Archiv für August 2007

Bäh.

Ich bin verkatert, ich bin müde, meine Augen tränen und mein Magen knurrt, als würde da drin eine Steinlawine abgehen. Dabei wars gestern so schlimm auch wieder nicht - ich hatte drei Bier. Es hat Zeiten gegeben, da war ich - eigentlich schon fast jeden Tag - mit den Jungs unterwegs und hab das vertragen wie nix. Ich glaube, ich werde alt… oder habe ich sowas wie eine Alkoholunverträglichkeit entwickelt?

Jedenfalls isses ekelhaft. Echt jetz’. Bäh.

Roachford…

Erinnert sich eigentlich noch wer an Roachford? Dieses unsagbar… irgendwo zwischen so versteckt, nett, unauffällig und für immer hängenbleibend angesiedelte “Lay your love on me”? Ich habe so einen speziellen Bezug dazu. Eine Küche war’s, nicht meine. Jemand stand unter einer Dusche und ich vor einem Radio, das ich lauter und lauter und lauter drehte, dieser sanfte, dahinblubbernde, sich ins gospelhafte steigernde Sound griff mir plötzlich ans Herz, wurde privat, privatest, subkutan, die Situation wurde insulär, ich wußte plötzlich mit jeder Faser, daß da draußen etwas wartet, etwas Großes, und ein blauer Teppich auf einem Holzboden, die Sonnenstrahlen, mag sein, daß es Sommer war oder schon fast Herbst; etwas in mir starb, etwas in mir vergoß ein paar Tränen, etwas sehr großes erhob sich in mir und lächelte weise. Kitsch, das ist Kitsch, heute höre ich die Nummer zum ersten Mal seit so vielen Jahren wieder, in meinem Lieblingslokal, bachen, wie man auf Österreichisch sagen würde, wenn man meint: uninnovativ (was für ein Unwort), tranig, gestrig. Und trotzdem werde ich aufmerksam, spielt das limbische System verrückt und freut sich wie ein ganzer wurliger Montessori-Kindergarten. Siehst du, sagt es mit einer Verve, die mich halb vom Sessel haut, siehst du, jetzt bist du genau da, wo du damals etwas geortet hast, das du nicht kanntest und nie erträumt hättest, indes: du hattest eine Ahnung davon. Eine Wimper. Einen Wunsch. Jetzt bist du da. Tatsächlich da. Daheim. Angekommen. Dort, wo dich niemand mehr vertreiben kann.

Anstatt spontan mitteilsam zu werden freue ich mich nach innen. Nehme meinen Weg zur U-Bahn und von dort nach Hause. Per pedes. Drei Bier: genug, um mich aus dem Orbit zu hauen. Gründlich. Sitze hier vor meinem Rechner und kann es irgendwie gerade nicht verarbeiten und schreibe es trotzdem auf, schreibe es in eine real existierende Öffentlichkeit, auch wenn es wirr scheinen mag oder komisch oder einfach nur nichtssagend. Liebe Tamara Tagebuch… Ich werde den unmittelbaren Drang verspüren, das hier zu löschen, nach ein paar Stunden Schlaf. Kenn mich ja.

Trotzdem. Ich kann nicht anders gerade.
Anhören? YouTube. Herzschlag-Beat. Prince-Anwandlungen. Einfach nur schön. Open your heart and I’ll play you a song. So kitschig. So schön. So… daheim. MannMannMann.

Bettgeschichten

Gefunden bei Herrn e!genart, bei dessen bevorzugter Schlafposition jeder Chiropraktiker leuchtende Augen bekommen müßte - ein schönes Stück Holz zum Thema Nachtruhe.

Hast du eine Bettwurst?
Was immer das auch ist: nein. Ferner befinden sich nicht in meinem Besitz: Bettkäse, Bettschmalz oder Bettbrot.

Lieblings-Schlafklamotte?
äh, ja, tja also. Ich schlafe nackig. Ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß mich der bloße Gedanke an Krankenhausaufenthalte leicht bis mittelschwer panisch stimmt. Selbst in der Sahara, und jetzt passen Sie mal gut auf, verehrter Leser, wunderbarste Leserin, was ich für Erfahrungen sammeln durfte in meinem wilden Leben als voll harter Hase, hab ich völlig hemmungs- und textilfrei in meinem Ajungilak geschlafen. Was Kenner dieses Daunenschlafsacks auch wärmstens empfehlen, weil es so einfach am komfortabelsten und wärmedämmendsten ist. Punkt. Ein Hauch Opium von YSL, da bin ich ausnahmsweise einmal ganz Luxusweib, darf auf vor dem Schlafen üblicherweise frisch geduschter Haut übrigens sein, aber nur ein Hauch.

Lieblings-Bettwäsche?
ist aus Leinen, beige-weiß und kommt aus dem schwedischen Duzfreundmöbelhaus.

Lieblings-Schlafposition?
Allein: Rückenlage. Hände knapp unterm Nabel geparkt.
Zu zweit: auf der linken Seite liegend, meine Nase an seinem Rücken, meine Hand auf seinem Beckenknochen. Heimeliger geht nicht. Urzustand. Seligkeit. Reines Glück.

Hast du ein Einschlafritual?
Allein: Nein. Augen zu und durch. Blöd ist, daß ich in letzter Zeit lieber nicht mehr vor dem Einschlafen lese, weil ich mich dann an der Geschichte festsauge und es dann wieder vier, halb fünf wird, was der operationalen Vigilanz anderntags nicht immer zuträglich ist. Ich weiß nicht, wie ich früher so konsequent sein konnte, es wirklich bei ein paar Seiten bewenden zu lassen, würde das aber gern wieder lernen.
Zu zweit: aber ja. Wange an Rücken schmiegen, Hand auf Beckenknochen parken, selig einschlummern.

Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Hüstel. Ja. Knuddelpolster sowieso (wird gelegentlich als Rückenattrappe verwendet, ist aber im Vergleich mit dem Original ein sehr unbefriedigendes, ja nachgerade lächerliches Substitut), und dann gibt es da noch so einen, ähm, Stofflöwen.

Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?
Lesen. Versuchen, das monochrome Licht kurz vor der Dämmerung zu beobachten. Fluchen. Aufstehen. Wäsche waschen. Kaffee kochen. Auf Wikipedia Zufallsartikel lesen und mich durch dutzende Einträge klicken, bis ich schließlich bei ausgewählten Aspekten des mongolischen Rechtssystems oder sowas in der Art lande.

Wie groß ist dein Bett?
200×140, auf dem verwaisten Ex(Hoch-)bett liegt die gute Single-Gesundheitsmatratze.

Linke oder rechte Seite?
In Abwesenheit des Liebsten auf, in Anwesenheit an seiner Seite. Welche das ist, sag ich nicht.

Wie lässt du dich wecken?
Wochentags um 8:07h vom Handywecker (Klingelton: kontinental, Vorweckung) und um 8:17h gibt es dann den Weckruf des Liebsten, der 900 Kilometer weiter meistens schon hellwach ist, während ich gerade erst einmal materialisiere.
Am Wochenende gar nicht. Und bald schon jeden Tag in der wunderbarsten aller Weckvarianten, der Ankuschelversion.

Dein erster Gedanke am Morgen?
Warum bringt mir eigentlich keiner den Kaffee ans Bett? Und warum muß ich so dringend pinkeln, obwohl ich mich viel lieber noch einmal umdrehen und weiterdösen würde? Und wer hat eigentlich das Aufstehen erfunden? Eindeutig ein Verstoß gegen die Menschenrechte! Und die Gewerkschaft tut auch nix dagegen. Böse Welt!

Was machst du um wach zu werden?
Mich ans Fenster stellen, 50 Kniebeugen machen, 30 Minuten joggen, kalt duschen und dann ein Müsli mit probiotischem Wunderjoghurt und frischen Früchten essen und dazu einen grünen Tee trinken. Hihi, kleiner Scherz. … gähnend in die Küche tapsen, Kaffee zustellen (2-3 Tassen müssen schon sein), pinkeln, mich in einem alten profil festlesen, Rechner hochfahren, Skype starten, mit dem Liebsten plaudern, feststellen, daß ich spät dran bin, zähneputzen, ins Gewand hüpfen, um dreiviertel zehn aus dem Haus gehen.

Das ist ein Steckerl/Stock. Wer will, soll.

Oh Mann!

Das heißt Free Willy, ihr Nasen!

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Beauty. Love. Pleasure. Trust.

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[Soundtrack des Augenblicks: Massive Attack | Angel]

Ein, äh, sensibles Geschäft…

Manchmal kann man ja einfach nur sprachlos stehenbleiben und die Kamera zücken.

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ja!

4u 754 + canon powershot + world of reptiles + dornschwanzagamen + count basic: love & light + naschmarkt + 212 + das staubige tier + franz mit wolfgang + palais liechtenstein, westflügel + kebab + mq + botanischer garten + thunfischblätterteigtascherl + hochstrahlbrunnen + karlskirche + schwedenplatz + u4 (das verkehrsmittel, nicht die hütte) + tarama + maki + mitternachtskaffeekochen + quatsch machen + frühstück um eins + stadtwanderungen + rbk vs. fake + lachen + donaukanal + lustige hunde + frischgepreßter apfelsaft + ankuscheln + kalamata-oliven + doch ein paar worte + nicht mehr lange + einfach alles bestens +++

Mixed Pixels

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[wieder da…]
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[fast ganz ohne Worte…]

32

Von Autobahnen könnte ich schreiben. Von Fledermäusen. Von mediterran konzertierenden Grillen. Von artistischen Katzen. Von prächtigen Gärten und Wolkenformationen und Ankünften. Von bißfest süßen Äpfeln. Von Kochorgien und den einfach nur schmelzpunktinduzierenden Mädchen meiner besten Freundin. Vom Kaiserwetter und der anderntags pedantischen Dachrinne Europas. Und vom Daheimsein. Aber hej. Vom Daheimsein kann man nicht schreiben, das muß man spüren. Schön war es und ist es. 32 bin ich also. Nix ist anders. Alles gleich. Beruhigend. Ich tu dann mal besser ein paar Bilder an diese Stelle.

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Geburtstage sind übrigens auch deshalb so leiwand, weil man - haha! - Geschenke kriegt (ich hab mich nämlich definitiv bei Muttern bedankt… wegen der ganzen Schererei mit der Geburt und so: nochmal - danke fürs Dasein!), und, ja, Geschenke… also in diesem Fall dreht sich gerade eine CD im CD-Player. Frau Madeleine Peyroux, jetzt ganz genau feat. k.d. lang; die singen was von wegen Flüssen und Skaten, die zwei, und wenn da das Piano ganz traurig dieses mollige Jingle Bells dreinklopft, da möchte man dann glatt ein bißchen weinen vor Sichfreuen. Das aber nur so nebenbei. Jetzt freue ich mich nämlich einfach nur auf morgen. Den Flughafen. Den Liebsten. Ankunft. MannMannMann! JA! :)

[Ach ja! Fotos groß machen? Klick! Navigation innerhalb der Lightbox…]

Heute in der Elternküche…

Die Süße!
Hoffentlich findet sie wohlbehalten wieder ins Freie, ohne von den Feliden drangsaliert zu werden…

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