aber nur ein Hauch.
Lieblings-Bettwäsche?
ist aus Leinen, beige-weiß und kommt aus dem schwedischen Duzfreundmöbelhaus.
Lieblings-Schlafposition?
Allein: Rückenlage. Hände knapp unterm Nabel geparkt.
Zu zweit: auf der linken Seite liegend, meine Nase an seinem Rücken, meine Hand auf seinem Beckenknochen. Heimeliger geht nicht. Urzustand. Seligkeit. Reines Glück.
Hast du ein Einschlafritual?
Allein: Nein. Augen zu und durch. Blöd ist, daß ich in letzter Zeit lieber nicht mehr vor dem Einschlafen lese, weil ich mich dann an der Geschichte festsauge und es dann wieder vier, halb fünf wird, was der operationalen Vigilanz anderntags nicht immer zuträglich ist. Ich weiß nicht, wie ich früher so konsequent sein konnte, es wirklich bei ein paar Seiten bewenden zu lassen, würde das aber gern wieder lernen.
Zu zweit: aber ja. Wange an Rücken schmiegen, Hand auf Beckenknochen parken, selig einschlummern.
Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Hüstel. Ja. Knuddelpolster sowieso (wird gelegentlich als Rückenattrappe verwendet, ist aber im Vergleich mit dem Original ein sehr unbefriedigendes, ja nachgerade lächerliches Substitut), und dann gibt es da noch so einen, ähm, Stofflöwen.
Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?
Lesen. Versuchen, das monochrome Licht kurz vor der Dämmerung zu beobachten. Fluchen. Aufstehen. Wäsche waschen. Kaffee kochen. Auf Wikipedia Zufallsartikel lesen und mich durch dutzende Einträge klicken, bis ich schließlich bei ausgewählten Aspekten des mongolischen Rechtssystems oder sowas in der Art lande.
Wie groß ist dein Bett?
200×140, auf dem verwaisten Ex(Hoch-)bett liegt die gute Single-Gesundheitsmatratze.
Linke oder rechte Seite?
In Abwesenheit des Liebsten auf, in Anwesenheit an seiner Seite. Welche das ist, sag ich nicht.
Wie lässt du dich wecken?
Wochentags um 8:07h vom Handywecker (Klingelton: kontinental, Vorweckung) und um 8:17h gibt es dann den Weckruf des Liebsten, der 900 Kilometer weiter meistens schon hellwach ist, während ich gerade erst einmal materialisiere.
Am Wochenende gar nicht. Und bald schon jeden Tag in der wunderbarsten aller Weckvarianten, der Ankuschelversion.
Dein erster Gedanke am Morgen?
Warum bringt mir eigentlich keiner den Kaffee ans Bett? Und warum muß ich so dringend pinkeln, obwohl ich mich viel lieber noch einmal umdrehen und weiterdösen würde? Und wer hat eigentlich das Aufstehen erfunden? Eindeutig ein Verstoß gegen die Menschenrechte! Und die Gewerkschaft tut auch nix dagegen. Böse Welt!
Was machst du um wach zu werden?
Mich ans Fenster stellen, 50 Kniebeugen machen, 30 Minuten joggen, kalt duschen und dann ein Müsli mit probiotischem Wunderjoghurt und frischen Früchten essen und dazu einen grünen Tee trinken. Hihi, kleiner Scherz. … gähnend in die Küche tapsen, Kaffee zustellen (2-3 Tassen müssen schon sein), pinkeln, mich in einem alten profil festlesen, Rechner hochfahren, Skype starten, mit dem Liebsten plaudern, feststellen, daß ich spät dran bin, zähneputzen, ins Gewand hüpfen, um dreiviertel zehn aus dem Haus gehen.
Das ist ein Steckerl/Stock. Wer will, soll.
Suppenkoma
Suppenoma
Suppenamok
Nüsse, für den Kuchen, kannst du nehmen, aber Mohn, Otto, nie!
Nimm niemals Mohn, oh Toni!
Gestern hab ich es getan, ich hab die seit einiger Zeit herumliegen, auf dem Küchentisch, die Schlaftabletten, nur für den Fall, daß nichts mehr geht, irgendein Zeug, das sie an Menschen verfüttern, die sie sedieren wollen, mit dem Zusatz forte, damit die Vigilanz adagio wird; ich hab’s also getan, um 3:16h, hellwach war ich da und kribbelig, die Augen so weit offen wie die Fenster, eine halbe, dachte ich, würde reichen, um einen unternehmungslustigen Elefanten umzuhauen. Sie schmeckte bitter.
Rückenlage, Licht aus, die Gedanken jagen wie junge Hunde über Stoppelfelder, das Hirn macht Party, Special Guest: die Zukunft. Ich sehe sie tanzen, enthemmt, fühle mich wie ein Voyeur in meinem eigenen Seelengebäude, möchte nur, daß das alles Ruhe gibt, die Gäste nach Hause gehen, den Abwasch auf morgen verschieben, schlafen.
Ich warte auf die Wirkung des Elefantenniederstreckungsmittels, und tatsächlich, die Beine werden schwer, die Hände greifen nach Riesenluftballons, die Atemfrequenz verlangsamt sich, die Augendeckel klappen herunter, den Gedanken entgleitet das Denken.
Und deshalb Widerstand, das Bewußtsein ist ein Biest, es wehrt sich mit Zähnen und Klauen. Befeuert das Herz, das umso wilder pocht, sich aufbäumt, den Rest aufweckt, Adrenalinschübe gegen den Bewußtseinsverlust, Augenlider werden in aller Eile hochgezogen wie Markisen, rasseln gleich wieder herunter, jetzt macht sich noch viel tiefere Angst breit als die gewöhnliche. Angst vor Kontrollverlust. Der Körper so schwer, als würde er von Riesenhand in ein überdimensionales Samtkissen gedrückt, das Hirn alle Register ziehend, um ihn wach zu halten. Ein Titanenkampf, dem ich nur sehr ungern beiwohne, wie ich feststellen muß.
Die Zeitungsausträger machen ihren Job, ich kenne das ja. Haustür auf, Stille, Haustür zu, klack, Fahrrad. Die Gasse rauf. Eine stöckelt die Gasse hinunter und lacht, eine Frühaufsteherin unter den Krähen macht metallisch trippelnd Gymnastik auf dem Dach gegenüber, eine Amsel beginnt zu zwitschern, eine zweite, ein ganzer Chor, schwarzberockt und total bei der Sache, dissonant, weil der Dirigent noch schläft. Ein Auto. Noch eins. In meinem Zimmer ist es monochrom, ich genieße das. Ich lebe. Da drüben über dem Dach wird es dunkelblau, ein Radio schaltet sich ein, eine weitere Tür fällt ins Schloß.
Irgendwann um fünf Uhr früh beschließe ich, das chemische Dreckszeug in den Mistkübel zu verfrachten, für immer, es nützt halt nichts, die Pharmakeule ausgerechnet gegen den zickigen Morpheus zu schwingen. Vor den Fenstern wandelt sich das Dunkelblau in einen kitschigen Türkiston, das Hirn beruhigt sich langsam, die Hände finden eine Position unter dem Nabel, parken wie auf Kommando auf warmer Haut, Schalter werden umgelegt, der Letzte macht das Licht aus. Klack. Klack. Klack. Stille.
Die Augendeckel klappen herunter, dauerhaft jetzt. Alltagsgeräusche wandeln sich in Schlaflieder. Weißt du, wieviel Sternlein stehen. Draußen ist es tröstlich hell. Menschengeräusche. Ich bin nicht allein. Es gibt kein Monster in der Wohnung. Danke, Stadt. Wenn in drei Stunden mein Telefon läutet, werde ich abheben. Selig und wach.
Ich werde es tunlichst unterlassen, den Schlaf herbeizuzwingen mit unlauteren Methoden. Künftig werde ich mir einfach wieder ein Buch schnappen, lesen, Tee trinken. Abwarten. Mich nicht wehren. Wenn ich nicht schlafe, schlafe ich halt nicht. Ist alles halb so wild.
Heute habe ich geträumt, einen Kuchen in Katzenform zu backen. Eine elegante, schlanke, duftende Kuchenkatze. Gibt es sowas eigentlich schon? Katzenkuchenbackformen?
Ich bin wirklich (auch nach eingehenden Recherchen) der einzige Mensch, den ich kenne, dem man völlig unbekümmert eine halbe Packung Milka Tender (o.ä.) in den Kühlschrank legen kann, die man (wichtiger Zusatz) noch braucht - im Wissen, daß ich sie nicht anrühren werde. Mit Oliven würde das zum Beispiel definitiv nicht funktionieren.
Heute vor 22 Jahren wurde die färöische Sängerin Guðrun Sólja Jacobsen geboren. Ihr älterer Bruder heißt Eyðun Ãsason und ist ebenfalls musikalisch, wenn auch bisher nur als Amateur in Erscheinung getreten. Der Name Sólja bedeutet übrigens Sumpfdotterblume - ein häufiger Name für färöische Mädchen.*
*Quelle: Wikipedia
Manchmal… bin ich wieder 14, 15, liege in meiner Hängematte und rieche den Duft von frisch gemähtem Gras und bin ganz dramatisch gelaunt, und Seal in meinen Ohren, sowas vonwegen a shade of pain and then we die, und alles rührt mich, alles nimmt mich mit, alles reißt mich in den Himmel und läßt mich fallen, ganz alltägliche Naturgesetze sind das für einen Teenager.
Both of them swam from a northern blue sky
Smile on their faces they entered their doom like they knew
If their world should end they won’t care about that anyway
I jade the water and I burn the fire
Nuclear chemicals making their doom like you knew
If the world should end you won’t care about that anyway
Maybe thats the way you live your life but I know
Life it don’t always live that way
Ungeheuerlich, nicht? Mehr als doppelt so alt, aber nicht mehr als doppelt so klug oder abgebrüht oder weiß der Teufel, was. Heute sind es die Flugzeuge, die mich an manchen Tagen kirre machen und mir die Tränen in die Augen treiben, ich habe die Erfahrung gemacht, daß Flughäfen mich zugleich glücklich und traurig machen, und ich bin immer noch nicht erwachsen, immer noch nicht abgebrüht genug, immer noch nicht mehr als doppelt so klug, ich bin schon wieder 14, 15 und schaukle in meiner Hängematte und bin krank vor Sehnsucht. Bloß daß ich in der Zwischenzeit gelernt habe, daß Lächeln und Witzereißen entschieden besser ankommen, so im Alltag.
We will find a way
Letting the sun go down
Maybe we’ll find a way
Holding the sun
We will find a way
Letting our life go by
I tell you we’ll find a way
Holding the sun
[Soundtrack des Augenblicks: Seal | Deep Water]
Das Leben ist… kurz und verdammt schön.
Sterben müssen heißt… für immer gehen müssen.
Menschen können… wunderbar, schrecklich, langweilig, laut und peinlich, menschenscheu, gütig und liebenswert, grausam, nichtssagend, schusselig, chaotisch und alles denk- und undenkbare mehr sein. Aber es sind immer Menschen.
Menschen sollten… einander einfach leben lassen.
Die Welt braucht… ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
Das Wichtigste im Leben ist… irgendwo einen Platz zu haben, wo man hingehört.
Unwichtig ist… ziemlich alles, was mit Äußerlichkeiten zu tun hat.
Vergangenheit ist… etwas, das man weder über-, noch unterbewerten soll.
Zukunft bedeutet… eine immer interessante Reise, bei der man den Ankunftsort nicht immer exakt bestimmen kann.
Zeit ist… eine mächtige Größe.
Liebe ist… alles.
Freunde haben ist… nie so tief fallen können, daß man sich ernsthaft verletzt.
Glück ist… lieben und geliebt zu werden.
Gefühle sind… systemimmanent.
Konflikte bedeuten… Anstrengungen, die es nicht immer wert sind.
Hoffnung ist… manchmal grausam, manchmal tröstlich.
Glauben können ist… ein Geschenk.
Träume sind… Kopfkino. Der Eintritt kostet den Verstand.
Visionen sind… was Gutes.
Veränderung bedeutet… Leben.
Stagnation bedeutet… nichts Gutes.
Ich brauche… manchmal Zeit für mich ganz allein.
Angst habe ich vor… Krankheit, Verlust und Tod.
Mut bedeutet… einfach tun, nicht denken.
Das Allerschwerste ist… einfach tun, nicht denken.
Es ist so leicht… sich zu freuen.
Verlieren bedeutet… daß man zuvor wahrscheinlich gespielt hat.
Gewinnen heißt… gespielt und Glück gehabt oder sich gemessen zu haben. Glaub ich.
Perfekt sein bedeutet… vermutlich ziemlichen Streß.
Versagen bedeutet… Schwamm drüber, die Nase in den Wind halten und weitertraben.
Verlust ist… oft schwer auszuhalten.
Schmerz ist… schlimm.
Arbeiten bedeutet… ein Gitterraster über ein Erwachsenenleben zu legen, das einen gewissen Alltag sicherstellt.
Geld bedeutet… eine abstrakte Form des Maßes an Lebensqualität, das einem zur Verfügung steht.
Leistung ist… I mal U. Und raus bist du.
Stärke ist… nicht davonzulaufen und immer die Wahrheit zu sagen.
Phantasie kann… man nicht hoch genug schätzen.
Kreativität ist… was Wunderbares.
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… sind krank.
Gesundheit für meine Lieben… ja bitte! Und bitte viel von dem Zeug!
Gerechtigkeit … ist essentiell.
Das Leben … lebt.
Ausdrucksstärke … ist was Phantastisches.
Lästige Gedanken … kann man manchmal nicht verscheuchen, wenn‘s dunkel wird und still. Holen sich immer, was ihnen zusteht.
Stöckchenalarm. Ad, Baby? Frau Heldin? Phil? Sir Park(st)er?
Düpieren möchte ich wie üblich aber niemanden. Lassen Sie das ruhig liegen, wenn Sie nicht mögen. Und heben Sie es ruhig auf, wenn schon. So wie ich. Und zwar da.
Einleitend muß ich bemerken, daß es sich bei “Freund x” (er ist einer meiner besten) um einen 30jährigen handelt. Ich werde, das ist ja kein Geheimnis, im August 32.
Freund x (versonnen): Ich könnte mir ja was mit der y anfangen…
dJ: Ja! Was spricht dagegen?
Freund x (schockiert): Sie ist so alt wie du!
In der darauf entstehenden Pause konnte ich fast körperlich spüren, wie Freund x’ Gesicht sich am anderen Ende der Leitung mit flammender Röte überzog und hörte förmlich, wie er hektisch nach einer Aussage suchte, die ihn wieder aus dem Fettnapf manövrieren könnte. Ein Fettnapf, der gar keiner war, weil ich selbst von einem herzlichen Lachanfall geschüttelt wurde. Ich wäre nämlich schon froh, wenn ich endlich einmal mein Babyface ablegen könnte und nicht immer für meine nichtexistente jüngere Schwester gehalten werden würde. Probleme mit meinem Alter hatte ich zuletzt vor etwa zwei Jahren, als ich an der Supermarktkassa gefragt wurde, ob ich denn schon 18 sei, weil ich Bier kaufte.
Es hat irgendwie ziemlich oft geregnet in diesem unnatürlich warmen Frühjahr im letzten Jahr des vorigen Jahrtausends.
Die Blätter schmatzten vor Nässe, sie waren prall und fett und grün. Was immer mich berührte, es verzauberte mich. In diesem Frühjahr ist Voodoo passiert, und du warst der Priester.
Du hast mit deinem Charisma viele ins Verderben gerissen. Sie verwechselten die Glut deiner Existenz mit unerklärlichem Charme. Wer immer dir zu nahe kam, starb den süßen Tod. Mich hast du zu deiner besten Schülerin erzogen und mir schließlich die Meisterprüfung abgenommen, als ich soweit war. Als eifriger Lehrling bin ich zu dir gekommen, oder vielmehr: du zu mir - als unerbittlicher Lehrmeister. Solche wie du werden nicht gefunden. Sie finden. Als ich dich das erste Mal sah, war ich nichts anderes als eines dieser Hühnchen, denen du am Höhepunkt der Feierlichkeiten ohne viel Federlesen die Kehle geschnitten hast, das war Usus, und das Publikum tobte. Es war ein unnatürlich warmer Tag Anfang April, ich saß in der Sonne und schaute dich neugierig und unbedarft an, meine Augen geschützt von einer dummen Sonnenbrille. Ich nahm sie ab und wagte mich ohne nachzudenken in die glühend grüne Eishölle deiner Augen. Im selben Augenblick hast du seltsamerweise etwas in mir erkannt, das mich abhob vom übrigen Federvieh. Und hast mich einfach mitgenommen. Ich war dir vom ersten Augenblick an verfallen, ich hielt es für Liebe, und ich verfiel. Rapide. Wie man halt so verfällt in einem Bootcamp. Ohne es geahnt zu haben, war ich im härtesten aller denkbaren Überlebenstrainings gelandet. Ich hielt es ganz kurz für Liebe, während ein unnatürlich warmer, weicher Regen die alten Bäume verrückt machte und dutzende Nächte ins sanfte Morgengrau zerflossen, erhellt von einer Kerze, beschallt von den Schreien der Amseln. Ich hielt das damals für die glücklichste Zeit meines Lebens.
Liebe. Deine strenge Präsenz hat nichts dergleichen geduldet. Du hast mich lächelnd mit einem Wink deiner Hand in den Staub befördert, wo ich mich in Agonie wand, weil ich nicht verstand, noch nicht, - du hast mich wie ein Streichholz gebrochen und mich lapidar wieder hochgezogen, mich hochgepeitscht, um die Übung fortzusetzen, mich verarztet, zusammengeflickt, mitten in der Nacht geweckt, um Unsinn zu machen. Showtime. Alles hatte Sinn. Es wurde Sommer. Es wurde Herbst. Es wurde Winter. Es wurde wieder Frühling und wieder Sommer. Wir waren uns manchmal so nahe, daß kein Blatt noch so dünnes Papier dazwischengepaßt hätte.
Ich lernte. Und ich war eine gute Schülerin.
Mein Körper, mein Geist, meine Seele. Alles war irgendwann geschunden und erschöpft. Irgendwann fraß ich dir tatsächlich aus der Hand und war dankbar für jede Regung, jeden ausbleibenden Schmerz, alles. Sensorische Deprivation, das war es, wonach ich mich sehnte. Du hattest meinen Willen gebrochen, und dann hast du mich wortlos um meine eigene Achse gedreht und mir das weiße Rauschen gezeigt, und ich fand ihn tatsächlich. Den Frieden hinter der Leidenschaft.
Als ich wieder zu mir kam, muß es wohl Herbst gewesen sein. Ein Herbst vor vielen Jahren. Ich schnürte meine Siebensachen und ging. Größer als zuvor. Ruhig, vollkommen ruhig. Ich hatte meine Prüfung absolviert, seit dieser Zeit bin ich wie du.
Heute reden wir auf Augenhöhe.
Wenn wir uns heute sehen, reden wir nicht von diesem verrückten Frühling oder von den Dingen, die in all den Monaten und Jahren danach passierten. Wir sind vom selben Planeten, du und ich, und da ist etwas wie ironische Distanz, die uns vor den Höllenfeuern dieser Zeit rettet, uns aber immer zusammenzieht zu sowas wie Geschwistern. Ich merke, wie du wieder unruhig wirst, weil etwas in dir nach einem neuen Schüler sucht. Und ich lache leise in mein Bier, und wenn ich zum letzten Bus der Nacht schlendere und den süßen Duft der Frühlingsnacht rieche, denke ich manchmal an diesen verrückten und viel zu warmen Frühling des letzten Jahrtausends. Eine Zeit, die ich lang für die glücklichste meines Lebens hielt.
Heute bin ich klüger. Und halte dir die Daumen.
Bruder.
Und ich sage das nicht ohne Stolz.
[Soundtrack: Jill Scott|Love Rain (live)]
Der Rationalstürmer hat ja eine manchmal durchaus abgründige Art des Humors. Zum Beispiel hinterläßt er Kommentare zu Witzen, wo man sich als Erzählerin dann nicht ganz sicher ist, ob er das jetzt jetzt wirklich zum Schreien komisch gefunden oder einem zweng der Seichtheit eine übergebraten hat. Ja, und als Belohnung oder aber auch Strafe gibt es dann postwendend den seltsamsten Stock, der mir je unter die Augen gekommen ist. Den hat er mir in die Hand gedrückt. Ich weiß zwar nicht so recht, was ich damit tun soll, aber ich bin ein pflichtbewußter Mensch.
Was war Deine erste “echte†PC-Hardware?
So, weil da fängt das Dilemma ja schon an. Entschuldigung, könnten Sie die Frage bitte so formulieren, daß ich sie auch verstehe? Was ist den unechte PC-Hardware? Der Taschenrechner von Texas Instruments, den ich ab der Unterstufe am Gym brauchte? Meine erste PC-Hardware, gesponsert von Popvatern, war jedenfalls ein PC-Set um damals stolze 20.000 Schilling, wenn ich mich recht erinnere. Im 96er-Jahr muß das gewesen sein. Es bestand aus Rechner, Bildschirm (15 Zoll) und Peripheriegeräten (Maus, Tastatur). Der Rechner hatte ein Diskettenlaufwerk, und einen Drucker gab’s als Draufgabe. Ich habe damit Arbeiten für die Uni geschrieben, das hatte ich zuvor auf meiner Schreibmaschine erledigt. Und stieg nach 7 oder 8 vollgeschriebenen A5-Heften, kariert, dann auch tagebuchtechnisch auf den PC um. Da ich (heute muß ich sagen: glücklicherweise) in der Schule mit dem Fach Maschinschreiben traktiert wurde, konnte ich auf meiner erweiterten Schreibmaschine, wie ich das Ding nannte, nun auch meine Tippkenntnisse zur Anwendung bringen - und merkte rasch, wieviel Spaß mir das Geschichtenschreiben plötzlich machte, weil ich bald so schnell tippen wie sätzeausdenken konnte. Aus dieser Zeit existieren viele Kurzgeschichten und drei, äh, Romananfänge.
Deine erste Anwendung, welche Du benutzt hast?
Word. Lange auch die einzige.
Dein erstes Spiel?
Ah, wie hieß dieses ganz simple Spiel, wo man eine ganz simple Schlange durch ein ganz simple Labyrinth-Grafik manövrieren und Sachen fressen lassen mußte, wobei man nicht an die Wände titschen durfte und die Schlange immer länger und schneller wurde…? Äh, oder nein, genau, das war ein Handy-Spiel, glaub ich. Snake, jawoll! Öh, also… ich bin ja nicht so die Spielernatur. Das erste und einzige Spiel, das ich auf dem PC gespielt hab, war Civilization. Civ II (und nur das) spiele ich jetzt noch bisweilen, und es hat nichts von seiner Faszination eingebüßt, da kann ich Nächte damit verbringen. Aber ansonsten bin ich völlig resistent gegen sowas. (Hej… ich hab ja schon lang nimmer… ui, der Abend ist noch jung… jaaaa…)
Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?
Spaß? Ist das ein Scherz? Angst hatte ich! Nackte Angst hatte ich vor diesem unheimlichen Monstrum, das ich im Verdacht hatte, meine Seele zu klauen, sobald ich kurz einmal nicht auf der Hut war. Mein Gott, ich war die blutigste Anfängerin und der schrecklichste DAU, den man sich vorstellen kann! Ich glaube, ich habe schon panisch um Hilfe geschrien, wenn ich in Word ein Wort fett markieren wollte. Hat sich mit den Jahren allerdings schon stark gebessert. ;)
Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter?
Online bin ich, man glaubt es kaum, erst seit dem Frühjahr 2000. Ich wohnte damals mit meinem Exfreund zusammen, und irgendwann beschlossen wir, daß so ein neumodisches Internet in einen aufgeschlossenen Haushalt gehört. Das war damals schon richtig schnell und Flatrate, aber das Modem arbeitete ca. so zuverlässig wie ein Alzheimerpatient in weit fortgeschrittenem Stadium, der damit beauftragt wird, den wöchentlichen Einkauf für eine Großfamilie zu erledigen. Ohne Einkaufsliste. Ich erinnere mich an viele Stunden kontemplativer Modembeobachtung und traulicher Gespräche mit Menschen im Callcenter, die ich über den jeweiligen Blink-Modus des Geräts unterrichtete. Dann, mit dem Umzug in meine jetzige Wohnung, hatte ich lange Zeit ein Analog-Modem. Eine Ode an die Langsamkeit. Bis ich Ende 2004 wieder richtig online ging. Und neuerdings, dank erstaunlicher Strategie meines Anbieters, der immer derselbe war, ganz ohne Traffic-Limit zum selben Tarif wie zu 1 GB-Limit-Zeiten. Danke, Ute mit a.
Und weil das so ein richtig wirklich komischer Stock ist und ich aus purer Feigheit sowieso der Stöckchenfriedhof bin, wage ich es dieses Mal schon gar nicht, dieses Wurfgerät weiterzubefördern. Ich lege es gaaaaanz langsam und gaaaaaaaaaanz vorsichtig vor mich auf den Boden. Und mache einen freundlichen Gesichtsausdruck. Und entferne mich im Rückwärtsgang, ohne hektische Bewegungen zu machen. Und dann… renne ich um mein Leben.
dieJulia.net läuft mit WordPress 2. © 2004 – 2008 Julia Atzmanstorfer.
Layout von The Flow, basierend auf YAML und K2.
Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS).
Valides XHTML und CSS.
27 Abfragen. 2.731 Sekunden.