Schuld ist nämlich das profil.
Hab ich also unlängst in irgendeiner älteren Nummer geblättert und bin im ‘Cyberama’ bei einer Dame des mehr oder weniger öffentlichen Lebens hängengeblieben, die da von diesem soup.io schwärmte. Das sei sowas, womit man Links, Bilder, Videos und weiß der Kuckuck was alles sammeln und posten könne, und dabei so intuitiv und einfach, daß selbst sie es sofort verstanden hätte, schwärmte sie.
Hm, dachte ich mir. Also ein weiterer Bloganbieter? Sowas wie delicio.us (das sich mir bis dato nicht erschlossen hat)? Wieder so ein Social Bookmarking Tool, wo ich als digital Zugewanderte nicht so wirklich durchblicke?
Dann hab ich geguckt.
Und ganz schön geschaut.
Soup funktioniert tatsächlich total intuitiv. Es macht Spaß, und was für welchen!
Auf Soup findet man haufenweise dieses völlig durchgeknallte Zeug, das das Internet überhaupt erst so leiwand macht. Kunst, Bilder, Comics, Videos, Geschriebenes - Zeugs halt.
Soup ist um vieles schneller und einfacher als Bloggen - und multimedialer als Twitter. Es erlaubt einem, ohne großes Brimborium ein schönes Sammelsurium dessen, was man sonst immer toll findet und von dem man später nimmer weiß, wo man es gesehen hat, anzulegen. Man surft, etwas gefällt einem, man suppt es (dazu kann man sich auch ein eigenes “Post to Soup”-Knopferl im Browser-Fenster anlegen); aber klarerweise kann man auch selber Inhalte kreieren, zum Beispiel Texte oder Bilder online stellen.
Soup verlinkt den, der’s gefunden/hochgeladen hat, samt Quelle (wenn nicht anders angegeben, als Urheber…) ohne langes Copy/Paste - automatisch.
Soup ist witzig - mit diesem endlosen Scroll-Schmäh.
Soup ist verdammt hübsch anzusehen.
Soup ist, mit einem Wort, ein geniales Tool.
… aber Vorsicht. Soup macht auch ein bißchen süchtig. :)
Mein Süppchen findet sich übrigens unter http://diejulia.soup.io/.
Und sieht so aus:

Liebe Frau Julia, ich fischte vorhin in Ihrer Suppe. Ich bin entzückt, das Plakat mit dem Hund kenne ich von meinem Wienaufenthalt, wühlte soeben in meinen dort geschossenen Fotos. Allerdings war der Spruch ein anderer: “Nimm ein Sackerl für mein Gackerl”. Grandios!
*Hüstel*
Stimmt, eigentlich…
… aber andererseits schreien manche Slogans ja nach, äh, ein bisserl wohlwollender Modifikation.
Na das gucken wir uns mal näher an :-)
Danke für diesen wirklich netten Beitrag! Freut uns sehr, dass Soup dir so gut gefällt. Lass uns wissen falls dir Dinge auffallen, die man verbessern kann.
Aber: Wir waren im Profil? Echt wahr? Welche Ausgabe war denn das, und wer kann da von uns geschwärmt haben?
Zugegeben, gestern waren Auge und Sinn etwas weingetrübt, aber heute sehe ich im wahrsten Sinne des Wortes klar. Werte Frau Julia, das fällt unter die Rubrik “Arglistige Täuschung von ausländischen Blogbesuchern”. Wissen Sie, dass ich anfangs ernsthaft an meinem Verstand zweifelte, da ich das Plakat anders in Erinnerung hatte? Ich vermutete gar einen wienspezifischen Ausspruch. Versuchte den Zusammenhang zwischen “reden” und “Gackerl” herzustellen… pfffff!
@ Phil: Aber flott! :)
@ Christopher: wow, damit hätte ich ja nicht gerechnet! profil: da gibt es in jeder Ausgabe eine Seite, das ‘Cyberama’, wo in einem schmalen Kasten jeweils eine Persönlichkeit aus Wirtschaft/Kunst/Kultur etc. über ihre Netzgewohnheiten plaudern. Ich blogge normalerweise immer mit Quellenangabe und bin selber auf der Suche nach der Ausgabe, in der die soup-Erwähnung stand (alte profile kommen bei mir nämlich aufs Klo.) - wenn ich sie gefunden habe, geb ich euch bescheid!
@ Sennerin: ups… :) (Aber von Arglist kann in diesem Fall überhaupt keine Rede sein! Hihi.)
@ Julia, ein schöner Link, danke verehrte Kollegin! Küss die Hand.
@ Christopher, schöne Seite, schöne Idee! Kompliment.
(Animierte GIFs einzubinden scheint nicht zu gehen,
habs versucht - oder mach ich nur was verkehrt?)
liebe Grüße