Kurz und bemüht pragmatisch, obwohl mir durchaus die eine oder andere Ausfälligkeit einfallen würde:
Ich bin also seit sechseinhalb Jahren internet- und festnetztechnisch Kundin bei UTA, wobei UTA 2004 von Tele2 übernommen wurde. Zu meinem gewählten Dienst ist zu sagen, daß er aus heutiger Sicht nicht gerade der billigste ist (Breitband-Internet) und mit rund 40 Euro/Monat zu Buche schlägt; insgesamt bezahle ich alle zwei Monate, wenn die Rechnung kommt, +/- 100 Euro; manchmal war es aufgrund von Auslandsgesprächen in der Prä-Skype-Ära auch schon erheblich mehr. Dienst funktioniert, Kunde zahlt. Alles schön und gut und problemlos. Sollte man meinen.
Vorigen Montag wurden - ohne jede Vorwarnung, ohne Mahnung, ohne jedes Verschulden meinerseits - mein Internetzugang und mein Mail-Account gesperrt. Nach mehrmaligen (anfangs noch optimistischen) Anrufen bei der Hotline, wo man mit leeren Callcenter-Floskeln abgespeist wird, und einer (bis heute unbeantworteten) Beschwerde via Mail dann die völlig paralysierende Botschaft, daß ich der Firma 39 Euro und ein paar Zerquetschte schulden würde; “Mahnspesen” (?), die ich nicht verursacht und von denen ich nichts gewußt habe, weil niemals eine Rechnung oder gar Mahnung bei mir eintraf - und ich meine Rechnungen ja immer bezahlt hatte.
Wie oder wann es zu diesem Betrag kam, konnten die Hotline-Mitarbeiter nicht erklären. Es ging auch nicht aus dem drei A4-Seiten umfassenden Umsatzbericht hervor, den man mir kommentarlos zusandte. Fazit ist aber leider, daß mein Zugang heute noch gesperrt wäre, wenn die 40 Kröten nicht in der Zwischenzeit zur Einzahlung gelangt wären, und daß wir über Ostern nicht ohne Internet sein wollten (wobei der Dienst bis 31.3.2008 ja auch brav bezahlt ist). Also haben wir zähneknirschend gezahlt. Mein Zorn ist groß, aber gegen die geradezu kafkaeske Macht dieses Telekommunikationskraken ist kein Kraut gewachsen, wie man auch anhand einiger Leserbriefe auf konsument.at sehen kann (zum Beispiel hier).
Was bleibt zu sagen? Möge sich jeder selbst ein Bild von den Praktiken dieses Unternehmens machen. Ich habe jedenfalls die Schnauze voll und soeben meinen Anschluß gekündigt. Es gibt ja glücklicherweise noch andere - und günstigere - Anbieter.
Ufff. Du auch. Tele2 zieht hier in Deutschland ähnliche Praktiken ab - und ich wundere mich jedesmal, dass es da noch Kunden gibt.
Hierzulande habe ich die Erfahrung gemacht, dass Tele2-Kunden der gekündigte Port noch bis zu 7 Monaten belegt wurde - eben so, dass der «Neue» nicht schalten konnte. Ich hoffe, das passiert dir nicht.
Und falls es Alice bei euch gibt … Finger weg.
Tja, das Schlimme an der Sache ist, daß ich die wilden Geschichten über UTA (nunmehr Tele2) nie nachvollziehen konnte, weil ich, wie gesagt, schon jahrelang Kundin bin (war) und nie Probleme hatte. Irgendwann erwischt es einen dann halt. ;-/
Alice gibt’s in Ö übrigens nicht… aber wahrscheinlich ist das eh alles ein bißchen Russisches Roulette. Bin gespannt, wie sich der Abschied so gestalten wird. Hoffentlich kein Schrecken ohne Ende…
Oh Schreck. oh Graus.
Viel Glück (beim Roulette) für die Zukunft.
Zwei Tipps zur Kündigung von Tele2:
1) Korrespondenz gut - sehr gut - aufheben, damit du später alles belegen kannst. Am besten mit Fax-Sendebestätigung bzw. Bestätigung des eingeschriebenen Briefes.
2) Abbuchungsaufträge zugunsten Tele2 sofort stornieren.
Bei uns kam’s nämlich so:
Ich hab telefonisch extra nachgefragt, wann ich kündigen muss, damit der Vertrag zum Zeitpunkt X beendet ist. Gemäß der damals gegebenen Antwort gehandelt: zum Monatsletzten schriftlich gekündigt, ein Monat Kündigungsfrist. Eine Antwort geschweige denn Bestätigung kam nie, trotzdem nahm ich an, dass alles ordnungsgemäß gelaufen sei.
Dann kam ganz selbstverständlich eine Rechnung für das Monat X+1, und auf meinen verwunderten Anruf folgende Antwort: Von einer Kündigung wisse man nix, ein Fax sei nie eingegangen. Also hab ich das damalige Fax samt Sendebestätigung nochmals gefaxt. Kann ja mal passieren.
Antwort auf meine nächste Anfrage, ob denn nun alles geklärt sei: Ja, Fax ist eingegangen, aber zu spät - man müsse bis spätestens 15. eines Monats kündigen, damit der Vertrag zum Ende des Folgemonats erlischt. Wie bitte?
Es folgte ein böser Brief samt Androhung rechtlicher Schritte meinerseits. Darauf sprach ich zum ersten Mal mit jemandem außerhalb der Hotline - jemand mit Namen und Durchwahl. Die Person entschuldigte sich erstmals für entstandene Missverständnisse und versicherte, dass alles geregelt sei - rückwirkend zum von mir vorgesehenen Vertagsende X.
Es dauerte nicht lange, folgte die Rechnung für Monat X+2 - an der angegebenen Rechnungsadresse wohnten wir schon lange nicht mehr. Wieder eine Nachfrage von mir - diesmal gleich an jene Person und nicht an die Hotline. Entschuldigung, da sei was schief gelaufen, man wird alles rückbuchen. Es folgten noch 3 (!) Bestätigungsanrufe von Tele2 mit identem Inhalt, dass jetzt alles geklärt sei.
Und das war dann endlich das Ende einer nervenzehrenden Geschäftsbeziehung und noch anstrengenderen Kündigung.
Huiuiui.
Auf den zugesicherten Rückruf eines echten Menschen mit Durchwahl und die Re-Mail eines echten Menschen als Reaktion auf unsere doch recht insistierenden Beschwerden wegen der Sperrung warten wir bis heute… aber ich glaube, da braucht man sich auch gar keine Illusionen machen. “Customer Care”. Hihi.
Die Sendebestätigung der Kündigung wird aber jedenfalls gut verwahrt. Auch die von mir bewußt erzwungene E-Mail einer echten Person bei Tele2, worin schwarz auf weiß geschrieben steht, daß Kündigung per Fax samt Unterschrift genügt… ausgedruckt und sorgfältigst verwahrt. Zur Not tanzen wir eben persönlich bei denen an - wir wohnen ja in Wien. ;-)
hallo leute,
ich hab soeben selbiges Problem! 2007 gekündigt, telefonisch und per FAX!
Tele2 UTA sagen jetzt (März 2008) sie haben nie ein FAX erhalten.
Rückwirkende Kündigung gibt es nicht!
Obwohl Sie zugegeben haben, dass seit Juni 2007 kein Bit an Daten mehr über diesen Anschluss transferiert wurde.
kunde ist könig - schon lange nicht mehr!!!
Das Beste an dem ganzen ist jedoch, dass die Anliegenabteilung nur per FAX erreichbar ist. Ja sogar intern hat man mir versichert gibt es keine Möglichkeit diese “Abteilung” zu kontaktieren.
Das alleine sagt schon so ziemlich alles!
Ich überlege mir rechtliche Schritte.