Tiergarten Schönbrunn, 1. April 2008
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ist das peter struck, da auf dem bild 0108k?
Sie heißen nicht nur so, Sie sind es!
Ich heisse nicht so, und ob ich so bin, weiss ich nicht.
Was ich weiss: Ein sehr gelungener Titel fuer diese Serie!!
Rilkes Worten wohnt halt ein ganz eigener Zauber inne… und ich freu mich, wenn jemand es goutiert!
nun, es fragt sich immer, wer “hinter” und wer “vor” dem gitter steht.
ich war übrigens auch am 1. april in schönbrunn.
das löwenbild stammt von einem früheren besuch…
…, aber grad der besuch der eisbären hat sich an diesem tag
aus voyeuristischer sich sehr gezahlt.
Nun ja… ich bin mir mit mir selber noch ein bißchen uneins, wie ich zum Zoo stehe.
Was mir weh tut sind nicht sosehr die eingesperrten Viecher. Die hätten es in freier Wildbahn vielleicht nicht gerade besser, Fressen und Gefressen werden und Artenschutz und sowieso. Aber die Leute. Herumgeplärre, die Erwachsenen genauso wie die Kinder. Da hämmern kleine Hände gegen Gitter und Sicherheitsglas, da hauen kleine Gestalten mit Stöcken gegen Käfige, und die Eltern kümmert es keinen Deut, obwohl sie es genau mitkriegen. Da marodieren ganze Schulklassen johlend zwischen hysterisch gewordenen Affen, und keiner sagt was. Keiner tut was dagegen. Das erschreckt mich, das macht mich wirklich traurig und wirklich wütend. Null Respekt vor diesen wunderbaren Viechern, als wäre es einfach sowas von wurscht, was da hinter den Stäben schleicht, döst oder hockt. Ich bin ein äußerst friedfertiger Mensch, wissen Sie, aber jedesmal, wenn ich in Schönbrunn bin, wünsche ich mir so ein Elektroschockgerät. Um meine Artgenossen einzubremsen. Und dann Hausverbot, für immer.
Stille würde ich mir wünschen. Gesenkte Stimmen. Vorsichtige Schritte. Ein Verhalten, das der Begegnung mit diesen Kreaturen, die sich das nicht ausgesucht haben, da zu sein, angemessen ist. Dann könnte ich Zoobesuche fast ganz ohne schlechtes Gewissen genießen.