Archiv für die Kategorie 'gaga'

An den depressiven Cousin

Du wirst bei diesem feinen Wetter
doch nicht schon wieder weinen, Vetter…
Du glaubst, es geht dir immer schlecht?
Da geht es vielen schlimmer, echt!
Anstatt so düster dreinzuschauen
Wird’s Zeit, dich in den Sonnenschein zu trauen!
Nun, da schon bald die Sommersonne wendet
Das Leben dir nur Sommerwonne sendet.
Ich rate dir: leb lustbetont
Und schon wird, was du tust, belohnt!

Mach doch mal was mit Fischen!

Der Heilbutt ist ein kluger Fisch und spricht nebst Deutsch auch Französisch.
Der Steinbutt ist ja auch nicht blöd und ißt zum Frühstück Knäckebröd.
Sebastian, der strenge Dorsch, behandelt alle Fische forsch.
Herbert, unser Zitterrochen, fährt heute in die Flitterwochen.
Egon, unser Lieblingshering, trägt auch seit gestern einen Eh’ring.
Ingrid (ein Viktoriabarsch) beißt sich aus Ärger in den AFuß.
Sein Bein enthaart der fesche Lachs am liebsten wöchentlich (mit Wachs).
Trudbert, ein gewitzter Zander, bringt alle Mädels durcheinander.
Barbara, die Bachforelle, steht drüben an der Haltestelle.
Helena, die schöne Sprotte, duftet stets nach Bergamotte.
Alex (von Beruf Makrele) spielt meisterhaft die Ukulele.
Hans, der intellektuelle Aal, singt hingegen atonal.
Hans, der depressive Wels, stürzt sich gerade von ‘nem Fels.
Sonja, die verhuschte Schleie, kriegt auch nix wirklich auf die Reihe.
Dem Erich, dem verkorksten Stör, passiert schon wieder ein Malheur.
Hans, der alte Knurrhahn, liegt zappelnd auf der Fahrbahn.
Wunibald, dem weißen Hai, ist das alles einerlei.

Das dienstägliche Divergenz-Axiom

In der Praxis bestätigt sich die Theorie, daß theoretisch eh alles ganz praktisch wäre, aber nur, bis es dann praktisch passiert, immer wieder.

(Damit ich hier auch wieder einmal etwas von mir gebe. Quasi gemeiner Platzhalter. Oder so.)

Osterwochenende im Rückblick

Wetter übel. Mit Civilization IV beschenkt worden. Über übles Wetter gefreut. Gekocht. Waschmaschine verstorben. Beim Nachbarn gewaschen. Filme angeschaut. Aber nicht nur das. Wir haben die Zeit gefunden, endlich unseren ersten Film zu drehen, und dabei weder Kosten noch Mühen gescheut!
JA-Productions präsentiert Ihnen also an dieser Stelle voller Stolz den überwältigenden, unbeschreiblichen, atemberaubenden, schauderhaften, sensationellen Kurzfilm:

“Ostern des Grauens - Sie verzehren auch Fleisch”

Kamera: Herr Ad.
Regie: dieJulia
Ausstattung: Schwiegermama in spe, Inc.
Weitere Details zu diesem erstklassigen Werk erfahren Sie hier. Wir bereiten uns schon auf unsere Teilnahme an der Berlinale 2008 vor. (So, und jetzt muß ich wieder… die Weltherrschaftsgeschäfte rufen, Sie verstehen…)

Scener ur ett äktenskap*

Herr A. (via Mail): “die fälscher” läuft noch. 20:15h. bussi!
dJ: Ja, cool! Glaubst, könntest du mir meine Brille mitnehmen? Etui sollte in der Obstschüssel liegen! Bussi³
Herr A.: selbstverständlich! 20:0h cirka? woflgnag fragen? bussi4
dJ: Ja, Ja! :-) Bussi³

*Titel ruhig auch einmal auf Schwedisch bringen. Das wirkt so weltgewandt!

Ichthyo… äh… oh!

“Sag einmal, hat dir eigentlich noch niemand gesagt, daß Egozentrik sowas von out ist?”

(T’schuldigung für den. Aber Karl lauert halt bevorzugt in der tiefen Schublade… und Rainman ist total super. Echt!)

Aus der Reihe “gefährliche Selbstversuche” (4)

Wo die Katze mit dem schiefen Gesicht wohnt, kann der krumme Hund gar nicht weit sein, da hat Vatern völlig recht. Und so hab ich es also wieder getan. Einmal mehr in diesem Theater: Ab- bis jenseitige Spontanlyrik in H-moll.

Es war einmal ein krummer Hund
(der Zusatz “krumm”, der kam aufgrund
der ausgeprägten Klautendenz des Viehs
Das nicht einmal im Lenz von seiner Unart ließ)
- Es war also der krumme Hund
sehr müd von einer Reise
Die ihn geführt in den Burgund
Wo er, dafür gibt’s aber keinerlei Beweise,
Ein Ei aus einer Küche stahl.
Auch daß der Koch zum Messer griff
und ein allseits bekanntes Liedchen pfiff
Als er den Hund brutal entleibte
Ist ein Gerücht.
Mehr nicht.
Der Hund, es war ein Labrador,
war eigentlich ein Lieber.
Wenn man nicht grad ein Metzger war
Oder ein Koch aus dem Burgund
Da wurde schnell zum Dieb er.

Es war einmal ein krummer Hund
Der eigentlich viel eher bunt
und etwas kleptomanisch war.
Was nie aus Bosheit oder Gier geschah
Sondern aus Hunger und Fadesse
Gelegentlich vielleicht aus Streß.

Und die Moral von der Geschicht?
Glaubt, Kinder, bloß dem Volksmund nicht!

Ichtyo… äh

Anglistik ist übrigens nicht der korrekte Fachausdruck für das Fangen und Züchten von Fischen und anderen Wassertieren zur Nahrungsgewinnung und Weiterverarbeitung.

Da lacht der Babelfisch!

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Auch immer wieder schön: die Seite mit den türkischen Rezepten.

“Füllen Sie sich mit f y Lling. Drücken Sie ein Sellerie-Blatt oder einen pc des Sellerie-Fruchtfleisches über f y Illing. Verständigen Sie sich in einem seichten Kochtopf nebeneinander erschließen Seiten. Hitze bewahrte Flüssigkeit auf. Tragen Sie zu Sellerie-Wurzeln bei. Decke und kocht für 45-50 Minuten, oder bis Reis zart ist. Reduzieren Sie Hitze. Vereinigungsei und Zitronesaft, der bis gut nicht vermischt, schlägt. Fügen Sie 2-3 Eßlöffel der heißen Flüssigkeit von Pfanne hinzu, sich gut rührend. Strömen über vollgestopfte Wurzeln; Rühren freundlich. Kochen Sie Für 1-2 Minuten. Ziehen Sie von Hitze um. Verständigen Sie sich in einem dienenden Teller. Verzierung mit Frühlingen des Dills. Dienen Sie heiß.
Guter Apetite!”

Aus der Reihe “gefährliche Selbstversuche” (3)

Weil unlängst so ein Gugelhupfer mit dem Suchbegriff “Gedicht: Die Katze mit dem schiefen Gesicht” hier (mehr gestrandet als) gelandet ist und wohl nicht fündig wurde, reich ich es halt nach. Das Gedicht.

Die Katze mit dem schiefen Gesicht
Hat vorne eine Nase
Zwei Ohren, Schnurrbart, alles da-
So frontansicht…lich ist sie mit Sicherheit kein Hase

Jetzt schnurrt sie wohlig
Und schielt aus Augen, die des Reimes wegen kohlig,
Auf Schrödingers Apparatur
“Mach doch mal was mit Hochfrequenzmassenspektrometrie”
Denkt sie. “Es ist ja nur -
In diese Kiste steig ich nicht. Egal, was Schrödinger sich da verspricht.
Im Leben ist nicht alles Symmetrie.
Oder auch Überlagerung und solches Zeug.
Als wär sowas ein Quantensprung.”

Die Katze mit dem schiefen Gesicht
Putzt sich genüßlich eine Pfote
Und schnurrt.
Das ist fürwahr ein komisches Gedicht.
Mittag ist’s schon. Ich eß jetzt meine Brote.