Schöne Dialoge (9)

Einleitend muß ich bemerken, daß es sich bei “Freund x” (er ist einer meiner besten) um einen 30jährigen handelt. Ich werde, das ist ja kein Geheimnis, im August 32.

Freund x (versonnen): Ich könnte mir ja was mit der y anfangen…
dJ: Ja! Was spricht dagegen?
Freund x (schockiert): Sie ist so alt wie du!

In der darauf entstehenden Pause konnte ich fast körperlich spüren, wie Freund x’ Gesicht sich am anderen Ende der Leitung mit flammender Röte überzog und hörte förmlich, wie er hektisch nach einer Aussage suchte, die ihn wieder aus dem Fettnapf manövrieren könnte. Ein Fettnapf, der gar keiner war, weil ich selbst von einem herzlichen Lachanfall geschüttelt wurde. Ich wäre nämlich schon froh, wenn ich endlich einmal mein Babyface ablegen könnte und nicht immer für meine nichtexistente jüngere Schwester gehalten werden würde. Probleme mit meinem Alter hatte ich zuletzt vor etwa zwei Jahren, als ich an der Supermarktkassa gefragt wurde, ob ich denn schon 18 sei, weil ich Bier kaufte.

6 Kommentare zu “Schöne Dialoge (9)”


  1. 1 musenross

    75ers….unite!!!! ;-) mich haben sie am ersten tag in der neuen arbeit gefragt, ob ich von der schule komme.. ich hab in dem moment nicht gewusst ob ich nur gefällig mit eröteten wangen lächeln, oder der guten frau doch den kopf abreissen soll. :-D

  2. 2 dieJulia

    Hach ja. Schön, daß es nicht nur mir so geht. :-)))

  3. 3 creezy

    *lmao* Schicke ihn mal zu mir vorbei … ;-)

  4. 4 dieJulia

    Es ist schon seltsam, wie unterschiedlich die Gemüter sind.

    Abgesehen davon, daß es mir überhaupt nicht einfallen würde, mich gedanklich mit meinem Alter zu befassen (wozu auch - es ist einfach eine Tatsache, die ich nicht beeinflussen kann), empfinde ich nämlich überhaupt keinen (und ich meine: wirklich überhaupt keinen!) Unterschied zwischen 30 und 32. Zwischen 21 und 50, ja, schon eher. Aber doch nicht zwischen Leuten in den Zwanzigern, Dreißigern und oft genug Vierzigern - vom Lebensgefühl und Geschmack her sind wir doch alle gleich jung - nicht wie die Generationen vor uns, die in der eigentlichen Blüte ihrer Jahre tatsächlich noch richtig erwachsen wurden und aufhörten, laute Rockmusik zu hören und bunte T-Shirts zu tragen und so, weil sie es eben nicht anders gelernt hatten und Ernst des Lebens und blablabla.

    Manchmal muß man sich schon wundern.

  5. 5 Scheibster

    Früher wurde ich älter geschätzt, heute jünger. Besser als andersherum. :-)

    Und ganz richtig: Erwachsen sein heißt nicht, Leben und Seele komplett umzukrempeln.

    Falls doch, will ich es nie werden. :-)

  6. 6 dieJulia

    Hugh! :)

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