Archiv für July 2007

Elektroinställeischn, yo!

IMG_5491k.jpg

Phatte Auslagen in da Neighbourhood…

Erntemond

noch so was…
so still. So intensiv. So herzzerreißend. Zur guten Nacht…

[Voodoo-Göttin Cassandra Wilson: Harvest Moon (live)]

Essig und Öl

I am the vinegar and salt
And you are the oil that dissolves
My frustrations
Limitations
and I am the vinegar and salt
And you are the oil that dissolves
My frustrations
Limitations
And I…

[Hooverphonic: Vinegar and Salt (live)]

Mein Name ist Zenzi. Rekonvales Zenzi.

Da ich in der Zwischenzeit nicht mehr so richtig weiß, wie ich liegen oder sitzen soll, außerdem schon einen Hitzeausschlag habe und mittlerweile zarte Andeutungen von Tobsuchtsanfällen an mir feststellen kann (trotz völliger Verdunkelung untertags und offener Fenster in der Nacht beträgt die “Zimmertemperatur” seit Tagen zwischen 30 und 31 Grad, nachts 29,5. Das kann nicht gesund sein.), reicht es mir mit Sommergrippe, Fieber und Co. Es hat sich weitgehend ausgerotzt, -gehustet und -geschleimt.

Ich hab die Schnauze voll. Dreckswetter, elendiges! (Notiz an mich: Sommergrippe ist extrem scheiße. Nächstes Mal wieder im Winter influenzieren, wenn’s schon sein muß. Zudecken kann man sich immer, abdecken nur bis zu einem bestimmten Grad.) In diesem Zusammenhang widerrufe ich übrigens sämtliche im Affekt getätigte unwirsche Aussagen über das Winterhalbjahr, das Befahren von Steilhängen mittels seltsamer, an die unteren Extemitäten geschnallter Gegenstände, Christkindlmärkte und klirrende Kälte. Ich wandere aus. Nach Grönland. Der Sommer ist ein Arschloch. So.

Und meine derzeit grottenschlechte Laune kann nicht einmal der Umstand mildern, daß ich in den letzten Tagen ganz ohne mein Zutun drei Kilo abgenommen habe. Dennoch: schönes Wochenende da draußen.

Schonzeit

(endlich einmal ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag verschlafen. Ha!)

IMG_5485Blog.jpg

Siebenunddreißig Grad, Zitronen und Hausarrest

“Wer die Hölle überleben will, muß ihre Temperatur annehmen” schreibt Juli Zeh in “Die Stille ist ein Geräusch. Eine Fahrt durch Bosnien”, und da hat sich mein Körper gestern früh gedacht - nojo, legen wir noch ein Schäuferl nach, damit’s da auch nix haben kann. Sich als Grund für das ganze Halsweh und Schnupfen ausgedacht und mich mit 37,6 übers Wochenende zu Hausarrest statt Schwimmen verdonnert, während sich draußen ein unfaßbar blauer Postkartenhimmel über einen verlassenen Steinofen von Stadt spannt. Noch liegt mein Körper temperaturmäßig vorn; draußen hat es 36 Grad, heute nacht hat mich sogar gefröstelt, aber morgen könnte sich das ändern.

Also hab ich gestern brav Zitronen in meinen Altbau hochgeschleppt und Weintrauben und Paradeiser und Paprika, presse mir alle zwei Stunden eine dieser sauren Sonnen aus und verdünne sie mit einem halben Liter Wasser, gurgle mit lauwarmem Salzwasser die Halsschmerzen weg, von denen schon kaum mehr was zu spüren ist, und mache mich mit kannenweise genossenem Tee, wahlweise in den Varianten grün, Earl Grey und Bio-Kräuter, zum lebenden Durchlauferhitzer.

Dazwischen döse, skype oder lese ich. Der Genazino (”Die Liebesblödigkeit”) hat mich ein bißchen enttäuscht; nette Aperçus, launige Figuren (darunter ein Ekelforscher und der Protagonist selbst, Experte für die Apokalypse), aber insgesamt doch irgendwie lau. Vielleicht liegt es einfach daran, daß ich mich nicht in den Rhythmus Genazinos einfinden kann; die kurzen, fast schon schmucklosen Sätze machen mir die Freude am Lesen kaputt. Ich hab’s halt gern ausschweifend, barock und verschachtelt.

Und jetzt endlich die Zeh und ihr Reisetagebuch, schroff, klug und wortgewandt wie alles, was ich von ihr kenne. Einmal, ganz am Anfang, bin ich ihr ein bißchen bös, weil ich sie dabei ertappe, daß sich der Hund zu einem Fragezeichen zusammenkrümmt und scheißt, ein Satz, der genau so in “Adler und Engel” steht, aber okay, denk ich mir, ich hab auch meine Wendungen, die ich besonders liebe und deshalb möglicherweise mehrfach anbringe. Und oft ist mir das nicht einmal bewußt. Der Zeh gelingt beim Schreiben jedenfalls etwas, das jeden guten Autor ausmacht: Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man sieht durch ihre Augen, man denkt ihre Gedanken, man bewegt sich in ihren inneren Landschaften, als hätte man nie etwas anderes gekannt. Und darauf trinke ich jetzt meine vierte Zitronenlimonade an diesem Tag, um dann gleich wieder zwischen die Seiten abzutauchen anstatt in der Alten Donau zu schwimmen. Die Seel’ die fliagt in’d Höh, juchhe/der Leib, der bleibt am Kanapee. In diesem Sinne. Prost.

Himmel im Mund: Erdäpfelkas!

Es gibt da ja so eine neumodische Diät, die den Verzehr von Kohlehydraten gleichstellt mit dem Ertränken junger Kätzchen. Anhänger dieser Ernährungsform holen den Exorzisten, wenn sie “Schwarzbrot” und “Kartoffeln” hören. Ihr vermutlich trostloses Dasein mögen sie in Ruhe fristen - ich veröffentliche hier heute ein Rezept, bei dem sich solche Zeitgenossen vermutlich in Agonie winden.
Gedscho, gemma.

dieZutaten:

Erdäpfel (=Kartoffeln)
Sauerrahm
Zwiebel
eventuell etwas Butter
Salz
Pfeffer
Schnittlauch

So geht’s:

Die knierzigen Erdapferln zärtlich wallend in Salzwasser kochen und auskühlen lassen, schälen. Zwieberl fein hacken (jetzt kommt ultimative Trick von Julitschka: stellst du gehackte Zwiebel - eventuell mit etwas Butter - kurz in die Mikrowelle [70W/1min], dann ist weniger scharf und macht nix Sodbrennen!). Jetzt die Erdäpfel dazugeben und mit einer Gabel schön engagiert zermantschkern (=zerdrücken), dabei entsprechende Menge Sauerrahm, Salz, Pfeffer und Schnittlauch einarbeiten, bis die gewünschte Konsistenz (=streichfähig) erreicht ist. Klar können Sie die ganze Geschichte auch mit dem Pürierstab bearbeiten, aber ich finde es viel aufregender, wenn man die Zutaten mit freiem Auge noch erkennen kann. Kurz durchziehen lassen. Fertig.

Erdäpfelkasbrot

Extras:
Ich mag das ganze am liebsten auf leicht getoastetem und noch ein bißchen warmem Schwarzbrot, es geht aber sicher jede Variante vom eleganten Mohnflesserl bis hin zum rustikalen Kornspitz.
Empfohlener Soundtrack: Hubert von Goisern | Trad.

Meine Spar!

An Mann oder Frau wos sitzt in Agentur wos mocht Wärbung fir Spar!

Grießditsch!

“Meine Spar” nix is gut Deitsh!
Frogst du nächste Mal Läktor, wenn du mochst Kampagne, fir wos du kriegst viel Gäld und Ruhm. Frogst du zum Baispil mich, moch ich gern fir dich, nix is teuer. Guckstu Impressum fir Kontakt.

Fraindliche Grieße,
deine Julitschka

IMG_5457k_Vorschau.jpg

[Klickstu fir mochta Plastiksack groß!]

Ohrgiastisches zu später Stund. Merke: Späte Stund hat Groove im Mund. Premium Content!

The Roots* feat. Voodoo-Groove-Soulsau-Göttin Jill Scott: You got me (live)

… und wenn wir an die Roots denken, wer fällt uns dann ein? Na? ?uestlove. Genau. Und der sitzt unpackbar laid-back hinterm Schlagzeug, wenn D’Angelo loslegt. Funky wie Sau: Chicken Grease (live)

[*spielen am Nuke, und ich bin aus Gründen nicht dabei, was mich schon ein bißchen traurig stimmt. Yo, und ?uestlove höchstpersönlich macht übrigens morgen im Roxy den DJ…kein Scheiß!]

“Preise in Supermärkten viel zu klein”

Adeg habe zwar, wie versprochen, die Grundpreise etwas vergrößert, aber noch zu wenig stark.

Genau! Ich bin auch dafür, daß sich das schleunigst wieder ändert. So in Richtung “kleine Auswahl, große Preise”. Oder so.