… sollte an dieser Stelle ein herzhaftes “Fröhliche Arschnachten, Ihr Weinlöcher” stehen.
Ich bin nicht so der Weihnachtstyp. Ich finde das hysterische Getue rund um diese Tage sehr daneben. Ich bin der Überzeugung, daß es kein spezielles Datum braucht, um Menschen, die man mag, Geschenke zu machen oder Zeit miteinander zu verbringen. Ich schaue schon jahrelang nicht mehr fern und höre kein Radio. Ich besuche keine Weihnachtsmärkte. Ich sehne keinen Schneefall herbei, weil sich “das so gehört”. Ich halte mich da raus. Soll jeder, wie er will. Ich persönlich will nicht. Aber ich vergönne es jedem, der es mag.
Allerdings: es ist auch so, daß ich zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag immer frei habe, weil der Verlag, in dem ich arbeite, zu dieser Zeit zwei Wochen Betriebsurlaub macht. Deshalb ist diese Zeit für mich immer auch eine, in der ich aus meinem Alltag falle, in der sich meine Tage und insbesondere die Nächte einer anderen, natürlicheren Struktur anpassen. Seit Jahren habe ich das Ritual, am 24. Dezember zu meinen Eltern zu fahren, 300 Kilometer, über eine angenehm leere Autobahn, irgendwann am frühen Nachmittag, wenn schon lange niemand mehr unterwegs ist. Diese Fahrt ist eine wichtige und schöne, sie signalisiert viel Zeit für mich und meine Familie in den kommenden Tagen. Während das eintönige Band der Autobahn an mir vorbeizieht und mein Körper fast schon automatisiert das Auto steuert, geht mein Hirn ein bißchen spazieren, durchstreift das vergangene Jahr, hebt da oder dort eine Erinnerung auf und besieht sie sich.
Heuer wird es anders sein.
In ein paar Stunden werde ich unterwegs sein und meinen Körper von A nach B steuern, in einem wunderlichen Vehikel aus Blech und Kunststoff. Die Landschaft wird an mir vorüberziehen, und aus den Boxen wird Musik tropfen, die ich mag. Kein Autoradio. Höchstens der Verkehrsfunk. Und meine Gedanken werden nicht in der Vergangenheit sein, dieses Mal.
Sie strecken ihre Fühler nach der Zukunft aus, die schon begonnen hat. Nach einer neuen Ankunft, die mich umgibt wie ein warmer Mantel. Nach einem ganz neuen Kapitel, das mir Geborgenheit schenkt und Sicherheit und Daheimsein. Etwas, das mich aufrechter gehen läßt als je zuvor. Und ich spüre dieses neue Lächeln an mir, das mich seit ein paar Wochen begleitet.
Und vielleicht ist dieses Gefühl so etwas wie Weihnachten in seinem ursprünglichen Sinn.
Wissen Sie, liebe Leserin, lieber Leser… wißt Ihr, liebe Mates und Soulmates da draußen: Haben Sie es, habt es einfach schön dieser Tage. Ganz egal ob mit oder ohne Christbaum, Kinder, Verwandtenbesuche, Völlerei und Firlefanz.
Oder meinetwegen, für alle, die da drauf stehen: Frohe Weihnachten!
eigentlich wollte ich längst schlafen gegangen sein, doch das geht irgendwie nicht… wissen sie, ich sitze hier so rum und lausche soulsäuen… dreimal dürfen sie raten, woran ich denke…
Wissen Sie, ich wollte auch längst schlafengegangen sein, aber ich hab stattdessen meine Kopfhörer auf, und langsam und mächtig schiebt sich ein Piano herauf wie ein Sonnenaufgang, und eine unglaublich zerbrechliche Stimme und ein dunkles, warmes Cello.
Dreimal dürfen Sie raten, wohin ich mich in diesem Moment sehne…
ja, die tori…
und, wissen sie, baby, ich brauche nicht dreimal zu raten…
…
und so werde ich einschlafen, jetzt gleich.
Wissen Sie, Baby… randvoll mit Liebe…
überlaufend…
euch beiden alles liebe und gute!
werter herr engraver, ich kann es nur zurückgeben. danke!
ahhh, meine wünsche doch 2x *gg*
aber iss ja auch für 2 und doppeltgemoppelt iss eh besser
Jöööö… lieber engraver: auch von mir ein Danke für die lieben Wünsche.
Und ja: alles liebe und gute auch an dich (und, wenn ich obigen Kommentar richtig deute, noch jemandem). Und ja: doppeltgemoppelt is schon besser… :-)
Der letzte Absatz triffts gar vortrefflich, vor allem auch hinsichtlich der zeitlichen Verankerung in der Zukunft. Hervorragendes Ziel. Und wunderbare Ansichten, die sich da vor einem auftun.
Schöne Weihnachten und brav bleiben, Wolf (quasi das Gegenteil von Inkognito)