Am Samstag war es dann also endlich soweit. Angetan mit dem guten Schuhwerk und den wasserdichten Jacken machten wir uns auf in den Wald - welchen, verrate ich an dieser Stelle nicht, weil es schließlich um in generationenlanger Tradition weitergegebene Familiengeheimnisse geht. Revierschutz quasi. Gegossen hat es wie aus Kübeln. Naß wurden wir trotz Regenjacken bis auf die Knochen. Aber was soll man sagen - es war herrlich! Der federnde Waldboden, der Duft nach Rinde, Moos und Regen, als Begleitung das stete Trommeln der Wassertropfen auf unseren Kapuzen und die oberherzigen Feuersalamander. Ja… und natürlich die Früchte des Waldes. Es geht ja nichts über das Erbeuten von Pilzen, Herrschaften! Die Saison fängt zwar da, wo wir unterwegs waren, erst noch so richtig an, aber für eine kleine Schwammerlsauce hat es, glaub ich, gereicht.
Hier im Bild: Gomphus clavatus, das Schweinsohr (mir bekannt unter “Hasenöhr’l”), von Kennern als äußerst feiner Speisepilz mit nussigen Anklängen umjubelt und Pilz des Jahres 1998, angeblich ziemlich selten (behauptet jedenfalls Dr. Ewald Gerhardt im BLV-Handbuch Pilze).
Die kennt jedes Kind - Eierschwammerl (auf Schönsprech: Pfifferlinge):
Die Chefs unter den Wildschwammerln - Steinpilze:
Beute im Bild (inklusive Bärentatzen und Reizkern):
Ach so, ja. Was die Schwammerln betrifft, bin ich übrigens total vegan. Ich esse meine Freunde nicht (ich jage und erlege sie nur. Hihi.). Will sagen - Pilzrezepte gibt’s hier ausnahmsweise keine. Bloß Bilder. Und von denen vielleicht demnächst einmal mehr, wenn die Witterung die Mitnahme der Kamera erlaubt.
[die Bilder fühlen sich geschmeichelt und werden schön groß, wenn man sie anklickt!]
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