Gefunden bei Herrn e!genart, bei dessen bevorzugter Schlafposition jeder Chiropraktiker leuchtende Augen bekommen müßte - ein schönes Stück Holz zum Thema Nachtruhe.
Hast du eine Bettwurst?
Was immer das auch ist: nein. Ferner befinden sich nicht in meinem Besitz: Bettkäse, Bettschmalz oder Bettbrot.
Lieblings-Schlafklamotte?
äh, ja, tja also. Ich schlafe nackig. Ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß mich der bloße Gedanke an Krankenhausaufenthalte leicht bis mittelschwer panisch stimmt. Selbst in der Sahara, und jetzt passen Sie mal gut auf, verehrter Leser, wunderbarste Leserin, was ich für Erfahrungen sammeln durfte in meinem wilden Leben als voll harter Hase, hab ich völlig hemmungs- und textilfrei in meinem Ajungilak geschlafen. Was Kenner dieses Daunenschlafsacks auch wärmstens empfehlen, weil es so einfach am komfortabelsten und wärmedämmendsten ist. Punkt. Ein Hauch Opium von YSL, da bin ich ausnahmsweise einmal ganz Luxusweib, darf auf vor dem Schlafen üblicherweise frisch geduschter Haut übrigens sein, aber nur ein Hauch.
Lieblings-Bettwäsche?
ist aus Leinen, beige-weiß und kommt aus dem schwedischen Duzfreundmöbelhaus.
Lieblings-Schlafposition?
Allein: Rückenlage. Hände knapp unterm Nabel geparkt.
Zu zweit: auf der linken Seite liegend, meine Nase an seinem Rücken, meine Hand auf seinem Beckenknochen. Heimeliger geht nicht. Urzustand. Seligkeit. Reines Glück.
Hast du ein Einschlafritual?
Allein: Nein. Augen zu und durch. Blöd ist, daß ich in letzter Zeit lieber nicht mehr vor dem Einschlafen lese, weil ich mich dann an der Geschichte festsauge und es dann wieder vier, halb fünf wird, was der operationalen Vigilanz anderntags nicht immer zuträglich ist. Ich weiß nicht, wie ich früher so konsequent sein konnte, es wirklich bei ein paar Seiten bewenden zu lassen, würde das aber gern wieder lernen.
Zu zweit: aber ja. Wange an Rücken schmiegen, Hand auf Beckenknochen parken, selig einschlummern.
Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Hüstel. Ja. Knuddelpolster sowieso (wird gelegentlich als Rückenattrappe verwendet, ist aber im Vergleich mit dem Original ein sehr unbefriedigendes, ja nachgerade lächerliches Substitut), und dann gibt es da noch so einen, ähm, Stofflöwen.
Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?
Lesen. Versuchen, das monochrome Licht kurz vor der Dämmerung zu beobachten. Fluchen. Aufstehen. Wäsche waschen. Kaffee kochen. Auf Wikipedia Zufallsartikel lesen und mich durch dutzende Einträge klicken, bis ich schließlich bei ausgewählten Aspekten des mongolischen Rechtssystems oder sowas in der Art lande.
Wie groß ist dein Bett?
200×140, auf dem verwaisten Ex(Hoch-)bett liegt die gute Single-Gesundheitsmatratze.
Linke oder rechte Seite?
In Abwesenheit des Liebsten auf, in Anwesenheit an seiner Seite. Welche das ist, sag ich nicht.
Wie lässt du dich wecken?
Wochentags um 8:07h vom Handywecker (Klingelton: kontinental, Vorweckung) und um 8:17h gibt es dann den Weckruf des Liebsten, der 900 Kilometer weiter meistens schon hellwach ist, während ich gerade erst einmal materialisiere.
Am Wochenende gar nicht. Und bald schon jeden Tag in der wunderbarsten aller Weckvarianten, der Ankuschelversion.
Dein erster Gedanke am Morgen?
Warum bringt mir eigentlich keiner den Kaffee ans Bett? Und warum muß ich so dringend pinkeln, obwohl ich mich viel lieber noch einmal umdrehen und weiterdösen würde? Und wer hat eigentlich das Aufstehen erfunden? Eindeutig ein Verstoß gegen die Menschenrechte! Und die Gewerkschaft tut auch nix dagegen. Böse Welt!
Was machst du um wach zu werden?
Mich ans Fenster stellen, 50 Kniebeugen machen, 30 Minuten joggen, kalt duschen und dann ein Müsli mit probiotischem Wunderjoghurt und frischen Früchten essen und dazu einen grünen Tee trinken. Hihi, kleiner Scherz. … gähnend in die Küche tapsen, Kaffee zustellen (2-3 Tassen müssen schon sein), pinkeln, mich in einem alten profil festlesen, Rechner hochfahren, Skype starten, mit dem Liebsten plaudern, feststellen, daß ich spät dran bin, zähneputzen, ins Gewand hüpfen, um dreiviertel zehn aus dem Haus gehen.
Das ist ein Steckerl/Stock. Wer will, soll.