Gosauseespazierung

Wie kommt es eigentlich, daß ausgerechnet die brachiale Schönheit und der unbenennbare Grusel dieser wahrlich nicht liebreizend-netten, sondern im Gegenteil nachgerade gewalttätigen Landschaft so viele halbwegs geländegängige Halbschuhtouristen in nagelneuen Jack Wolfskin-Jacken und unaufhörlich schnatternde Lauftreffgrüppchen in Neonfarben anzieht? Mich schauderts, wenn ich in dieser Gegend bin, und gleichzeitig bricht sich da dieser wilde, urtümliche Freudentaumel Bahn, der so unerklärlich wie unerklärbar ist. Das grüne, schwarze, blaue, eiskalt glitzernde Wasser, die schroffen Felsen, der dunkle Wald – wenn ich mir vorstelle, daß ich auch nur eine Nacht da verbringen müßte, stellen sich mir sämtliche Nackenhaare auf. Und ich kann mir lebhaft vorstellen, daß die kolportierte Verfilmung von Marlen Haushofers grandioser Endzeitrobinsonade “Die Wand” sehr davon profitieren wird, daß irgendwo in diesem Landstrich gedreht wird.

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4 Kommentare zu “Gosauseespazierung”


  1. 1 Pest Krause

    Sie blenden so dermaßen kaltblütig ab, dass ich in schwere Begeisterung verfalle. Sehr sehr schön. Man/frau muss sich eben auch mal was trauen.

    Wünsche Ihnen noch einen überragenden Restsommer, Holdeste!

  2. 2 dieJulia

    :)
    Ich mag halt Sternchen… danke schön! ((Oh, und kommen S’ uns irgendwann besuchen, Herr Krause! Ich denke, die Gegend würde es als größte Ehre empfinden, Ihnen Modell zu stehen!))

  3. 3 katze

    sprachlos ergriffen grenzenlos begeistert staunend… DANKE!

  4. 4 Pest Krause

    Die Einladung nehme ich sowas von sehr gern an, aber hallo. Irgendwann. Sie wissen ja genau wie das ist.

    Grüßen’S derweil den anderen Fotografierer!

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