Archiv für Juni 2008

Voll im Fluß

Wenn die Autorin Wasser an den Ballen hat, war sie in diesem Fall noch nicht einmal im Hallenbad…
… sondern im Urlaub. Der ja leider irgendwie immer viel zu schnell vorbei und so, aber der Sommer hat ja erst richtig angefangen, und außerdem werden ohnehin diverse Pläne geschmiedet, die mit der Unbewohnbarkeit der Städte genauso viel zu tun haben, wie mit der Schwärmerei für die Natur. Womit ich jetzt nicht nur einen Schüttelreim, sondern auch Brecht eingebaut hätte. Was durchaus zufriedenstellend ist, dafür, daß die Uhr schon 01:38 zeigt.

Als kleine Vorschau auf eine wie üblich monströs viele Bilder enthaltende, noch online zu stellende Dahoam-Fotostrecke mit Vatern, Katzen, Flugzeugen, Blumen, Bergen, Kreissägen, Herrn Ad und natürlich Füßen präsentiert die Autorin an dieser Stelle also… Füße. “Linker Fuß mit Schwebfliege”, und “Nasse Füße” , beide Werke: 750 x 500 Pixel. Der normale Blogbetrieb wird in den kommenden Stunden wieder aufgenommen. Klicken Sie für groß, wenn Sie sich trauen.

Linker Fuß mit Schwebfliege

Nasse Füße

Die holen uns da raus: Albin Janoska & Band – Le Grand Baheux

Le Grand Baheux (19. Juni 2008) live @ kunstzone karlsplatz

Albin Janoska: keys
Alex Pohn: drums
Peter Schönbauer: bass
Cut-Ex: turntables
Gerd Rahstorfer: trumpet/flugelhorn

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((Ihr seid’s möada!))

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Der kulinarische Schüttelreim

Was es auch ist – jam, candy, ham -
ich film’s mit meiner Handycam!

Der gewagte Schüttelreim

In guten Jahren blieb er er phasen-
weise gar wochenlang verschont von Fieberblasen

Antwortstunde

Was Sie vielleicht immer schon über dieJulia wissen wollten, sich aber nie (bzw. bis vor kurzem nicht) zu fragen trauten – am Montag gab’s die Fragestunde, hier sind nun die Antworten.

Hast Du Piercings im Intimbereich? Wenn ja, welche?
Es ist ein bißchen – auf der anderen Seite aber auch wieder überhaupt nicht – überraschend, daß es gleich am Anfang so unverblümt unter die Gürtellinie ging, aber bitteschön: Nein – ich habe überhaupt keine Piercings. Der Idee des Tätowierenlassens kann ich viel abgewinnen (und ich habe mir sehnlichst gewünscht, daß man mir zum Dreißiger ein Tattoo schenkt, allerdings vermutlich nicht wild genug mit dem Zaunpfahl gewedelt), aber Piercen ist mir zu brutal irgendwie und sieht für meinen Geschmack dann doch auch zu hart aus. Ausnahme: ein kleines Schmucksteinchen im Nasenflügel. Hätte ich nicht so das leise Gefühl, daß mein Körper sich dagegen zur Wehr setzt, würde ich sowas glatt tragen wollen.

hatten sie mal ein wirklich schreckliches date? wie schlimm wars?
Ich glaube, ich hatte in meinem Leben mehrere sehr schräge Dates, aber das war ja nicht die Frage… schlimm waren nur die, bei denen ich mich nachgerade tödlich langweilte und aus Höflichkeit eine halbe Stunde oder so hinter mich brachte, ehe ich mich freundlich verabschiedete und nie wieder abhob, wenn das Date in der Folge anrief. Ich habe aus diesem Grund sogar schon einmal die Telefonnummer gewechselt.

was ist in derJulias leben romantisch bzw. was war ihr romantischster augenblick?
In meinem Leben gibt es ziemlich viel Romantik, denke ich. Zettelbotschaften mit Liebeserklärungen, Überraschungslieferungen (Sandwiches, ein Körbchen Kirschen,…) ins Büro, kleine und große Aufmerksamkeiten, und ja: Blumen. Der romantischste Augenblick… hm. Einer der romantischsten Augenblicke meines Lebens fand am Flughafen statt, als ich nach Monaten der Sehnsucht meiner großen Liebe zum ersten Mal in die Arme fiel.

wenn sie einen tag tun könnten was sie wollen ohne irgendwelche konsequenzen fürchten zu müssen: was würden sie anstellen?
Zunächst einmal ohne Wecker ausschlafen und unentschuldigt nicht zur Arbeit kommen. Dann würde ich ein paar sehr höfliche Banküberfälle machen und mich bei allen Obdachlosen, denen ich keinen Augustin abgekauft habe, entschuldigen, indem ich ihnen eine kleine Entschädigung in Form eines größeren Geldbetrages überreiche. In der Folge würde ich mir einen Hummer, äh, ausborgen, damit eine Spritztour unternehmen und währenddessen (bis zur Stadgrenze) ohne Freisprecheinrichtung ein paar Leute anrufen, um ihnen zu sagen, was ich von ihnen halte. Auf der Autobahn würde ich mich keinen Deut um Geschwindigkeitsbeschränkungen scheren und auf wahnsinniger Lautstärke Muse hören. Absolution vermutlich. Abends ginge ich dann nackt in der Alten Donau schwimmen, und bevor der Tag vorbei wäre, würde ich noch durch die Parks der Stadt ziehen und mir einen riesigen Blumenstrauß pflücken.

was denken sie als erstes und letztes am tag?
Mein letzter Gedanke vorm Einschlafen ist meistens so das klare Bewußtsein, am richtigen Platz zu sein, verbunden mit einem ausgeprägten Wohlgefühl. Mein erster Gedanke beim Aufwachen hängt oft noch am gerade geträumten Traum, kann sich aber auch schon in Richtung der geplanten Aktivitäten des jeweiligen Tages drehen.

ich hatte bisher irgendwie den eindruck sie sind so ganz und gar nicht tussihaft: sind sies doch – ein bisschen?
Das ist eine schwierige Frage, weil Tussihaftigkeit am Ende ja eine Frage der Definition ist. Klassisch Tussihaftes hab ich wohl tatsächlich nichts an mir; dazu bin ich zu pragmatisch, ironisch und desinteressiert an Äußerlichkeiten – wiewohl echte Schönheit mich natürlich – verstärkt durch meine Leidenschaft zur Fotografie – sehr anspricht. Mich interessieren aber jedenfalls keine Frauenmagazine, Fetzchen, Schühchen oder Klünkerchen, und Leuten, die sich mit sowas ernsthaft befassen, unterstelle ich (wenn auch vielleicht zu Unrecht) Hohlköpfigkeit. Für Lokale mit Türsteher bzw. deren Klientel habe ich nichts außer Spott und Hohn übrig, Veranstaltungen, die “Abendgarderobe” vorschreiben, besuche ich aus Prinzip nicht, und das Gehabe der sich durch gekaufte Äußerlichkeiten sehr elitär fühlenden Bussi-Bussi-Menschen (billige Leute, die teuer ausschauen) erinnert mich an rotärschige Pavianrudel, mit denen ich nichts zu tun haben will.

sind sie gerade glücklich? warum?
Es ist nicht so, daß mir tagtäglich die Sonne aus dem Arsch scheint; die Tagesverfassung variiert ja, und sicher hat man bisweilen Kaputtschlaglaune oder kurzfristige Befindlichkeitsunebenheiten. Aber grundsätzlich bin ich glücklich, und zwar sehr. Jemand hat einmal geschrieben, daß es kein richtiges Leben im Falschen gibt, und ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn das Leben kratzt und zwickt wie ein zu kleiner Pullover, den man nicht ausziehen kann. Inzwischen ist es aber umgekehrt. Ich führe das richtige Leben im Richtigen. Und dessen bin ich mir sogar sehr bewußt.

ist ihnen ehrlichkeit wichtig? auch, wenn sie wissen, dass es ihnen ohne vieles wissen besser ginge?
Ehrlichkeit ist in den essentiellen Dingen das Wichtigste überhaupt. Klar weiß ich, daß kleine Lügen der soziale Kitt sind, klar sage ich nicht jedem ins Gesicht, was ich wirklich von ihm halte bzw. vermeide ich Ehrlichkeit dort, wo ich andere unnötig verletzen könnte, und klar erfinde ich manchmal sozial verträgliche Ausreden, wenn ich für etwas oder jemanden keine Zeit habe; ganz zu schweigen von Causen wie Verschlafen und zu spät ins Büro kommen. Aber in den Bereichen, in denen es an die Substanz geht, gerade in einer Partnerschaft, ist ohne Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit alles nichts.

Was zieht sich die Julia, wenn sie nach Hause kommt neben Jacke, Mantel, Schal und so zuerst aus? Schuhe, Strümpfe, BH? oder was?
My Home is my Castle, und in letzterem bin ich privat und auf Wohlfühlen programmiert. Deshalb reiß ich mir tatsächlich die Kleider vom Leib, sobald ich die Wohnungstür hinter mir zugemacht habe, und zieh mir erstmal Wohlfühl-T-Shirt und Wohlfühl-Schlabberhose an, um wieder Mensch zu sein; wenn’s eine Hitzewelle hat, bleib ich nackig. ;)

was machen sie gegen schlechte laune?
Wild herumfauchen, brüllelaut Lieblingsmusik hören und hoffen, daß sie mich auf andere Gedanken bringt (mit Albin Janoskas “Le Grand Baheux” geht das zum Beispiel fast immer), irgendwas Stupides tun (Wohnung aufräumen,…), wenn’s auf dem Weg zur Arbeit passiert, lege ich (natürlich beohrstöpselt) größere Strecken zu Fuß zurück.

was hat dieJulia zum bloggen gebracht?
2003, also relativ spät, wurde ich erstmals auf das Medium “Blog” aufmerksam, weil ein (durchaus etwas nerdig zu nennender) Freund bloggte. Da er sehr gewandt im Umgang mit der Sprache ist und voller schräger Ideen steckt, war ich schlagartig begeistert. Anfang 2004 schenkte mir ein bester guter Freund dann mein virtuelles Wohnzimmer mit eigener Domain und allem Drum und Dran, das ich seither mit großem Spaß an der Freud’ bewohne.

und wo hat die Julia ihren ersten kuß bekommen?
Mein erster Kuß war wohl so unspektakulär, daß ich ganz offengestanden vergessen habe, von wem, wann und wo ich ihn bekommen habe.

wohin läßt sich dieJulia am liebsten küssen?
Der Hals ist eine ganz speziell gute Gegend für Küsse. Und die Augenlider. Und natürlich die Lippen.

sind sie sie eher die romantische blümchensextante oder die wilde ungezügelte?
Beides, glaube ich. Ich mag ja auch nicht jeden Tag Schnitzel oder Kohlsuppe; manchmal muß es ein deftiger Braten sein, manchmal ein simples frisches Stück Brot mit Butter und Käse, manchmal was Süßes. Von meiner Neigung her bin ich ein neugieriges Tier und setze mir, was Genüsse betrifft, keine Grenzen, weil Sex und Essen ja zum Glück so unendlich varianten- wie facettenreich sind und ich an dem großartigen Buffet, das die Götter da aufgebaut haben, ganz sicher keine von anstandsdamenhafter Scham diktierte Zurückhaltung kenne.

laut oder leise?
Leise. Ich bemühe mich zumindest. ;)

sex oder seelenfrieden?
Ohne Sex kein Seelenfrieden. Ganz eindeutig.

wo würden sie ganz gern mal bepaart werden?
Der Phantasie sind ja wie gesagt keine Grenzen gesetzt… und da ich nun einmal keine libidinöse Trauerweide bin, komme ich an nicht wenigen Orten auf solche Gedanken. Ob das nun das klassische Kornfeld, der duftende Waldboden, der nächtliche Strand oder die einsame Berghütte ist – zu Schandtaten bin ich so gut wie immer bereit. Nur Zuschauer brauche ich keine.

und: wie war ihr erstes mal?
Verwirrend, aufwühlend, auf eine Art enttäuschend (“und das soll diese große Sache sein, auf die ich immer so neugierig war?”), stressig (es war für uns beide das erste Mal, ich hatte panische Angst, schwanger zu werden), ungeschickt, unentspannt, irgendwie auch unangenehm – eine denkbar kurze und komische Initiation. Ein Wunder eigentlich, daß ich’s nicht dabei bewenden ließ. Aber der Körper hat, glaub ich, seine eigene Intelligenz und wußte, daß das noch sehr, sehr interessant werden würde. ;)

Und jetzt die wirklich schwierige Frage ;) – Was sind Deine 3 Lieblingssongs?
Die in der Tat mit Abstand schwierigste Frage. Musik spielt in meinem Leben von Kindesbeinen an eine genauso wichtige Rolle wie Lesen, da ich das riesengroße Glück hatte, in einem Elternhaus aufzuwachsen, in dem beides an der Tagesordnung stand und auf eine Art und Weise gefördert wurde, daß ich in eine wohl lebenslange Musik- und Buchabhängigkeit geriet. Eine der ältesten Lieblingsnummern ist für mich daher neben verschiedenen Tearjerkern aus der Swing-Ära wahrscheinlich Gershwins “Summertime”, eine der genialsten Rocknummern “Baby Love” (Mother’s Finest) und einer der am meisten geliebten und bestaunten Songs neueren Datums “Big Balloon” von Beady Belle.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe für oben herum? Jacke, Pullover, Bluse, T-Shirt etc.
Schwarz-wie-die-Nacht-Schwarz.

Wie häufig haben Sie Lust, sich Schuhe zu kaufen.
Eher selten. Weil ich weiß, wie lange es dauert, sie so einzulaufen, daß ich mich damit wohl fühle und nicht blute, wenn ich länger damit unterwegs bin. Aus diesem Grund greife ich auch vorwiegend auf meine geliebten Turnschuhe (aka Sneakers) zurück, die ich dann bis zum völligen Verschleiß trage.

Warum haben Sie den Herrn Ad genommen? :D (warum haben sie den herrn ad genommen, wenn der herr pulsiv doch viel besser ist? :P)
Warum fließt Wasser nach unten? Warum scheint die Sonne? Warum schnurren Katzen? Warum gibt es die Sterne? Warum lächeln wir? Warum weinen wir? Warum haben wir ein Bewußtsein? Was denkt uns? – Ich weiß es nicht. Ich kann nicht einmal sagen, daß es Liebe auf den ersten Blick war, weil wir uns ja noch nicht einmal von Angesicht zu Angesicht kennengelernt hatten, als wir uns ineinander verliebten, was vielleicht die verrückteste Geschichte in meinem ganzen Leben ist, aber es war tatsächlich so, daß ich wußte, “er ist es”. Es war ein Wissen, eine Antwort auf eine Frage, die ich nicht gestellt hatte, die wie eine unumstößliche Tatsache mehr in meinem Unterbewußtsein als in meinem Bewußtsein aufging wie eine Sonne; etwas, von dem ich felsenfest überzeugt bin und von dem ich gleichzeitig nicht überzeugt sein muß, weil es einfach in mir ist; wie die Kraft, die einen Fluß dazu bewegt, seinem Meer entgegenzustreben. Und so ist es bis heute. :)

was wären ihre worte, wenn man sie beim fremdgehen erwischen würde?
Die Sache ist die, daß Fremdgehen keine Option ist. Die Idee existiert für mich ganz einfach nicht, nicht, weil ich plötzlich zum keuschen Engel mutiert wäre, sondern weil mir jegliches Interesse an Fremd-Körpern fehlt. Man sagt, daß alles, was denkbar ist, machbar sei. Fremdgehen ist für mich nicht einmal denkbar.

Wenn Sie als Musikinstrument reinkarniert werden, was für welches wärn’s denn gern?
Ein Akkordeon in den Händen eines Meisters. Kein Instrument kann gleichzeitig so fremd, so daheim, so wild, so sanft, so komisch, so schön, so laut, so leise, so melancholisch, so erheiternd, so todtraurig und so furios lebenslustig klingen.

welche ihrer brüste ist die größere?
Nojo, die linke isses nicht, also wird’s wohl die rechte sein.

wenn sie sich eine übernatürliche fähigkeit aussuchen könnten… welche wäre es, und warum?
Fliegen, so wie ich in ganz, ganz seltenen Träumen fliegen kann. Weil das Glück, das ich dabei empfinde, überwältigend ist.

ist das flugfeld glatt oder gibts ne einflugschneise?
Die Terminologie irritiert mich zwar ein bißchen, aber ich glaube, mit “Einflugschneise” die richtige Antwort zu geben. :)

Neulich in Karlau

“Sind Sie der, der Reinsch heißt?”
“Nein, mein Herr. Ich bin der Claude Eckel, und Hirsch heißt mein Vater!”

[Inspiriert von Nömix]

Fragestunde

Heute versuchen wir mal was richtig Interaktives, Leserschaft. Audience Participation! Yeehah!
Du stellst mir Fragen – dumme, g’scheite, fiese, grundlegende, wasauchimmer -, ich beantworte sie dir, hier im Blog und coram publico. Wahrheitsgemäß.
Erlaubt ist alles, verboten ist nix.
Was du, Leserschaft, schon immer über dieJulia wissen wolltest und bisher nicht zu fragen wagtest: Du hast die Chance, und so uneinmalig ist die nicht. Also nutze sie.

Herr bastiH hat’s erfunden, das neubaublog hat’s übernommen, über die Heldin bin ich drauf gekommen.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit und weil ich dich und deine Motivation ja kenne, Leserschaft, geb ich dir bis Donnerstag, 12 Uhr mittags, Zeit. Solltest du beschließen, mich zu ignorieren: auch gut. Ich kenne keinen Stolz und keine Scham. Ich bin Bloggerin. ;)

Herr Krause hat gewonnen!

Jaja, Leserschaft,

so bist du zu mir.
Ignorant, unaufmerksam, ungerührt, eisern und stur. Pah!
Kein Muh, kein Mäh; und gäbe es nicht meine Statistik, ich könnte fast den Eindruck gewinnen, daß ich einsam durch Zeit und Raum treibe.
Ungelesen, unbeachtet und ungeliebt.
Leserschaft, das hätte ich nicht von dir erwartet, und mein Gedächtnis ist dahingehend elefantös, das kann ich dir gleich sagen. Ein Dickhäuter und eine Julia vergessen nix. Vergeben vielleicht, aber vergessen: nein. Nie! So nicht! Nicht mit mir!

Aber halt.
Die Kirche Maria vom Siege verrät es mir seit vielen Jahren: ES GIBT EINEN, DER DICH LIEBT!
Zumindest gibt es einen, der sich vor internationalem Voodoo fürchtet.
Jedenfalls gibt es einen, der betreibt nicht nur eines der schönsten Blogs der Welt, nein, der hat mich auch noch mit einem Bild beglückt, das vermutlich in jedem Fall als Siegerbild prämiert hätte werden müssen.

Voilà, der Sieger meines so großartigen wie unbeachteten kleinen Fotowettbewerbs, und jetzt beiß dich in den Popo, Leserschaft, stell dich in die Ecke und schäme dich, heißt PEST KRAUSE, ißt eine Erdbeere, deklamiert Bukowski und steht auf einem Bein. Mit Hund! In allen Belangen erstklassig, überwältigend, unnachahmlich, köstlich und großartigst, möchte ich sagen. Ich bin sehr bezaubert!

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Herr Krause, Sie sind wunderbar!
Mögen Ihnen die Götter stets wohlgesonnen sein – und melden Sie sich via Elektropost, dann schicke ich Ihnen was Famoses. :)

Stell dir vor…

… es ist Fänzone und keiner geht hin.
Gastronomen der Wiener Fanzone drohen mit Streik – Umsatz teils 90 Prozent hinter Erwartungen zurück – Wirt: “Es ist ein Debakel” – Anwälte eingeschaltet.

Aber nu. Das Fußballdingens bringt uns (“uns” dürfte sich vielleicht ein bißchen auf die UEFA, TV-Sender, McDeppert und Konsorten beschränken?) ja mil-li-o-nen-wei-se Gewinne, nä? Da ist es gerechtfertigt, den halben Ring zur Sperrzone zu erklären, nä? Die paar Touristen, die deshalb nicht kommen*, sind ja ein Lercherlschas gegen die Myriaden zahlender Fußballfans, nä? Und der Trachtenverein darf seine komischen Abfangjäger im Tiefflug über Wien fetzen lassen, daß einem nur so die Knie schlottern, zweng der Luftsicherung. Und das Donauinselfest ham sie auf Herbst verschoben, weil ja alle an diesem Megaspektakel teilnehmen. Jaja, alles klar. Ich will ja nicht bös sein, aber…

Ähm, ja. 19 Tage noch, dann isses vorbei. Was immer es auch gewesen sein wird.

*20 Prozent der üblichen Stammgäste und 75 Prozent des Wiener Kongreßtourismus bleiben im Juni aus, insgesamt werden diese Verdrängungseffekte auf minus 90 Mio. Euro beziffert; aus der touristischen EM-Wertschöpfung erwartet man sich aber (optimistischerweise?) insgesamt 472 Millionen Euro. Quelle: profil 23, 2. Juni 2008

Petunia non olet!

Heute also dann doch noch drei dieser bezaubernden, üppigen, duftenden Nachtschattenschnuckeln fürs Fensterbrett erstanden, ohne die der Sommer nur halb so schön ist, obwohl ich letzte Woche schon in mehreren Blumenläden davon in Kenntnis gesetzt worden war, daß es dafür heuer schon zu spät ist. Aber meine Lieblingsblumenfrau, die letzte Woche nicht da war, hatte dann doch noch ein paar Exemplare. Meine Blumenfrau und ich, wir haben ein durchaus inniges Verhältnis. Ich versuche immer, beim Zahlen aufzurunden und ihr ein bißchen Trinkgeld zu geben, während sie sich von mir nie den ausgewiesenen (ohnehin schon niedrigen) Preis bezahlen läßt. Heute hat sie aus 9 Euro 7,50 gemacht und ließ auch nicht mit sich handeln, als ich ihr 8 Euro in Münzen aushändigte und meinte “das paßt schon”, im vollen Bewußtsein, daß das, was sie da verlangt, ohnehin mehr symbolischer Natur ist, weil Glück nicht käuflich und so.

Ihre Antwort (wobei sie mich streng über den Rand ihrer Brille anschaute): “Nein, also wenn schon, denn schon!”

Was mich jetzt schon wieder ein bißchen in die Bredouille bringt. Einer Friseurin, die mir einmal kunstfertigst zu einem echt umwerfenden Schopf verhalf, habe ich einst als Ausdruck meines Wohlwollens einen fetten Blumenstrauß vorbeigebracht, bloß – was schenkt man einer Blumenfrau? Schokolade? Was, wenn sie so drauf ist wie ich und gar keine mag? Ein Glas Senfgurken?

In mir drängt es nach Ausgleich. Zumal ich auf dem Weg zum Blumenladen zwei Euro gefunden habe, die ich an mich nahm. Schätze, ich muß am Abend mindestens einen Augustin kaufen, damit das Weltgefüge nicht durcheinanderkommt.