So.

Sieben Jahre Stroh zu Gold spinnen sind definitiv genug und vorüber, Rapunzel sitzt nicht länger in der Turmstube, der Rumpel hat ausgestilzt - jetzt gibt es erst einmal, ermöglicht durch einen etwas verwegenen Deal und powered by Zufall, ein bißchen große Ferien, und dann guckt Goldmarie weiter.

17 Kommentare zu “So.”


  1. 1 suspect0

    Manch einer hat 50 Arbeitsjahre auf dem Buckel, zu seinem Frühableben bei Renteneintritt und Sie wollen jetzt hier die Märtyrerin, die Heldin der Arbeit, die ausgezehrte Alleinerzieherin des Bruttosozialproduktes geben? Ob Ihnen diese Rolle wohl steht?

    Verlegen Sie Ihre Füße nicht, beim Hochlagern, vielleicht brauchen Sie sie doch noch einmal?

    Gute Erholung, auf das die garantiert hereinbrechende Langeweile sich wenigstens in Ihrem schändlich vernachlässigten Blog entladen möge…

  2. 2 hörnchen

    na denn.
    alles fröhliche und überhaupt!
    hörnchen

  3. 3 dieJulia

    Wertester Herr suspect0,

    stellen Sie das Feuer ein - die Munition können Sie sich für bessere Gelegenheiten ersparen. Sie kennen nun einmal die Umstände der Rapunzelei nicht. Ich bin wahrlich nicht erfreut darüber, auf diese Art und Weise so kurzfristig vom täglichen Beitragen zum Bruttosozialprodukt ausgeschlossen worden zu sein, und wäre die Lage nicht so unendlich aussichtslos, würde jeder Mensch mit ein paar Watt in der Birne in meiner Situation durchaus arbeitsrechtlichen Beistand suchen. Stellen Sie sich, bevor Sie mich der fröhlichen Tachiniererei bezichtigen, einen lecken Kahn mit schwerer Schlagseite vor, und einen Maschinisten, der als letzte verzweifelte Maßnahme über Bord geworfen wird. Ohne Rettungsboot übrigens. Und dieser Schwimmer rudert durchaus rasch auf zu neuen Ufern - ich ginge nämlich für die paar Kröten, die mir nach gestrenger Prüfung vermutlich ab September zustünden, tatsächlich lieber Scheißhäusel als AMS-Klinken putzen. Das dürfen Sie übrigens wörtlich nehmen (und vielleicht erbaut Sie der Gedanke, daß ich in meinem Leben schon genug fremde Scheißhäusel gereinigt habe, ohne mich darüber zu beklagen - bei Ferialjobs war ich nie heikel.)

    Allerdings bin ich nach Monaten der Unsicherheit, in denen ich aus einem - durchaus vorhandenen - Verantwortungsgefühl und einer - mehrdimensional motivierten - Feigheit heraus nicht wagte, von mir aus den Hut zu nehmen und in ruhigeren Gestaden gemütlich an Land zu gehen, froh, daß das Dramolett endlich vorbei und die Katastrophe eingetreten ist. Deshalb auch meine salopp vormulierte Freude über die unvermuteten “große Ferien”, in denen nichts anderes zu tun ist, als rasch einen neuen Job zu finden. Was täten Sie an dieser Stelle - heulen?

    Mit dem Blog haben Sie aber übrigens recht. Das wurde aus Gründen schändlichst vernachlässigt. Sollte sich aber wieder geben; spätestens dann, wenn mir die Bücher ausgehen. :)

  4. 4 dieJulia

    Liebes hörnchen,

    was vor ein paar Wochen mal angeklungen ist, gilt jetzt natürlich umso mehr. (Und in einem halben bis dreiviertel Jahr sollte ja auch der Penny fertig gebaut sein. Höhö.)

  5. 5 eigenart

    Hui, ein Deja vu.

    Wenn ich von meiner eigenen Situation ausgehe, kann ich Sie nur beglückwünschen.

    Ich war schlagartig happy.

  6. 6 dieJulia

    Holla, Herr e!genart…

    tja. Fakt ist, daß mir tatsächlich ein großer Stein vom Herzen gepurzelt ist, auch wenn ich nicht gerade auf Unsicherheit stehe und die Rahmenbedingungen schöner sein könnten. In den letzten Monaten kam ich mir echt vor wie in einem Loch; wie sehr, wird mir erst jetzt bewußt, wo’s vorbei ist. Man sollte öfter mal den Mut haben, selber den Hut draufzuschmeißen. Die Lektion hab ich vermutlich gelernt. Hoffentlich. So fürs nächste Mal. :)

  7. 7 örnschen

    …no dann moch i´s eadl nu a weng gressa und schau wos si do mochn lost. und bitte: aufm penny is gsch…!!!!

    umhören allerdings erst ab montag!
    - sorry bei allem mitgefühl ab morgen - hamburchhhhhhh!

    und “so kleine” arbeitstechnische veränderungen können recht erfrischend sein (im nachhinein wie ich meinem exchef gern erzähle)

    bis bald
    hörnchen

  8. 8 Opa

    Heut geh ich mal bei Corax69 klauen: GLÜCK AUF!

  9. 9 Katzenklappe

    Ich kenne die Vorgeschichte ja nicht, aber es hört sich so an, als würde das Verlassen der Turmstube ein schon langer notwendig gewesener Schritt sein. Alles Gute jedenfalls - möge die beste Goldmarie von allen schon bald wieder am Spinnrad sitzen!

  10. 10 suspect0

    Da kommt mir Ihre Geschichte doch gleich bekannt vor, werte Frau Julia! Auch ich wurde erst letztes Jahr (halb zog man mich, halb sank ich hin) mit meiner persönlichen Unterstützung über Board geworfen. Jedoch nicht ohne Abschiedsgeschenk. Glücklicherweise war mein fast sechsmonatiger Urlaub voll bezahlt und ich geriet nahtlos zu diese in die nächste Knechtschaft.

    Erst vor zwei Monaten drohte mich erneut gleiches Schicksal zu ereilen, also tat ich, was wir beide dann wohl gelernt haben: Den Hut zur rechten Zeit in die rechte Hand nehmen.

    Irgendwie geht sowieso immer alles gut.

    Sollten Sie in existenzielle Nöte geraten, sende ich ihnen gern ein angebissenes Frühstücksweckerl!

  11. 11 dieJulia

    örnschen - Hamburg. Mei! Neid! Mach ein paar Fotos für mich!! (Und Veränderungen sind sowieso das einzig Konstante im Leben - ein guter Grund, sich nicht nur damit zu arrangieren, sondern sie gut zu finden. Dangschee!)

    Opa - Danke! Obwohl ich meine berufliche Zukunft mangels einschlägiger Qualifikation nicht so sehr im Bergbau sehe. :-p Aber man soll niemals nie sagen. :)

    Katzenklappe - dickes Danke… und ja, es war schon länger an der Zeit. Nur bin ich halt nicht von mir aus gegangen, weil ich a) das Geld brauchte und b) ohnehin kurz- bis mittelfristig eine gröbere geographische Veränderung ins Haus steht. Ich dachte mir - wenn schon neuen Job suchen, dann gleich dort, wo’s hingehen soll. (Jetzt muß ich lediglich für ein paar Monate irgendwo eine Zwischenstation finden - und das kann nicht allzu schwer sein.)

    suspect0 - sechs Monate Urlaub kann ich mir nun nicht gerade gönnen (zumal ich auch auf ein gewisses hilfreiches Gitterraster namens Beschäftigung über meinem Alltag stehe, da ich zum geistigen Diffundieren neige und weiß, daß Leerläufe nicht gut für mich sind); aber das mit dem angebissenen Frühstücksweckerl ist sehr lieb! :)

  12. 12 neptunia

    über bord geworfen zu werden ist fies - aber das nächste schiff wartet am horizont. mit zwischenstop - am besten am nächsten südseestrand *kichert* ich wünsche die bestmögliche planke - oder hab ich schiff und planke verwechselt? jedenfalls die planke für den zwischenstop und das schiff für die strandsuche. mit muscheln und allem was dazugehört!
    aufmunterndes *wird-schon* von der nixe!

  13. 13 Eule

    nach langer Abwesenheit von diesem Blog, wieder mal ein Kommentar.
    erstens mal viel glück für die Übergangszeit. Und wohin wird der Geographische wechsel dich führen? -> mit Google Earth immer dabei :)

  14. 14 dieJulia

    Liebe nixe - dankschön für die netten Worte! (Wenn sich kein Schiff finden läßt, nehm ich eine Luftmatratze - yeah!) :)

    Holla, Herr Eule! Lang nix von dir gehört! Geht’s dir hoffentlich eh gut? (Und hej - es geht übrigens direkt ins Herz des Weltkurlturerbes…!)

  15. 15 chronovisor

    …ach, ist das denn dort, wo man eine Volksweise nach immer gut lustig sein kann?

    cheers,

    |cv|

  16. 16 ker0zene

    Wohin es Sie auch verschlägt, viel Glück wünsche ich Ihnen dabei!

  17. 17 dieJulia

    Danke schön! Kann man brauchen… :)

Schreiben Sie einen Kommentar