Thomas Glavinic: “Die Arbeit der Nacht” (zum zweiten Mal gelesen, 10/10)
Ein Mensch wacht eines Tages auf und ist allein in einem leeren Wien, einem leeren Österreich, einer leeren Welt. Eine streckenweise kaum erträgliche Angststudie, die - anders als Marlen Haushofers artverwandter (und vergleichsweise versöhnlicher) Roman “Die Wand” - vielleicht einen Schluß zuläßt - die Hölle, das sind nicht die anderen.
Das klingt mir wie “The quiet Earth” oder auch “Das letzte Experiment”, ein neuseelaendischer Film, der mich beeindruckte, als ich ihn das erste Mal sah.
Klingt ned uninteressant, Herr Pathologe. Obwohl man Bücher und Filme, also Äpfel und Birnen, ja so übern Daumen gepeilt nicht vergleichen kann. Vor allem wenn der eine das Buch nicht gelesen und die andere den Film nicht gesehen hat… öh… :)
ich dachte auch sofort an quiet earth. guck ich jedes mal wenn er kommt.
buch ist notiert.
Das Thema “letzter Mensch auf der Welt” an sich ist ja nicht neu - man denke an Rosendorfers “Großes Solo für Anton” oder Marlen Haushofers “Die Wand” - die Variation von Glavinic ist allerdings die bestürzendste und erschreckendste, die ich kenne.