Der Faktor Mensch: Schlau werden wir von selbst. Wir brauchen nur lange genug drauf zu warten. — Dein Zitat ist von Barry LePatner? (Nicht dass ich das auf Grund großer Erfahrung oder eines sensationellen Namensgedächtnisses gewusst hätte. Der Spruch steht aber auch in meiner Zitatenliste. Daran habe ich mich mal eben gerade noch so erinnert. Wegen des merkwürdigen Nachnamens.)
Ich hab ihn von meiner heißgeliebten Margaret Atwood (gerade erstgelesen “Der blinde Mörder” - irreführender Titel: phantastisches Buch das, nämlich!). Die bringt das Zitat, nicht ganz unboshaft, als Klowandgraffiti (ihre greise Ich-Erzählerin pilgert immer in den örtlichen Donut-Laden, um dort die neuesten Klosprüche zu erfahren) - ohne Quellenangabe. (Und tschuldigung für die vielen Klammern. Ich sollte mir das echt beizeiten abgewöhnen!)
erfahrung entsteht nicht aus schlechtem urteilsvermögen, sondern aus erkenntnis. manche menschen behalten ihr schlechtes urteilsvermögen ein leben lang und merken es nicht mal.
Das Bonmot da oben hat mich bloß als launiger Ausdruck für eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt, amüsiert.
Und ‘Urteilsvermögen’ ist übrigens ein ungutes Vokabel. Ich steh nicht so auf Richter und Henker. Mehr auf Dichter und Denker, kaputte Poeten und durchgeknallte Leute ohne Sinn fürs Aburteilen. Das vielleicht als kleiner Zusatz. :)
Erfahrung ist niemals gut oder schlecht, sie ist einfach. Gut oder schlecht machen wir sie durch unsere individuelle Werteskala. Und andere, die widerum unsere jene bewerten.
Daraus folgernd entsteht Erfahrung aus dem Fortschreiten der Zeit und dem reflektieren des Geschehen. Oder so.
Dennoch ist der Spruch nett und in etwa simplifiziert gleichzusetzen mit: Aus Fehlern lernt man (sollte man).
Julia…Atwood, sehr fein. Auch den “Report der Magd” lesen! :-)
You live and learn. At any rate, you live. Wie Herr Adams auch einmal gesagt hat. :)
Achjaund… Frau Wahnsinnsdompteurin, genau, Den ‘Report der Magd’ (hab ich in jungen Jahren im Verband mit 1984, Fahrenheit und Brave New World gefressen) schätze ich nämlich sehr; genauso wie die spätere Atwood’sche Dystopie ‘Oryx and Crake’ (hab ich mir gerade die Tage wieder einmal reingezogen. Atwood-Phase gehabt.). Ich mag, wie sie gleichzeitig herzzerreißend poetisch und ironisch, melancholisch und boshaft schreibt.
Der Faktor Mensch: Schlau werden wir von selbst. Wir brauchen nur lange genug drauf zu warten. — Dein Zitat ist von Barry LePatner? (Nicht dass ich das auf Grund großer Erfahrung oder eines sensationellen Namensgedächtnisses gewusst hätte. Der Spruch steht aber auch in meiner Zitatenliste. Daran habe ich mich mal eben gerade noch so erinnert. Wegen des merkwürdigen Nachnamens.)
Ich hab ihn von meiner heißgeliebten Margaret Atwood (gerade erstgelesen “Der blinde Mörder” - irreführender Titel: phantastisches Buch das, nämlich!). Die bringt das Zitat, nicht ganz unboshaft, als Klowandgraffiti (ihre greise Ich-Erzählerin pilgert immer in den örtlichen Donut-Laden, um dort die neuesten Klosprüche zu erfahren) - ohne Quellenangabe. (Und tschuldigung für die vielen Klammern. Ich sollte mir das echt beizeiten abgewöhnen!)
erfahrung entsteht nicht aus schlechtem urteilsvermögen, sondern aus erkenntnis. manche menschen behalten ihr schlechtes urteilsvermögen ein leben lang und merken es nicht mal.
Das Bonmot da oben hat mich bloß als launiger Ausdruck für eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt, amüsiert.
Und ‘Urteilsvermögen’ ist übrigens ein ungutes Vokabel. Ich steh nicht so auf Richter und Henker. Mehr auf Dichter und Denker, kaputte Poeten und durchgeknallte Leute ohne Sinn fürs Aburteilen. Das vielleicht als kleiner Zusatz. :)
groß.
Und woraus entstehen gute Erfahrungen?
Erfahrung ist niemals gut oder schlecht, sie ist einfach. Gut oder schlecht machen wir sie durch unsere individuelle Werteskala. Und andere, die widerum unsere jene bewerten.
Daraus folgernd entsteht Erfahrung aus dem Fortschreiten der Zeit und dem reflektieren des Geschehen. Oder so.
Dennoch ist der Spruch nett und in etwa simplifiziert gleichzusetzen mit: Aus Fehlern lernt man (sollte man).
Julia…Atwood, sehr fein. Auch den “Report der Magd” lesen! :-)
a learning experience is one of those things that says,
“you know that thing you just did? Don’t do that.”
(douglas adams)
You live and learn. At any rate, you live. Wie Herr Adams auch einmal gesagt hat. :)
Achjaund… Frau Wahnsinnsdompteurin, genau, Den ‘Report der Magd’ (hab ich in jungen Jahren im Verband mit 1984, Fahrenheit und Brave New World gefressen) schätze ich nämlich sehr; genauso wie die spätere Atwood’sche Dystopie ‘Oryx and Crake’ (hab ich mir gerade die Tage wieder einmal reingezogen. Atwood-Phase gehabt.). Ich mag, wie sie gleichzeitig herzzerreißend poetisch und ironisch, melancholisch und boshaft schreibt.
im kern stimmt das bonmot natürlich vollkommen. vor allem allem aber amüsiert es köstlich ….. wenn mann es nicht hinterfragt.
@ julia #4
dass zwischen “dichter und denker” und “richter und henker” nur eine “thin red line” liegt, lernt uns die geschichte.
war schon lange nicht mehr hier und werde das ändern *smile*
lg zores