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Freitagstexter - der Gewinner

Liebe Freitagstexteradepten,

danke fürs Mitmachen!

Es ist unglaublich schwer, im Prinzip aber nachgerade ein Ding der Unmöglichkeit, bei all den erstklassigen Beiträgen einen Sieger zu ermitteln, und es bricht mir ein bisserl das Herz, daß es nur einen Gewinner geben kann. Aber! So sind nun einmal die Regeln. Daher:

Der primus inter pares, der an dieser Stelle den güldenen Freitagstexter mit in seine Bloghütte nimmt, ist eine prima inter pares und brachte es in allerletzter Sekunde mit nur drei Worten auf den Punkt. Ladies aaaaaaaaaaaand Gentlemen! The Freitagstexter goes toooooo

Vera Chimscholli mit dem unglaublichen “Eine Tracht Prügel”!

Chez moi: der Freitagstexter!

Dank meiner verschrobenen, aber überraschenderweise nachvollziehbaren Assoziation also ein zweites Mal in diesem Theater - der schönste Wanderpokal des Internets! Die Regeln sind so einfach wie bekannt*: Dichten & denken Sie was Umwerfendes zum Bild in die Kommentare. Am nächsten Mittwoch gibt’s die Siegerehrung, der Sieger richtet am kommenden Freitag den nächsten Freitagstexter aus, die Jury bin ich. Hauen Sie rein! (Klick macht Bild groß)

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*wer sie noch nicht kennt, verschafft sich hier den notwendigen Überblick.

Der meteorologische Schüttelreim (2)

Von fern naht ein Gewitter leise
(- bald gießt es hektoliterweise!)

Sagenhaft günstig!

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[Gesehen in Wien-Margareten]

Ich bin Laurence Fishburne!

(Örnschen brachte mich auf die Idee. Er ist übrigens Kate Winslet.)

Der meteorologische Schüttelreim

Die Donau führt zwar Niederwasser,
doch wird’s die Tage wieder nasser.

Die heißen Freuden des öffentlichen Verkehrs

An hochsommerlich heißen Tagen wie heute würde ich gern einmal alle Entscheidungsträger bei den Wiener Linien dazu ermuntern, ihre phantastische Errungenschaft, die Niederflurstraßenbahn ULF (die in wenigen Jahren die alten Garnituren komplett ersetzt haben soll) zu nutzen und damit zur Arbeit zu fahren.

Wirklich, sie sollten sich nicht scheuen, die großartigen Verbesserungen, die sie den Fahrgästen mit diesen bis ins Detail durchdachten Vehikeln bieten, einmal auch selbst in Anspruch zu nehmen. Die winzigen Luftschlitze sind im Gegensatz zu den viel zu luftigen alten Waggons gottseidank so konzipiert, daß keine gefährliche Frischluft von draußen nach drinnen gelangen kann, denn wie wir alle wissen, überschreitet die Luftgüte in so einer Stadt gerade an Sommertagen bisweilen diverse Grenzwerte und sollte daher unter keinen Umständen eingeatmet werden. Auch die Zugluft an sich ist für empfindlichere Naturen das reinste Gift, während der Aufenthalt in hermetisch geschlossenen Systemen, wie wir sie etwa von der finnischen Sauna kennen, in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit (die genialerweise auf vollbiologische Art direkt von den zahlreichen transpirierenden Fahrgastleibern generiert wird!), dem menschlichen Organismus äußerst zuträglich (wenn auch für Menschen mit Entzündungen, akuten Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Venenthrombosen oder Krampfaderleiden leider nicht geeignet) ist. Somit bietet der ULF auch eine hervorragende Gelegenheit für meditative Selbstbeherrschungsübungen. Daß man Nerven wie Drahtseile und ein engelsgleiches Gemüt hat, beweist man sich selbst, wenn man schwitzend unter Schwitzenden eingekeilt ein halbwegs neutrales Gesicht zustande bringt, während sich ein Schweißtröpfchen unaufhaltsam seine Bahn vom Kreuz gen Popo bahnt. Auch kann man spielerisch seine Eignung zum nicht geräteunterstützten Tauchen testen, indem man von Station zu Station versucht, die Luft anzuhalten, weil der vordere Stehnachbar am Tag zuvor Knoblauch gegessen hat und der hintere aus Prinzip kein Deo verwendet.

Der beste Teil kommt aber erst, wenn man nach ein paar Stationen gut durchweicht vom eigenen Schweiß in eine U-Bahn umsteigt und das seltene Glück hat, einen tatsächlich klimatisierten Zug zu erwischen. Das ist dann quasi so vom Dampfgarer ins Gefrierfach - eine perfekte Abhärtung für den verweichlichten Stadtmenschenkörper! Und das alles für nur EUR 49,50- pro Monat!

Ja, ihr entscheidungsbefugten Menschen da bei den Wiener Linien, ihr solltet das einmal einen langen, heißen Sommer lang auskosten und die tropischen Freuden eurer wundervollen Niederflurgarnituren genießen, anstatt immer mit dem langweiligen Dienst-Audi zur Arbeit zu fahren. Wirklich, das hättet ihr euch sowas von verdient! Fast bin ich versucht zu sagen, daß man euch dazu verpflichten sollte. Damit ihr auch etwas davon habt.

Der kulinarische Schüttelreim (2)

(Die ungnädige Angebetete zu ihrem Verehrer)

Was soll ich denn mit einer Seerose?
Ich will einen Knödel. Mit Rehsauce!

Der jahreszeitlich stimmige Schüttelreim

Mein Gott, was sind die Mücken dreist!
(Ich räch’ mich durch Erdrücken meist.)

Stadtspaziergang (8)

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