Archiv für die Kategorie '…Revelations'

Worte statt Torte

Ich denke, ich mach das einfach einmal ganz kurz und unprätentiös und sage hiermit: Guten Tag, ich bin wieder da – die letzten Monate waren anstrengend, bisweilen hart an der Grenze zu zu anstrengend; man funktioniert grad halt so und fühlt sich am Ende des Tages ausgwrungen wie ein Wettex, unter der Woche ist gleich unter den Rädern, und am Wochenende dann das Schlafdefizit ausgleichen und ein bißchen an die frische Luft und -peng- schon wieder Montag und das ganze von vorn, und ich, die ich mich nienienie einem solchen System unterwerfen wollte, tat das schließlich eben doch, das fing so harmlos an und hatte mich plötzlich, ihr werdet alle assimiliert werden und wartet, euch erwischt’s auch noch; aber der Mensch ist ein anpassungsfähiges Tier, und mit der Wiederholung kommt Routine kommt Hornhaut kommt neue Energie kommt neuer Mut kommt neuer Gusto zum Bloggen und weil, ich weiß, das ist kein Satz, das ist ein Unding – und weil so ca. das einzige, was mir an geistigen (geistigen!) Frohlocknissen in letzter Zeit noch blieb, das trotz allem ununterbrochene Lesen von Büchern war, fang ich am besten mit einem kleinen, großen Bücherdings an, zuerst gesehen bei Ramses – 31 Tage, 31 Bücher: ein guter Wiedereinstieg, wie mir scheint. Demnächst also in diesem Theater (ohne Gewähr, aber ich bin voll motiviert):

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/diener Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht verfilmt???
Tag 31 – Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast

Wortfindungsstörfall

“Weißt du eigentlich, was die Lieblingskatze von Schwarz… äh… die Lieblingsfarbe von Blau ist?”

(Dabei wollte ich eigentlich fragen: “Weißt du eigentlich, daß die Lieblingsfarbe von Katzen angeblich Blau ist?”
Ein weiterer Beweis dafür, daß der Mensch vor dem ersten Kaffee ein wandelndes Desaster ist.)

Glück ist:

Am ersten Tag eines langen Wochenendes so lange schlafen, bis ich von selber munter werde
Eine Kanne Frühstückskaffee mittags in der sonnendurchfluteten Wohnung
Die Vase mit den Tulpen auf dem Wohnzimmertisch
Die Amsel, die vorm Fenster über den nahenden Frühling referiert
Eingekuschelt in frisch überzogene Bettwäsche dem Wolkenbruch zuhören, der aufs Dach trommelt
Der Südsturm, der über Nacht den Frühling bringt
Der partiell adoptierte Kater, der auf Samtpfoten auf dem Fußende des Bettes landet, sich zusammenrollt und ganz haltlos zu schnurren beginnt
Die perfekte Topfentorte frisch aus dem Backrohr
Der Duft von frisch gemähtem Gras – und der Klang des ersten Rasenmähers in der warmen Jahreszeit
Der erste Badetag im Jahr
Die Luft vor einem Sommergewitter
Das Zirpen der Grillen durch die geöffneten Fenster
Durch ein unberührtes Schneefeld rennen
Der Schmetterling, der auf der ausgestreckten Hand landet
Die Sonne, wenn sie kurz vor dem Aufgehen die Bergspitzen in diesen unglaublich delikaten Rosa-Gold-Orange-Schimmer taucht
Das druckfrische Buch des Lieblingsautors
Die letzten träg-munteren Arbeitsstunden vor dem zweiwöchigen Urlaub
Der Schneesturm draußen vor dem Fenster, wenn man nicht mehr raus muß
Der Sommerregen, der aufs Dachfenster prasselt, während man mit einem guten Buch in der Badewanne liegt
Das einsame Dahinfahren auf Autobahnen in Sommernächten
Mit Lieblingsmusik im Ohr in der Sonne liegen
Der Geruch von warmen Steinen
Sich an einem heißen Sommertag fernab des Trubels im warmen Wasser treiben lassen
Den Mann anschauen und unmittelbar feststellen, wie verliebt ich in ihn bin

(Liste ließe sich noch stark erweitern…)
(Weil die liebe Frau Katzenklappe gefragt hat)

Alle Jahre wieder II

Wie schon im Jahr zuvor: ein Resumee in Form des Altjahresstöckchen-Dingens

1. Zugenommen oder abgenommen?
unterm Strich weder-noch (erst eher unbewußt ab, dann aufgrund der Tatsache, daß ich jetzt ein kuchenbackfähiges Backrohr habe, wieder zu).

2. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Im März 2009 trennte ich mich von ca. einem halben Meter fadenförmigen Keratinins. Im übrigen auch grauer. Und, danke, Chemie: nach längerer Färbeabsenz wieder schwärzer.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich habe aber sowas von absolut keine Ahnung. Wahrscheinlich also komplett normalsichtig.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Verdient: Bis Mai gar nix. Dann wenig. Ab Juli dann das höchste regelmäßige Gehalt meiner Vita, allerdings…

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
… sind auch die Lebenserhaltungskosten einigermaßen gestiegen. Mehr.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Wesentlich mehr. Was sich in der Kurzversion anhört wie ein gemütliches “naja, neuer Lebensmittelpunkt, neuer Job, neue Wohnung, nix Aufregendes” ist in Wahrheit doch die tiefgreifendste Veränderung seit ich 20 war und zum Studium nach Wien übersiedelte. 2009 nahm ich Gustavs Aufforderung “verlaß die Stadt” wörtlich und zog samt Herzensmensch von Bundeshaupt-Wien nach Weltkulturerbe-Goisern und somit dahin, wo ich aufgewachsen bin und von wo ich seinerzeit ausgebrochen war. Mit der – betontermaßen notwendigen – Distanz von dreizehneinhalb Jahren die beste Entscheidung der letzten Jahre. Ich fühl mich hier pudelwohl, auch wenn’s kinotechnisch die dunkle Seite des Mondes bedeutet und mit in der Mittagspause Sushi/Pizza/Chinesisch ordern oder Sonntags schnell zum Türken ums Eck einkaufen Essig ist.

7. Der hirnrissigste Plan?
An einem Freitag um sechs Uhr früh aufstehen, bis Zwölf arbeiten, sodann ins Auto setzen, bei 33 Grad im Schatten ca. vier Stunden nach Wien fahren, bis ca. fünf Uhr früh Wohnung entrümpeln und putzen, sodann ins Auto setzen und bei wetterumschwungsbedingt aufkommendem Sturm mit von völliger Übermüdung bedingten leichten Aussetztern ca. vier Stunden wieder zurückfahren. Uns zwei Zombies hätte einer filmen müssen.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Beim Versuch, meinen recht großzügig dimensionierten und sehr stabilen Schreibtisch in Abwesendheit des Mannes selbst zusammenzubauen, hätte ich beinah meinen kleinen Finger auf dem Altar der weiblichen Selbstbehauptung geopfert, will sagen: der wurde richtig bös gequetscht. Ich bin nicht sonderlich wehleidig, aber das…

9. Der beste Sex?
Ich weiß, ich war ja dabei. :)

10. Die teuerste Anschaffung?
Wohnung. Kaution, Ablöse. Wäre uns nicht möglich gewesen, wenn nicht mein Dad rasch, ohne Tamtam und bedingungslos eingesprungen wäre. Muß man auch einmal sagen, und zwar laut und deutlich. Danke für das alles und noch viel mehr, Papa!

11. Das leckerste Essen?
Seit ich mich wieder vermehrt im kulinarischen Einflußbereich meiner Mum bewege: dauernd.

12. Das beeindruckendste Buch?
Puh. 2009 verbrachte ich literarisch gesehen vorwiegend mit dem Aufwärmen alter Liebschaften. Lobo Antunes, Murakami, der eine oder andere Boyle, ein paar Irvings, ein paar Tom Robbins, die altbekannten Dystopien von 1984 bis Schöne Neue Welt. Eins der großartigsten neu entdeckten war Ian McEwan: Abbitte, gefunden in der Blockhütte, die uns in der Zeit des Hierherziehens als Asyl diente.

13. Der ergreifendste Film?
Mit Kino war nix dieses Jahr, aber die DVD-Sammlung ist beträchtlich gewachsen. Phantastisch genial fand ich “I’m not there”.

14. Die beste CD?
Das Album, das mich (heavy-rotationbedingt uns und die Nachbarn *hust*) über den Sommer begleitete und die Aufbruchstimmung perfekt akustisch in Szene setzte, war Peter Fox/Stadtaffe (alles glänzt so schön neu…). In der zweiten Jahreshälfte wars für mich dann das wohl unglaublichste Album des Jahres, sophia i/i.

15. Das schönste Konzert?
Ups. Das ist wohl auch heuer ziemlich durch den Rost gefallen, das mit den Konzerten.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Richtig viel arbeiten und als Quereinsteigerin in einem völlig fremden Terrain richtig viel beigebracht bekommen.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Das war dann 2009 wohl eher Luftholen in den kurzen Pausen zwischen dem richtig viel arbeiten und dem Aus- und Einziehen. Wird sich aber bald stark bessern – ich prognostiziere einen starken Routineanstieg ab 2010.

18. Vorherrschendes Gefühl 2009?
Streß, Zähne zusammenbeißen, aber auch wissen, wofür und warum.

19. 2009 zum ersten Mal getan?
In einem ganz kurzen jobtechnischen Interludium, bedingt durch wirklich hochnotpeinliche monetäre Engpässe: Big Mac hergestellt und Cheeseburger verkauft. Auf dem eigenen Balkon Blumen gepflanzt. In der eigenen Badewanne gebadet. Pfefferoni eingelegt.

20. 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Gemeinsam mit den Besten Eltern der Welt Holz abgeschnitten. Kuchen gebacken. Marmelade gekocht.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Paßt schon so. Kommt, wie’s kommt und hat alles seinen Sinn. Auch das Burger-Verkaufen (auf das ich aber zugegebenermaßen schon hätte verzichten können, weil der Ruf, den diese Jobs haben, nicht von ungefähr kommt.)

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da hab ich jetzt lang gekramt in sämtlichen Gehirnwindungen, aber… Fehlanzeige.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Marmelade, selbstgekocht. :)

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich hab mir gerade kürzlich “Down by Law” selbst geschenkt. Den wollte ich schon seit Jahren in meinen Besitz bringen.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Frau dieJulia, wir haben uns für Sie entschieden (Job). Frau dieJulia und Herr Ad, wenn Sie möchten, können Sie morgen den Vertrag unterschreiben (Wohnung).

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Hej – dann bist du jetzt wohl ein waschechter Hauptwohnsitz-Goiserer, Baby.

27. 2009 war mit einem Wort …?
Ereignisgesättigt. Kräfteraubend. Aufregend. Stressig. Chaotisch. Vorbeirasend.

Veränderung.

Aus Lust und Laune: Altjahresstöckchen-Dings

Zugenommen oder abgenommen? Weder-noch.
Haare länger oder kürzer? Länger.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ophtalmologisch gesehen (…) keins von beiden, glaub ich mal.
Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger.
Der hirnrissigste Plan? Gab es keinen. Höchstens Planlosigkeit, aber es wird.
Die gefährlichste Unternehmung? Tun, dann denken. Ist nicht immer so gut.
Der beste Sex? Mhm.
Die teuerste Anschaffung? Auf nächstes Jahr verschoben.
Das leckerste Essen? Schafkäse, gefüllte Weinblätter, Paradeiser, Paprika, Oliven, Tarama, Tsatsiki und frisches Fladenbrot vom Naschmarkt an einem Sommernachmittag.
Das beeindruckenste Buch? Puh. Als Vielleserin… Murakamis “Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt” hat mich als Neuzugang sehrstens angesprochen.
Der ergreifendste Film? Die Fälscher. Ich war aber auch nicht wirklich viel im Kino.
Die beste CD? Unmöglich zu beantworten.
Das schönste Konzert? Konzerttechnisch war das nicht mein fettestes Jahr, aber hej – 2009, ich komme!
Die meiste Zeit verbracht mit…? Lesen, Lachen, Lieben, Leben.
Die schönste Zeit verbracht mit…? Meinem Liebsten.
Vorherrschendes Gefühl 2008? Alles kann, alles darf, nichts muß. Dankbarkeit.
2008 zum ersten Mal getan? Vanillekipferln gebacken.
2008 nach langer Zeit wieder getan? Civilization und Federball gespielt.
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Kassenzahnarzt- und andere Wartezimmer, phasenweise Schlaflosigkeit.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Was immer auch passiert, wir packen das.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Bedingungslosigkeit.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Vertrauen, Liebe natürlich, Sicherheit.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? “Wir packen das”.
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? Hmmm. “Der Kaffee ist fertig”? :)
2008 war mit 1 Wort…? Übergangslastig.

via f

Antwortstunde

Was Sie vielleicht immer schon über dieJulia wissen wollten, sich aber nie (bzw. bis vor kurzem nicht) zu fragen trauten – am Montag gab’s die Fragestunde, hier sind nun die Antworten.

Hast Du Piercings im Intimbereich? Wenn ja, welche?
Es ist ein bißchen – auf der anderen Seite aber auch wieder überhaupt nicht – überraschend, daß es gleich am Anfang so unverblümt unter die Gürtellinie ging, aber bitteschön: Nein – ich habe überhaupt keine Piercings. Der Idee des Tätowierenlassens kann ich viel abgewinnen (und ich habe mir sehnlichst gewünscht, daß man mir zum Dreißiger ein Tattoo schenkt, allerdings vermutlich nicht wild genug mit dem Zaunpfahl gewedelt), aber Piercen ist mir zu brutal irgendwie und sieht für meinen Geschmack dann doch auch zu hart aus. Ausnahme: ein kleines Schmucksteinchen im Nasenflügel. Hätte ich nicht so das leise Gefühl, daß mein Körper sich dagegen zur Wehr setzt, würde ich sowas glatt tragen wollen.

hatten sie mal ein wirklich schreckliches date? wie schlimm wars?
Ich glaube, ich hatte in meinem Leben mehrere sehr schräge Dates, aber das war ja nicht die Frage… schlimm waren nur die, bei denen ich mich nachgerade tödlich langweilte und aus Höflichkeit eine halbe Stunde oder so hinter mich brachte, ehe ich mich freundlich verabschiedete und nie wieder abhob, wenn das Date in der Folge anrief. Ich habe aus diesem Grund sogar schon einmal die Telefonnummer gewechselt.

was ist in derJulias leben romantisch bzw. was war ihr romantischster augenblick?
In meinem Leben gibt es ziemlich viel Romantik, denke ich. Zettelbotschaften mit Liebeserklärungen, Überraschungslieferungen (Sandwiches, ein Körbchen Kirschen,…) ins Büro, kleine und große Aufmerksamkeiten, und ja: Blumen. Der romantischste Augenblick… hm. Einer der romantischsten Augenblicke meines Lebens fand am Flughafen statt, als ich nach Monaten der Sehnsucht meiner großen Liebe zum ersten Mal in die Arme fiel.

wenn sie einen tag tun könnten was sie wollen ohne irgendwelche konsequenzen fürchten zu müssen: was würden sie anstellen?
Zunächst einmal ohne Wecker ausschlafen und unentschuldigt nicht zur Arbeit kommen. Dann würde ich ein paar sehr höfliche Banküberfälle machen und mich bei allen Obdachlosen, denen ich keinen Augustin abgekauft habe, entschuldigen, indem ich ihnen eine kleine Entschädigung in Form eines größeren Geldbetrages überreiche. In der Folge würde ich mir einen Hummer, äh, ausborgen, damit eine Spritztour unternehmen und währenddessen (bis zur Stadgrenze) ohne Freisprecheinrichtung ein paar Leute anrufen, um ihnen zu sagen, was ich von ihnen halte. Auf der Autobahn würde ich mich keinen Deut um Geschwindigkeitsbeschränkungen scheren und auf wahnsinniger Lautstärke Muse hören. Absolution vermutlich. Abends ginge ich dann nackt in der Alten Donau schwimmen, und bevor der Tag vorbei wäre, würde ich noch durch die Parks der Stadt ziehen und mir einen riesigen Blumenstrauß pflücken.

was denken sie als erstes und letztes am tag?
Mein letzter Gedanke vorm Einschlafen ist meistens so das klare Bewußtsein, am richtigen Platz zu sein, verbunden mit einem ausgeprägten Wohlgefühl. Mein erster Gedanke beim Aufwachen hängt oft noch am gerade geträumten Traum, kann sich aber auch schon in Richtung der geplanten Aktivitäten des jeweiligen Tages drehen.

ich hatte bisher irgendwie den eindruck sie sind so ganz und gar nicht tussihaft: sind sies doch – ein bisschen?
Das ist eine schwierige Frage, weil Tussihaftigkeit am Ende ja eine Frage der Definition ist. Klassisch Tussihaftes hab ich wohl tatsächlich nichts an mir; dazu bin ich zu pragmatisch, ironisch und desinteressiert an Äußerlichkeiten – wiewohl echte Schönheit mich natürlich – verstärkt durch meine Leidenschaft zur Fotografie – sehr anspricht. Mich interessieren aber jedenfalls keine Frauenmagazine, Fetzchen, Schühchen oder Klünkerchen, und Leuten, die sich mit sowas ernsthaft befassen, unterstelle ich (wenn auch vielleicht zu Unrecht) Hohlköpfigkeit. Für Lokale mit Türsteher bzw. deren Klientel habe ich nichts außer Spott und Hohn übrig, Veranstaltungen, die “Abendgarderobe” vorschreiben, besuche ich aus Prinzip nicht, und das Gehabe der sich durch gekaufte Äußerlichkeiten sehr elitär fühlenden Bussi-Bussi-Menschen (billige Leute, die teuer ausschauen) erinnert mich an rotärschige Pavianrudel, mit denen ich nichts zu tun haben will.

sind sie gerade glücklich? warum?
Es ist nicht so, daß mir tagtäglich die Sonne aus dem Arsch scheint; die Tagesverfassung variiert ja, und sicher hat man bisweilen Kaputtschlaglaune oder kurzfristige Befindlichkeitsunebenheiten. Aber grundsätzlich bin ich glücklich, und zwar sehr. Jemand hat einmal geschrieben, daß es kein richtiges Leben im Falschen gibt, und ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn das Leben kratzt und zwickt wie ein zu kleiner Pullover, den man nicht ausziehen kann. Inzwischen ist es aber umgekehrt. Ich führe das richtige Leben im Richtigen. Und dessen bin ich mir sogar sehr bewußt.

ist ihnen ehrlichkeit wichtig? auch, wenn sie wissen, dass es ihnen ohne vieles wissen besser ginge?
Ehrlichkeit ist in den essentiellen Dingen das Wichtigste überhaupt. Klar weiß ich, daß kleine Lügen der soziale Kitt sind, klar sage ich nicht jedem ins Gesicht, was ich wirklich von ihm halte bzw. vermeide ich Ehrlichkeit dort, wo ich andere unnötig verletzen könnte, und klar erfinde ich manchmal sozial verträgliche Ausreden, wenn ich für etwas oder jemanden keine Zeit habe; ganz zu schweigen von Causen wie Verschlafen und zu spät ins Büro kommen. Aber in den Bereichen, in denen es an die Substanz geht, gerade in einer Partnerschaft, ist ohne Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit alles nichts.

Was zieht sich die Julia, wenn sie nach Hause kommt neben Jacke, Mantel, Schal und so zuerst aus? Schuhe, Strümpfe, BH? oder was?
My Home is my Castle, und in letzterem bin ich privat und auf Wohlfühlen programmiert. Deshalb reiß ich mir tatsächlich die Kleider vom Leib, sobald ich die Wohnungstür hinter mir zugemacht habe, und zieh mir erstmal Wohlfühl-T-Shirt und Wohlfühl-Schlabberhose an, um wieder Mensch zu sein; wenn’s eine Hitzewelle hat, bleib ich nackig. ;)

was machen sie gegen schlechte laune?
Wild herumfauchen, brüllelaut Lieblingsmusik hören und hoffen, daß sie mich auf andere Gedanken bringt (mit Albin Janoskas “Le Grand Baheux” geht das zum Beispiel fast immer), irgendwas Stupides tun (Wohnung aufräumen,…), wenn’s auf dem Weg zur Arbeit passiert, lege ich (natürlich beohrstöpselt) größere Strecken zu Fuß zurück.

was hat dieJulia zum bloggen gebracht?
2003, also relativ spät, wurde ich erstmals auf das Medium “Blog” aufmerksam, weil ein (durchaus etwas nerdig zu nennender) Freund bloggte. Da er sehr gewandt im Umgang mit der Sprache ist und voller schräger Ideen steckt, war ich schlagartig begeistert. Anfang 2004 schenkte mir ein bester guter Freund dann mein virtuelles Wohnzimmer mit eigener Domain und allem Drum und Dran, das ich seither mit großem Spaß an der Freud’ bewohne.

und wo hat die Julia ihren ersten kuß bekommen?
Mein erster Kuß war wohl so unspektakulär, daß ich ganz offengestanden vergessen habe, von wem, wann und wo ich ihn bekommen habe.

wohin läßt sich dieJulia am liebsten küssen?
Der Hals ist eine ganz speziell gute Gegend für Küsse. Und die Augenlider. Und natürlich die Lippen.

sind sie sie eher die romantische blümchensextante oder die wilde ungezügelte?
Beides, glaube ich. Ich mag ja auch nicht jeden Tag Schnitzel oder Kohlsuppe; manchmal muß es ein deftiger Braten sein, manchmal ein simples frisches Stück Brot mit Butter und Käse, manchmal was Süßes. Von meiner Neigung her bin ich ein neugieriges Tier und setze mir, was Genüsse betrifft, keine Grenzen, weil Sex und Essen ja zum Glück so unendlich varianten- wie facettenreich sind und ich an dem großartigen Buffet, das die Götter da aufgebaut haben, ganz sicher keine von anstandsdamenhafter Scham diktierte Zurückhaltung kenne.

laut oder leise?
Leise. Ich bemühe mich zumindest. ;)

sex oder seelenfrieden?
Ohne Sex kein Seelenfrieden. Ganz eindeutig.

wo würden sie ganz gern mal bepaart werden?
Der Phantasie sind ja wie gesagt keine Grenzen gesetzt… und da ich nun einmal keine libidinöse Trauerweide bin, komme ich an nicht wenigen Orten auf solche Gedanken. Ob das nun das klassische Kornfeld, der duftende Waldboden, der nächtliche Strand oder die einsame Berghütte ist – zu Schandtaten bin ich so gut wie immer bereit. Nur Zuschauer brauche ich keine.

und: wie war ihr erstes mal?
Verwirrend, aufwühlend, auf eine Art enttäuschend (“und das soll diese große Sache sein, auf die ich immer so neugierig war?”), stressig (es war für uns beide das erste Mal, ich hatte panische Angst, schwanger zu werden), ungeschickt, unentspannt, irgendwie auch unangenehm – eine denkbar kurze und komische Initiation. Ein Wunder eigentlich, daß ich’s nicht dabei bewenden ließ. Aber der Körper hat, glaub ich, seine eigene Intelligenz und wußte, daß das noch sehr, sehr interessant werden würde. ;)

Und jetzt die wirklich schwierige Frage ;) – Was sind Deine 3 Lieblingssongs?
Die in der Tat mit Abstand schwierigste Frage. Musik spielt in meinem Leben von Kindesbeinen an eine genauso wichtige Rolle wie Lesen, da ich das riesengroße Glück hatte, in einem Elternhaus aufzuwachsen, in dem beides an der Tagesordnung stand und auf eine Art und Weise gefördert wurde, daß ich in eine wohl lebenslange Musik- und Buchabhängigkeit geriet. Eine der ältesten Lieblingsnummern ist für mich daher neben verschiedenen Tearjerkern aus der Swing-Ära wahrscheinlich Gershwins “Summertime”, eine der genialsten Rocknummern “Baby Love” (Mother’s Finest) und einer der am meisten geliebten und bestaunten Songs neueren Datums “Big Balloon” von Beady Belle.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe für oben herum? Jacke, Pullover, Bluse, T-Shirt etc.
Schwarz-wie-die-Nacht-Schwarz.

Wie häufig haben Sie Lust, sich Schuhe zu kaufen.
Eher selten. Weil ich weiß, wie lange es dauert, sie so einzulaufen, daß ich mich damit wohl fühle und nicht blute, wenn ich länger damit unterwegs bin. Aus diesem Grund greife ich auch vorwiegend auf meine geliebten Turnschuhe (aka Sneakers) zurück, die ich dann bis zum völligen Verschleiß trage.

Warum haben Sie den Herrn Ad genommen? :D (warum haben sie den herrn ad genommen, wenn der herr pulsiv doch viel besser ist? :P)
Warum fließt Wasser nach unten? Warum scheint die Sonne? Warum schnurren Katzen? Warum gibt es die Sterne? Warum lächeln wir? Warum weinen wir? Warum haben wir ein Bewußtsein? Was denkt uns? – Ich weiß es nicht. Ich kann nicht einmal sagen, daß es Liebe auf den ersten Blick war, weil wir uns ja noch nicht einmal von Angesicht zu Angesicht kennengelernt hatten, als wir uns ineinander verliebten, was vielleicht die verrückteste Geschichte in meinem ganzen Leben ist, aber es war tatsächlich so, daß ich wußte, “er ist es”. Es war ein Wissen, eine Antwort auf eine Frage, die ich nicht gestellt hatte, die wie eine unumstößliche Tatsache mehr in meinem Unterbewußtsein als in meinem Bewußtsein aufging wie eine Sonne; etwas, von dem ich felsenfest überzeugt bin und von dem ich gleichzeitig nicht überzeugt sein muß, weil es einfach in mir ist; wie die Kraft, die einen Fluß dazu bewegt, seinem Meer entgegenzustreben. Und so ist es bis heute. :)

was wären ihre worte, wenn man sie beim fremdgehen erwischen würde?
Die Sache ist die, daß Fremdgehen keine Option ist. Die Idee existiert für mich ganz einfach nicht, nicht, weil ich plötzlich zum keuschen Engel mutiert wäre, sondern weil mir jegliches Interesse an Fremd-Körpern fehlt. Man sagt, daß alles, was denkbar ist, machbar sei. Fremdgehen ist für mich nicht einmal denkbar.

Wenn Sie als Musikinstrument reinkarniert werden, was für welches wärn’s denn gern?
Ein Akkordeon in den Händen eines Meisters. Kein Instrument kann gleichzeitig so fremd, so daheim, so wild, so sanft, so komisch, so schön, so laut, so leise, so melancholisch, so erheiternd, so todtraurig und so furios lebenslustig klingen.

welche ihrer brüste ist die größere?
Nojo, die linke isses nicht, also wird’s wohl die rechte sein.

wenn sie sich eine übernatürliche fähigkeit aussuchen könnten… welche wäre es, und warum?
Fliegen, so wie ich in ganz, ganz seltenen Träumen fliegen kann. Weil das Glück, das ich dabei empfinde, überwältigend ist.

ist das flugfeld glatt oder gibts ne einflugschneise?
Die Terminologie irritiert mich zwar ein bißchen, aber ich glaube, mit “Einflugschneise” die richtige Antwort zu geben. :)

Nicht Fisch, nicht Fleisch

… es ist ein Twitter. (Siehe auch: Wie man beim Zeitverscheißen Zeit sparen kann.)

Wartet nur, Euch erwischt’s auch noch!

Mercy dispence

Als des Englischen noch weitestgehend unkundiges älteres Kind hörte ich öfter eine sehr bekannte Janis Joplin-Nummer im Radio und kam nach ausführlicher Fachlektüre, die damals aus einem im elterlichen Haushalt lagernden Fremdwörterlexikon mit angeschlossenem Englisch-Deutsch/Deutsch-Englisch-Teil bestand, zum Schluß, “Mercedes Benz” müsse eine Art Kirchenlied sein, in dem es sich um die flehentliche Bitte einer jungen Frau um eine “Gnaden-Dispens” (“mörseii dispens“) dreht.

“Oh Lord won’t you buy me a mercy dispence
My friends all drive porsches, I must make a man”
verstand ich damals.

“Klarer Fall”, folgerte ich, und war stolz auf meine interpretatorischen Qualitäten. “Das ist ein tragisches Liebeslied und Religionsunterrichtslehrbeispiel dafür, daß nicht sein kann, was nicht sein darf!” Weil daß eine Cousine ihren Cousin nicht heiraten darf, ohne vorher zum Papst oder Bischof (so sicher war ich mir da nicht) gepilgert zu sein, das wußte ich schon, und ohne jeden Zweifel ging es hier um eine unerlaubte Liebesheirat zwischen zwei durch ihre Konsanguinität benachteiligten Personen – und einen ausgeprägten Kinderwunsch. Anders konnte ich mir nämlich die Sache mit “meine Freunde fahren alle Porsche, ich möchte einen Mann machen” nicht erklären.

Daß es sich um ein katholisches Kirchenlied handeln müsse, erklärte sich mir auch aus dem Zusammenhang zwischen “Oh Lord won’t you buy me” und “a mercy dispence”. “Aha, Ablaßhandel auch noch”, dachte das von einer in ihrer Komplexität derart umwerfenden Geschichte in einer Pop-Nummer schwer irritierte Kind, und kratzte sich am Kopf. “Wenn sie ihren Cousin heiraten und ein Kind von ihm will, wieso fragt sie dann aber Gott, ob er ihr durch den Kauf einer, wie heißt das noch einmal gleich… Dispens die Heirat ermöglichen könnte? Wäre es nicht einfacher, selber zum Papst/Bischof zu fahren? Wendet sie sich klagend an den Lord, weil es eh aussichtslos ist, die katholischen Oberhäupter zu konsultieren? Aber wieso sollte Gott ihr eine Dispens kaufen? Könnte er die Heirat nicht einfach so erlauben, ohne den ganzen kirchlichen Papierkram?”

Diese ganzen Fragen, vermischt mit dem schummrigen Thema der Cousinenheirat und der noch viel schummrigeren Sache mit “I must make a man”, wälzte ich, bis ich irgendwann Jahre später beim sonntäglichen Mittagessen, als die Nummer im Radio kam, blitzartig kapierte, daß es sich bei “mercy dispence” um nichts anderes als einen Mercedes Benz handelt. Dann machte nämlich auch das “my friends all drive porsches” Sinn, das ich immer so in Richtung “ich will Mann und Kind, während meine dämlichen Freunde mit großen Autos protzen müssen” gedeutet hatte…

Völlig unwichtig

Der Lichtträger und Nessy erkundigten sich (der eine vor längerer, die andere vor kurzer Zeit) nach “unwichtigen Dingen/Gewohnheiten/Macken” von dJ, sechs an der Zahl. Nun denn. Weil es hier die Tage eh schon wieder ein bißchen flautös zugeht: Bitteschön.

[eins] Ich vertraue der reinigenden Kraft von handelsüblichen Geschirrspülern nur ungern (was ein Euphemismus ist, denn in Wahrheit gestehe ich ihnen allenfalls optische Effekte zu) und wasche daher meine Gläser und Tassen in der Firmenküche immer mit brühheißem Wasser aus, bevor ich sie benütze. In Restaurationsbetrieben bin ich dahingehend allerdings total entspannt. Sind ja auch Industriespüler, die da zugange sind. Und zu Hause spüle ich manuell.

[zwei] Ich mag es nicht, wenn mir fremde Menschen zu nahe kommen, wo genug Platz ist. Und es gibt sie, die Exemplare, die sich in einer fast leeren U-Bahn-Station nur einen knappen Meter von mir entfernt hinstellen, sodaß ich fauchend das Weite suche und mich unter anhaltendem Hervorschleudern tödlicher Blicke meinerseits in angemessenen drei Metern Abstand positioniere. Angesichts dieser Form des anscheinend in der Natur des Menschen liegenden Herden- und Fremdkuscheltriebes zweifle ich gelegentlich meine terrestrische Abstammung an. Und bin froh, daß ich kein Japaner geworden bin.

[drei] Ich hole meine Haustürschlüssel schon ca. 500 Meter vor meiner Wohnung aus der Tasche, obwohl mir die Sinnlosigkeit dieses Handelns völlig bewußt ist. Ich könnte ja ebenso gut direkt an der Haustür danach kramen, aber das käme mir vor wie Zeitverschwendung.

[vier] Ich bin eine leidenschaftliche und teilweise lautstarke Abmahnerin dummdreister Kraftfahrzeuglenker, die vor dem Zebrastreifen nicht anhalten, den ich mich gerade anschicke zu queren. Auch hier kommt das anhaltende Hervorschleudern tödlicher Blicke zur Anwendung; meist in Kombination mit hier nicht wiederzugebenden Flüchen eher derber Provenienz. “Schutzweg, du A****loch!” ist noch eine denkbar harmlose Variante, die mir da über die Lippen kommt.

[fünf] Ich bin praktizierende Immer- und Überall-Leserin. Während des Zähneputzens habe ich in den letzten Wochen zum Beispiel die nicht ganz dünnen Bücher “Pan Aroma” und “Middlesex” einfach so weggenascht. Man glaubt ja gar nicht, was man während langweiliger Verrichtungen an leckerem Lesestoff zu sich nehmen kann! Dafür habe ich mir aber das nächtliche Einschlaflesen im Bett abgewöhnt, weil es mich naturgemäß am Einschlafen hindert.

[sechs] Ich muß immer einen roten Gegenstand mit oder an mir tragen, sei es nun eine Tasche, Schuhe oder – ich bin ja ein praktisch denkender Mensch auch – mein Portemonnaie.

[Ad Stöckchen ist zu sagen: wer will, soll. Mein Wurfarm lahmt.]

Huch!

Ich – ich! – mutiere zur Spießerin.
Nicht nur, daß ich mir eine Jahreskarte für den Tiergarten Schönbrunn zugelegt habe, um den Sonntagsausflugsradius zu erweitern und die (angesichts solcher Inhalte vermutlich demnächst in Scharen davonlaufenden) Blogbesucher nebst ausführlichen Bilddokumentationen über den Botanischen Garten nun auch mit Tierfotos zu langweilen.
Es kommt noch schlimmer.
Neuerdings stelle ich mir mein eigenes Müsli im Internet zusammen und lasse es mir nach Hause schicken.
Gibt es Hoffnung?
… Daß ich die Antwort kenne, macht mir alles andere als Mut.