Archiv für June 2007

Heiteres Beruferaten

Es ist das eine, als vollkommener Fremder einmal jährlich in meine Privatsphäre einzudringen, mit schweren Schuhen in meine Wohnung zu latschen und Dreck zu machen.
Es ist das andere, das für den Zeitraum zwischen 7 und 9 Uhr anzukündigen und um 8:29h noch nicht einmal im Haus zu sein.

Ich bin somit völlig unnötig um 6:30h aufgestanden und darf jetzt auf den Menschen, dessen Beruf gesucht wird, warten. Wird er kommen? Wann wird er kommen? Wird er rechtzeitig kommen? Wird er mich auch finden? Fragen, lieber Leser, geschätzte Leserin, über Fragen. So ein spannender Morgen! Daß ich in Gedanken meine Zähne spitze und davon träume, ihm die Augen auszukratzen, ist klar. Oder?

Stilblüten aus der Schreibstube (2)

“Ich könnte mir für mich nicht vorstellen, in einem Büro zu arbeiten. Ich muß mit Menschen zu tun haben.”

Ich arbeite in einem Büro. Ich bin böse. Und abends fresse ich kleine Menschenkinder. Hähä.

evident

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Schläfrigkeit und Schwindel verursachen und so das Reaktionsvermögen soweit verändern, daß die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.

Das mit der Schläfrigkeit stimmt allerdings. Straßenverkehr? Maschinen? Ich glaub, ich werd gleich mit dem Kopf auf der Tastatur landen und selig einschla cakdjrek dkaeörkjemenenlid kcjdkerawekr, dkaweri3,3e,2,ddd

das kleine, gemeine Cervikalsyndrom

Darf ich mal kurz ein bißchen lamentieren?

Ich bin im Grunde eher nicht so die wehleidige Heulsuse, und Nackenverspannungen kenne ich, wie wir alle, auch nur zu gut, aber die letzten Tage waren schon echt brutal. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen eitrigen Zahn im Nacken und Schmerzen, die bis in die (phasenweise tauben) Fingerspitzen ausstrahlen und Sie dazu inspirieren, leise fluchend nach Gegenständen zu treten und in die Tischkante zu beißen.

Ein Schmerz, der irgendwo im Bereich Molto vivace liegt, in keiner Körperhaltung nachläßt und sich zum titanischen Allegro furioso steigert, sobald man auch nur die kleinste falsche Bewegung macht. Und irgendwann nach zwei Tagen war fast alles eine falsche Bewegung, vor allem nachts. Nach zwei so gut wie schlaflosen Nächten kam dann mit der Erkenntnis, daß die unangenehme Sinnesempfindung nicht von selbst nachlassen würde, auch die Einsicht, daß das doch des Guten zuviel ist, und ich suchte den Arzt meines Vertrauens auf.

Dieser, ein äußerst höflicher, zuvorkommender Prototyp von Hausarzt, stellte mich vor die Alternativen Tabletten oder Spritze, wobei ich als eher ungeduldige Natur selbstverständlich die Injektion irgendeines muskelentspannenden Zeugs direkt in die Orte des Geschehens wählte, verschrieb mir Tabletten, bestellte mich für Freitag zur neuerlichen Infiltration und machte mich in vergleichsweise kurzer Zeit zur ca. glücklichsten Person des Universums. Junge, Junge. Ein Hoch auf die Pharmaindustrie! Es ist verdammt schön, wenn der Schmerz nachläßt und sich auf ein erträgliches, leises Adagio reduziert. Nach einem tatsächlich weitgehend schmerzfreien Nickerchen auf der Couch fühle ich mich jetzt irgendwie gerade, als könnte ich Bäume ausreißen.

Und jetz is auch schon wieder Schluß mit Jammern.

Und so.

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Buh!

Donaukanalmonster

(das von heute Nacht war nicht halb so sympathisch.)
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Nachtarbeit

Also das war so. Zuerst konnte ich nicht schlafen, weil ich einen Hexenschuß hab und sich einfach keine bequeme Liegeposition finden ließ.
Also las ich mit herzlichem Vergnügen ein wenig in Midas Dekkers’ Das Gnu und du herum (”Der anrührendste Anblick, den ich kenne, ist der Gesichtsausdruck einer Katze, die gerade beim Scheißen ist”), fand anschließend eine halbwegs erträgliche Seitenposition, in der ich nur ein leichtes Stechen im Nacken verspürte und schickte mich an, einzuschlafen.

Was sich ca. folgendermaßen abspielte: Ich sollte das Album umsortieren. Die Leute wollen die Fotos nicht in chronologischer Reihenfolge sehen, sondern die Brüller zuerst. Du hast nur eine Chance, sie zu kriegen: die erste Seite … irgendwie hab ich Durst. Wasserglas in der Küche vergessen. Mist. … ich muß morgen unbedingt Klopapier kaufen. Und Kaffeefilter. … Man sollte schlechten Geschmack flächendeckend verbieten, besonders nachts. Was muß der Idiot in der Nachbarwohnung eigentlich ausgerechnet jetzt Folklore unklarer Provenienz hören? … Irgendwie hab ich Hunger. Waren da nicht noch diese Kekse, die der Liebste dagelassen hat? Haha, Scherz. Ich mag keine Kekse. Und außerdem war heute Elmex-Gel-Tag. Ein Hoch auf die Remineralisierung der Zähne! Oh. Toll. Jetzt muß ich aufs Klo. Na, eh praktisch. Kann ich gleich das Wasser mitnehmen.

Also Klo. Wieder zurück in die Bettstatt, einigermaßen nackenschonende Haltung eingenommen. Siehe voriger Absatz. Kurz nach Drei: zum letzten Mal aufs Klo gegangen und auf die Uhr geschaut.

Kurz vor Vier: Ich wache, aufgescheucht von einem bösen Alptraum, an den ich mich nicht erinnern kann, auf und bin der Überzeugung, daß ein Monster im Zimmer ist, das offenbar zuvor den Nachbarn mit der Folklore erledigt hat. Es ist still. Unnatürlich still. Verkrampft harre ich unter der Bettdecke und warte auf verdächtige Geräusche, die Monster beim Aufenthalt in kleinen Stadtwohnungen zu machen pflegen, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, worauf ich eigentlich achten soll. Der Adrenalinspiegel sinkt, und ich stelle fest, daß ich aufs Klo muß und mein scheiß Nacken wirklich höllisch wehtut. Irgendwann wird mir das zu blöd, und ich beschließe - Monster hin oder her -, pinkeln zu gehen. Kein Monster. Das Licht lasse ich trotzdem aufgeschaltet. … Liegeposition finden. Boah, die Vögel! So klein und soviel Krach machen.

Halb Fünf. Komm schon, Mädchen. Du hast dreieinhalb Stunden. Mach was draus. Aber das Monster…? Klappe jetzt.

Entschädigt werde ich dann in Form einer Reise nach New York, wo ich in einem riesigen Buchgeschäft Heroines von Bettina Rheims um vier Euro neunzig (!) kaufe und dazu ein afrikanisch anmutendes Hemdblusenkleid aus herrlich anschmiegsamem und wunderschön gewirktem Stoff erhalte, das ich auch gleich anziehe. Außerdem komponiere ich eine unglaublich geniale Nummer, schaffe es aber leider nicht, aufzuwachen und sie in das Diktiergerät zu singen. Schade, denn ich wäre berühmt geworden, glaube ich. Als ich mich gemeinsam mit Freunden, die ich in dem sauteuren Hotel, in das ich eingeladen wurde, getroffen habe, anschicke, die köstlichste Pasta meines Lebens zu verspeisen, läutet irgendwo ein Telefon… meins.

Das Buch mußte ich leider im Hotel lassen.

Juci: dieFotos

Hier im Album!

Juci | Summerstage

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… Album kommt.
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Augenblicke...

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