Autoren-Archiv für dieJulia

Spaß mit Buchrücken

Herr formschub hat mich da eben mit seiner Sortierprosa angesteckt…

I

IMG_3227k.jpg

IMG_3230k.jpg

II

IMG_3232k.jpg

III

IMG_3233k.jpg

[Klick für größer!]

hmmm

hmmm

Stadtspaziergang (11)

(T)ERROR IMG_2780k.jpg WILLKOMMEN kein Gott - kein Staat - kein Mietvertrag
IMG_2783k.jpg ? SCHEISST UNS ALLEN AUF DEN KOPF IMG_2785k.jpg I <3 USA
IMG_2787k.jpg MUSS VORBILD WERDEN STOPPT DIE HETZE IMG_2794k.jpg
(lernd Deutsch?) Willi-Close-Up Grete, die Rakete Sakrileg? Der Falco-Code.

[zum Vergrößern bitte in ein Bild klicken, Navigation (vor/zurück) innerhalb der Lightbox.]

Blockade? Blog ade? Blockade ade!

Die blinden Spatzen schreien es mit Krückstöcken von den Dächern, und selbst dem unaufmerksamsten Vorbeischauer wird es nicht entgangen sein: dieJulia leidet an Schreiblähmung (ersetzte “Schreib” ggf. durch “Blog”). Oder ist’s gar schon -fäule? Wie heimtückisch, wie wahnwitzig gemein, wie überaus fies! Hinter der Denkerstirn drängt sich die Menge wie Fans vor der Absperrung bei einem ausverkauften Konzert, oder besser: wie Häftlinge bei der Verteilung der Freigangformulare. Die Gedanken kratzen wie eingesperrte Katzen an der Fontanelle und wollen hinaus, während der teuflische Aufseher drinnen Redundanz Redundanz Redundanz raunt und mit verneinender Gebärde (säuerlicher Miene) die Arme verschränkt. Du kommst da nicht durch. Du nicht!

Blogo ergo sum war mal. Wann immer ich in letzter Zeit den Impuls hatte, der Welt wasauchimmer mitzuteilen, und so selten war das gar nicht, zog das Großhirn Mauern hoch, schluckte den Schlüssel (schmiß ihn durchs nächstbeste Kanalgitter), kappte die Verbindung zu den tippbereiten Fingerspitzen. Eine Art schreibtechnisches Locked-In-Syndrom. Es juckt und man will sich kratzen und es geht nicht. Man hätte so viel Zeit und so viel Zeug im Kopf, aber sobald man sich vor das berüchtigte leere Blatt setzt, fällt jede Spannung in sich zusammen. Verkrampfte Rücksicht auf Verluste. Verkopfte Sackgasse, wozu noch was dazu tun, wenn schon alles da ist. Tantalusqualen. Don Juan mit erektiler Dysfunktion. Und nachts jaulen die Katzen und verwandeln das Hirn mit ihren scharfen Krallen in ein Kopfwehpulverfaß und kommen als polternde Träume in den Schlaf gerauscht, die einen so verschrecken, daß man zitternd das Tageslicht herbeisehnt. Ein Jammertal.

Aber wie die Rose von Jericho in jeder Zelle das Wissen um ihre Wiederauferstehung trägt, harrte auch die verdorrte Schreibhand geduldig aus. Wartete auf den Tau. Rollte struppig und scheintot durch die Wüste, ließ sich vom Sandstrahlgebläse des Windes tragen, vielleicht zu einem Tümpel, der, wenn auch von Mückenlarven bewohnt, ausreichen würde, sie wieder ergrünen zu lassen. Und da! Platsch, ein Tropfen. Platsch, noch einer. Platsch, was für eine Überraschung. Es regnet!

Alex schickt der Himmel. Alex, der Schreibschrittmacher. Alex, der Regenmacher. Alex mit der Gießkanne. Alex mit dem Antibiotikum gegen die fortschreitende Schreibfäule. Alex fragt: “Frau Julia, sind sie romantisch?”, läßt damit die rabiaten Katzen frei, entreißt dem Aufseher den Schlüsselbund und wirft ihn in den Kerker, damit die Gefangenen die Tür aufschließen können, impft die Wolken, bringt den Stein ins Rollen, bricht den Bann.

Die Gedanken sind frei. Sie bewegen sich doch.
Und dieJulia schreibt.

*

Frau Julia, sind Sie romantisch?

Definiert man Romantik als Rosamunde Pilcheresques Schein-statt-Sein-Universum sogenannter Liebeskomödien, in dem weichgezeichnete junge Leute in legeren Freizeitoutfits von Peek und Cloppenburg (das Polohemd für den jungen Herren, die entzückende Schurwollkombination für die junge Dame) zu Schlagerklängen (Kuschelrock) am Champagner-Cocktail nippend über den gepflegten Rasen defilieren, Zuchtrosensträuße und Gelbgoldkettchen an wohlerzogene Mädchen in dezentem Make-up überreicht und Golden Retriever-Welpen getätschelt werden und die Protagonisten beim Happy End mit der Kutsche (Mercedes-Oldtimer) in den Sonnenuntergang (aus der anderthalb Stunden dauernden in die ewige Bedeutungslosigkeit) gleiten, ist diese Frage mit einem nachgerade apodiktischen, zumindest monolithischen NEIN zu beantworten. Übrigens in Kombination mit herzhaftem Hochziehen und anschließendem Ausspucken des gerade vorrätigen Naseninhalts.

Macht man sich allerdings die lustvolle Mühe, den verdächtigen Begriff Romantik von seinen giftrosa, nach Billigparfum und Schundliteratur stinkenden Ablagerungen zu befreien, mag man ihn als etwas erkennen, zu dem man sich mit jeder Faser bekennen kann. Sehnsucht. Leidenschaft. Maßlosigkeit. Grenzen sprengen. Genres mißachten. Universalpoesie für alle, und bitte viel von dem Zeug! Der Aufstand gegen die Tyrannei der Hüter der Welt und ihren Ordnungsfanatismus. Der dunkle Wahnsinn eines E. T. A. Hoffmann gegen die unsägliche Einöde der Unterhaltungsindustrie. Mißtrauen gegen alles, was käuflich ist. Phantasie gegen Bürokratie. Wundern gegen Ärgern.

Ja, Frau Julia ist romantisch. Frau Julia ist hineingeboren worden in ein warmes Nest der Romantik: Der Respekt vor der Natur. Mendelssohn-Bartholdy und Grieg. Die Tradition des Geschichtenvorlesens und -spinnens. Hauff, die Brüder Grimm, später dann Ray Bradbury, magischer Realismus und Tom Robbins. Die besten Eltern, später dann die beste Deutschlehrerin, die ich mir vorstellen kann. Erich Kästner: “Laßt euch die Kindheit nicht austreiben.” Günter Eich: “Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt.” Georg Danzer: “Ich glaube an die Kartenspieler und an meinen Vorstadtkinderinstinkt mehr als an die Reden der Vorsitzenden, Nachsitzender, der ich in der Schule war.”

Klappentext zu “Buntspecht” (Tom Robbins):
Zerreiß das Cellophan.
Geh meilenweit durch die Wüste des Aberwitzes.
Kletter auf die Pyramide.
Heul den Mond an.

Und weil das so etwas wie ein Stöckchen ist, das mir ausnehmend gut gefällt, stelle ich zuletzt selbst eine Frage und überlaß es Bruder Zufall, ob sie denn auch von der Adressatin beantwortet wird.

Frau Heldin, sind Sie heldenhaft?

Seufz.

Fensterputzen
Bücherregal abstauben
Abstellkammerl Kabinett Begehbaren Schrank aufräumen
Unattraktivere Wäsche waschen und verräumen
Mich wieder einmal bei meinem besten Freund melden
Mich wieder einmal bei meiner besten Freundin melden
Küchenregal abstauben
Kühlschrank abtauen
Wieder öfter ins Kino gehen
E-Mails beantworten
Auf herzerwärmende Kommentare reagieren
Regelmäßiger bloggen

IMG_2805k.jpg

Lesestoff KW 38-40

Margaret Atwood: “Katzenauge”
Margaret Atwood: “Der blinde Mörder”
Margaret Atwood: “Oryx und Crake”

Ich bin, wie sich der geneigte Leser/die bezaubernde Leserin vorstellen kann, bekennender Atwood-Fan. In diesem Reigen (ich lese momentan ganz generell ein paar alte Bekannte wieder) war mir allein “Der blinde Mörder” neu; ein Buch, das ich vor einiger Zeit in Mutterns Sammlung entdeckte und ausborgte. Eine alte, sehr kluge und sympathisch sarkastische Dame, Iris, erzählt darin - wem, erfährt der Leser zum Schluß - die Geschichte ihres Lebens, ihrer Familie und ihrer Schwester Laura, die in jungen Jahren bei einem mysteriösen Unfall ums Leben kommt, nachdem sie vom Tod ihrer großen Liebe erfährt, und posthum zur gefeierten Schriftstellerin wird. “Der blinde Mörder” ist der Titel dieses Romans (einer Science Fiktion-Erzählung) im Roman, und je weiter man in der meisterlich komponierten, mit zahlreichen Rückblenden, Nebenhandlungen, unterschiedlichen Erzählperspektiven und fiktiven Zeitungsartikeln gewürzten Geschichte kommt, desto unsicherer wird man sich bezüglich des wahren Verfassers und der tatsächlichen Umstände von Lauras Tod und Iris’ Gegenwart.

“Der blinde Mörder” erinnert mich als generationenumspannende Familienchronik mit durchaus epischen Ausmaßen ein wenig an die bunte Lebendigkeit und überbordende Fülle einer Isabel Allende, oder sogar an Marquez’ “Hundert Jahre Einsamkeit” bzw. “Die Liebe in den Zeiten der Cholera”. Atwood schreibt in einer großartigen Mischung aus Melancholie, Ironie, Pragmatik und Poesie; sie ist eine grandiose Erzählerin und eine exzellente Beobachterin mit scharfem Verstand, verzichtet aber nicht auf Gefühle, und das ist es, was dieses Buch insgesamt so kostbar und, selten genug in diesem Theater, empfehlenswert macht.

“Der blinde Mörder” erschien im Jahr 2000 und wurde mit dem Booker Prize ausgezeichnet.

Dahoam (6)

Goisern, Goisern, es is a Graus,
Oiwei wieda muaß i zruck zu dir,
Sonst hoid i’s ganz oafoch ned aus…

Goisern, Goisern, mir loßt’s koa Ruah
Deine Berg und deine Wiesn
De kean hoit zu mia dazua…

A woanders gfoit’s ma oft
Aber dann ganz, ganz unverhofft,
Riat si plötzlich wos in mir
Und zruck, zruck kimm i zu dir…

Goisern, Goisern, i steh auf di
und i steh a auf dei oafochs und ognudlts, opudats
Jodlehidi…
(HvG/”Goisern”)

Bad Goisern, 10.-15. Oktober 2008

IMG_2824k.jpg IMG_2826k.jpg IMG_2831k.jpg IMG_2842k.jpg
IMG_2845k.jpg IMG_2848k.jpg IMG_2850k.jpg IMG_2851k.jpg
IMG_2858k.jpg IMG_2859k.jpg IMG_2860k.jpg IMG_2864k.jpg
IMG_2869k.jpg IMG_2875k.jpg IMG_2876k.jpg IMG_2879k.jpg
IMG_2880k.jpg IMG_2888k.jpg IMG_2890k.jpg IMG_2896k.jpg
IMG_2900k.jpg IMG_2903k.jpg IMG_2906k.jpg IMG_2908k.jpg
IMG_2912k.jpg IMG_2913k.jpg IMG_2914k.jpg IMG_2920k.jpg
IMG_2935k.jpg IMG_2937k.jpg IMG_2949k.jpg IMG_2951k.jpg
IMG_2955k.jpg IMG_2966k.jpg IMG_2972k.jpg IMG_2976k.jpg
IMG_2981k.jpg IMG_2993k.jpg IMG_2999k.jpg IMG_3001k.jpg
IMG_3020k.jpg IMG_3021k.jpg IMG_3031k.jpg IMG_3034k.jpg
IMG_3036k.jpg IMG_3038k.jpg IMG_3043k.jpg IMG_3045k.jpg
IMG_3048k.jpg IMG_3051k.jpg IMG_3054k.jpg IMG_3064k.jpg
IMG_3070k.jpg IMG_3074k.jpg IMG_3087k.jpg IMG_3090k.jpg
IMG_3101k.jpg IMG_3103k.jpg IMG_3111k.jpg IMG_3115k.jpg
IMG_3117k.jpg IMG_3143k.jpg IMG_3144k.jpg IMG_3145k.jpg
IMG_3163k.jpg IMG_3168k.jpg IMG_3176k.jpg IMG_3179k.jpg
IMG_3194k.jpg IMG_3208k.jpg IMG_3210k.jpg xIMG_2927k.jpg

[zum Vergrößern bitte in ein Bild klicken, Navigation (vor/zurück) innerhalb der Lightbox.]
[Mehr Bilder beim Ad (klick!)]

Zettelkasten (6)

IMG_2778k.jpg

Stadtspaziergang (10)

IMG_2628k.jpg IMG_2639k.jpg IMG_2650k.jpg IMG_2654k.jpg
IMG_2659k.jpg IMG_2660k.jpg IMG_2662k.jpg IMG_2663k.jpg
IMG_2664k.jpg IMG_2666k.jpg IMG_2667k.jpg IMG_2670k.jpg
IMG_2672k.jpg IMG_2675k.jpg IMG_2703k.jpg IMG_2705k.jpg
IMG_2709k.jpg IMG_2714k.jpg IMG_2717k.jpg IMG_2720k.jpg
IMG_2723k.jpg IMG_2727k.jpg IMG_2728k.jpg IMG_2729k.jpg
IMG_2730k.jpg IMG_2732k.jpg IMG_2734k.jpg IMG_2737k.jpg
IMG_2738k.jpg IMG_2739k.jpg IMG_2741k.jpg IMG_2742k.jpg
IMG_2743k.jpg IMG_2744k.jpg IMG_2746k.jpg IMG_2747k.jpg
IMG_2748k.jpg IMG_2749k.jpg IMG_2751k.jpg IMG_2753k.jpg
IMG_2756k.jpg IMG_2762k.jpg IMG_2765k.jpg IMG_2767k.jpg

[zum Vergrößern bitte in ein Bild klicken, Navigation (vor/zurück) innerhalb der Lightbox.]

felix austria

de klakariadn
dan si darauf konzentrian
des eigene dans feian
und des aundare negian
diese gaunzn patriotn
nationale idiotn
bitte saz so guad und stöts eich
in a schwimmbod aufn bodn
und pinkelz bis zum hois
eich olle gegnseitig au
und daun tauchz nu amoi unta
und daun nemz an schluck davau
und spuckz eich au damit solaung
bis dass eich schlecht is von der kacke
und wählen sie die nummer bitte
neben ihrer landesflagge

(attwenger: kaklakariada)