Archiv für July 2007

Fallin’ - Alicia Keys (Live)

Fallen, fallen, fallen
ich falle
du fällst
er fällt
wir fallen

Und in den Nächten fällt die schwere
Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Kopfhörer-Content.

Wissen, von dem ich mir nicht sicher bin, ob die Menschheit es dringend braucht

Heute habe ich geträumt, einen Kuchen in Katzenform zu backen. Eine elegante, schlanke, duftende Kuchenkatze. Gibt es sowas eigentlich schon? Katzenkuchenbackformen?

Ich bin wirklich (auch nach eingehenden Recherchen) der einzige Mensch, den ich kenne, dem man völlig unbekümmert eine halbe Packung Milka Tender (o.ä.) in den Kühlschrank legen kann, die man (wichtiger Zusatz) noch braucht - im Wissen, daß ich sie nicht anrühren werde. Mit Oliven würde das zum Beispiel definitiv nicht funktionieren.

Heute vor 22 Jahren wurde die färöische Sängerin Guðrun Sólja Jacobsen geboren. Ihr älterer Bruder heißt Eyðun Ásason und ist ebenfalls musikalisch, wenn auch bisher nur als Amateur in Erscheinung getreten. Der Name Sólja bedeutet übrigens Sumpfdotterblume - ein häufiger Name für färöische Mädchen.*

*Quelle: Wikipedia

Lorem ipsum

… und das ist auch ein schöner Gedanke, irgendwie, so ein Buch als Energiequelle, an die du nur lange genug angeschlossen sein mußt, um wieder geschmeidig zu funktionieren. Später werden wir einmal eine Wohnung haben mit Balkon und Badewanne, und auf dem Balkon werde ich Paradeiser züchten und jede Menge Blühzeugs und ein Zitronenbäumchen, und in der ersten Nacht, die wir in der neuen Wohnung verbringen, kommt es nicht auf unsere Träume an, sondern darauf, daß wir gemeinsam eine Zitrone essen und die Kerne in duftender schwarzer Erde verbuddeln, damit sie wachsen und irgendwann lauter kleine Sonnen hervorbringen können, Balkonzitronensonnen. Heute habe ich gelesen, daß die Erde doch um ein paar Millimeter kleiner ist als angenommen. Ja sagdumir! Hoffentlich wirkt sich das jetzt nicht auf die Mietpreise aus! Und was, wenn die rausfinden, daß in dem schwarzen Loch am Mars ein Riesenregenwurm wohnt? Werden die den dann fangen wollen? … ich kenne die Antwort. Was wird Greenpeace unternehmen? Ein Schlauchboot vor die ISS parken? Jedenfalls könnte ich mir dann schon denken, welches Bild beim World Press Photo Award gewinnt. Das wäre doch hübsch. Ein Schlauchboot mit ein paar Raumfahrern drin, die ISS und im Hintergrund ein etwas kleiner als angenommener blauer Planet… Und kennst du eigentlich jemanden, der nicht auf die Müller-Lyersche Täuschung hereinfällt? Oder auf Anhieb Alpenostrand richtig liest? Und was ist dein Lieblingspalindrom? Das (politisch heute eher unkorrekte aber ansonsten absolut astreine) EIN NEGER MIT GAZELLE ZAGT IM REGEN NIE oder das ungleich charmantere MADAM, I’M ADAM? (man beachte den Beistrich!). Nein? Was richtig Exotisches? Worüber ich ja auch manchmal nachdenke: die Bücher, die niemals gedruckt, die Songs, die nie veröffentlicht wurden, weil jemand in seinem stilvollen Büro entschieden hat, daß sie nicht erfolgreich sein werden. Oder aus meiner Rotwangenschildkröte, Kassiopeia hieß die, und sie schnappte bisweilen nach Fremden, die sich in einer lauen Sommernacht mir nix dir nix unter dem - nach allen Regeln der Kunst 20 cm im Erdreich versenkten - engmaschigen Zaun hindurchgegraben hat wie ein etwas unförmiger Häftling mit einem Übermaß an Freiheitsdrang. Oder können Schildkröten doch fliegen, über eine zu klein geratene Welt? Und warum schlafen Pferde eigentlich im Stehen? Und wie viele Pferde hat man verbraucht, damals, zur glorreichen Zeit der Historienschinken und Western? Und warum habe ich eigentlich, obwohl ich an mir keine besondere Affinität zu Pferden feststellen kann, noch nie in meinem Leben Pferdeleberkäse gegessen, und das in einer Stadt, wo er durchaus omnipräsent ist? Und warum druckt man lachende Schweine auf Speisekarten? Und würdest du mir glauben, daß ich eine Metzgerei kenne, die Stierschneider heißt? Und warum ist Orion mein Lieblingssternbild, obwohl man ihn nur im Winterhalbjahr sieht und ich den Sommer der kalten Jahreszeit bei weitem vorziehe? Und ist es eigentlich noch Zufall zu nennen, daß wir beide immer am selben Wochentag Geburtstag haben, hatten und haben werden? Und was war noch einmal schnell die Begründung? Ach, laß. Manche Dinge braucht man nicht zu verstehen, und über Musik zu schreiben ist… wie zu Architektur zu tanzen. Der Himmel ist manchmal sehr blau, und das ist einfach gut so. Manchmal ist einfach keiner da, der wissen will, warum. Das nennt man dann wohl Glück. Glücksschwein, ein gelbes Glücksschwein, ein Sonnenschwein, das dich anlacht. Viel Glück!

Buchstabenwiederauffüllungskur

Nicht viel zu lesen hier, die Tage, gell?
Ist aber auch kein Wunder. Befinde ich mich doch auf Buchstabenwiederauffüllungskur im Land zwischen den Ohren. Ich lese. Staune. Speichere, juchze, stolpere und renne vorwärts in Landschaften, die ein anderer erdacht hat, schlendere durch Gedankengebäudekomplexe, entworfen von kundigen Wortarchitekten, lasse meine Seele fliegen und mein Hirn spazierengehen, während meine Augen sich wie zwei Hightech-Scanner an den Seiten festsaugen und der Körper entspannt auf der Couch ruht.

… Ich könnte jetzt erzählen, daß das letzte Buch, das ich ausgelesen habe (heute in der Nacht) von Juli Zeh ist, Adler und Engel heißt und zum Bemerkenswertesten gehört, das ich in den letzten Jahren zwischen die Finger bekam; daß ich es jetzt zum zweiten Mal seit zwei Jahren gelesen habe, in einem langen, gierigen Zug, und mich wieder bereitwillig mitreißen ließ von diesem Sog, den die darin beschriebene geisteskranke Höllenglut eines vor Hitze kollabierenden Wiens als bizarre Kulisse für eine so abgedrehte Geschichte, wie man sie eigentlich gar nicht erfinden kann, ausübt; daß es mich wieder atemlos gemacht hat, dieses langsame Zusammenbrechen aller Normalität, dieses langsame Verrecken der Hauptfiguren, die Geschichte, die an ihren Rändern ausfranst und dann in sich zusammenstürzt, um wie eine Nova zu explodieren und zu leuchten. Daß ich am liebsten jedem Menschen, den ich mag, dieses Buch in die Hand drücken und schreien möchte: Lies das, verdammt noch mal, und daß man genau das nicht darf, weil schon zu viele “muß man gelesen haben”-Listen von gut- oder schlechtmeinenden Deutschlehrern zuviele kleine Menschen ins Nichtlesen gestoßen und für immer aus dem Paradies, das man nur zwischen zwei Buchdeckeln finden kann, getrieben haben; auch wenn man einsam ist mit seiner Begeisterung und es so traurig ist, sich allein zu freuen.

… Ich könnte erzählen, daß ich mich eingedeckt habe mit frischem Stoff - Genazino, Die Liebesblödigkeit; Terezia Mora, Alle Tage; und noch einmal die Zeh, Die Stille ist ein Geräusch, alles Bücher, die ich schon länger lesen möchte. Und ich könnte erzählen, daß allein angesichts der Vorfreude darauf der Schreibmuskel wollüstig zuckt, die Nervenenden vor Aufregung vibrieren und ich am liebsten alles gleichzeitig tun würde: lesen, schreiben, fotografieren, singen, tanzen, auf einem Bein hüpfen. Daß die Kur also wirkt, verläßlich wie immer.

Ich… wo war ich stehengeblieben? Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja. Daß es hier nicht viel zu lesen gibt dieser Tage. Wobei… um das zu sagen, sind jetzt ja doch ein paar Buchstaben zusammengekommen. Szenenapplaus. Alle ab.

die Einsamkeit der Dinge

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[to be continued…]

Botanischer Garten Wien, 8. Juli 2007

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Nephelokokkygia

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this direction! (2)

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this direction!

Das ist Wien, wie es leibt und lebt… und ein Grund, warum ich diese Stadt so liebe.

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Schmelzpunkt

“als kleines kind habe ich wohl immer “himmel im mund” gesagt, wenn ich etwas lecker fand.”

Himmel im Mund. Himmel im Mund! Ich werde den Kerl wohl einfach heiraten müssen, wie’s aussieht… :-)