Mach doch mal was mit Fischen!

Der Heilbutt ist ein kluger Fisch und spricht nebst Deutsch auch Französisch.
Der Steinbutt ist ja auch nicht blöd und ißt zum Frühstück Knäckebröd.
Sebastian, der strenge Dorsch, behandelt alle Fische forsch.
Herbert, unser Zitterrochen, fährt heute in die Flitterwochen.
Egon, unser Lieblingshering, trägt auch seit gestern einen Eh’ring.
Ingrid (ein Viktoriabarsch) beißt sich aus Ärger in den AFuß.
Sein Bein enthaart der fesche Lachs am liebsten wöchentlich (mit Wachs).
Trudbert, ein gewitzter Zander, bringt alle Mädels durcheinander.
Barbara, die Bachforelle, steht drüben an der Haltestelle.
Helena, die schöne Sprotte, duftet stets nach Bergamotte.
Alex (von Beruf Makrele) spielt meisterhaft die Ukulele.
Hans, der intellektuelle Aal, singt hingegen atonal.
Hans, der depressive Wels, stürzt sich gerade von ‘nem Fels.
Sonja, die verhuschte Schleie, kriegt auch nix wirklich auf die Reihe.
Dem Erich, dem verkorksten Stör, passiert schon wieder ein Malheur.
Hans, der alte Knurrhahn, liegt zappelnd auf der Fahrbahn.
Wunibald, dem weißen Hai, ist das alles einerlei.

dahoam (3)

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Qualitäter

Seitenzahl der Dissertation Albert Einsteins, die an der Universität Zürich mit der Begründung abgelehnt wurde, sie sei zu kurz: 17

Sätze, die Einstein ergänzt hatte, als die Dissertation schließlich angenommen wurde: 1

(Quelle: brand eins, das ich immer noch liebe, auch wenn unsere Beziehung seit Chiquita-Gate etwas abgekühlt war.)

Nicht Fisch, nicht Fleisch

… es ist ein Twitter. (Siehe auch: Wie man beim Zeitverscheißen Zeit sparen kann.)

Wartet nur, Euch erwischt’s auch noch!

LastBandStanding!

Der Grund für den (zugegebenermaßen etwas seltsamen) Namen meiner Domain heißt übrigens Julia, und daß die so heißen, hat wiederum alles damit zu tun, daß der damalige Beinahe-Sänger vor Jahren, als das ganze noch bloß ein Projekt war, das schnell auf die Beine gestellt werden mußte, so dermaßen aus allen Wolken fiel, als er mich als Mitbewohnerin des Ex-Schlagzeugers in dessen Wohnung antraf, wo man sowas wie ein Brainstorming angesetzt hatte, daß er, obwohl er eben nie Sänger dieser Band werden sollte, für selbige den Namen Julia vorschlug.

… weshalb mich die Jungs künftig dann immer die Julia nannten. (Entschuldigung für den brabbeligen Monstersatz da droben. Mein Schreiben ist ein bißchen kaputt.)
… und als ich dann vor etwas mehr als vier Jahren beschloß, daß ich unbedingt so ein neumodisches Blog brauche, fiel in Sekundenschnelle der Entschluß, die Seite auf den Namen diejulia.net zu registrieren.

So war das damals.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Auf LastBandStanding - das Duell zwischen 3 Feet Smaller und Julia um den quasi total hochamtlichen Titel “Last Band Standing” - kann man jetzt abstimmen, welches nigelnagelneue Video krasser, geiler, schneller, höher, besser - auf den Punkt gebracht: leiwander ist. Und weil die Julias gute Kumpels von mir sind (und natürlich eine, mit Verlaub, schweinegeile Band), gestatte ich mir an dieser Stelle also den Aufruf, sich das anzuschauen und, auf Neudeutsch, für sie zu voten.

… praktischerweise gibt es übrigens auch eine Xbox 360 zu gewinnen. Also ran an die Lautsprecher und die Tasten!

Zwischendurch: ich lebe noch.

Und konstatiere, daß es schon wieder eine Woche später ist.
Fühlt sich aber an wie ein Jahr später.
Was es kürzlich so alles an Stattfindnissen gab, ist (zwar) filmreif, aber/und deshalb unblogbar.
Man könnte ein Buch schreiben.
Vielleicht schreibe ich da ein Buch drüber.
Vielleicht auch nicht.

Im Moment brauche ich meine Kapazitäten fürs Runterkommen. Und so.

Dann geht’s hier auch wieder weiter.

Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana.
Genau.

Das dienstägliche Divergenz-Axiom

In der Praxis bestätigt sich die Theorie, daß theoretisch eh alles ganz praktisch wäre, aber nur, bis es dann praktisch passiert, immer wieder.

(Damit ich hier auch wieder einmal etwas von mir gebe. Quasi gemeiner Platzhalter. Oder so.)

Room 101 - gestern bei den Splatter-Schwestern

Assistentin: “So, ich mache jetzt ein Röntgen. Besteht bei Ihnen eine Schwangerschaft?”
dJ: “Meines Wissens nicht.”
Assistentin: “Also nein.”
dJ: “Nein. Ich sagte: meines Wissens nicht.”
Assistentin: “Wie jetzt, Sie wissen es nicht?”
dJ: “naja, wissen Sie immer, ob Sie gerade hundertprozentig nicht schwanger sind?”
Assistentin (denkt nach): “Da haben Sie eigentlich recht.”
dJ: “Sehen Sie?”

- - -

Zahnärztin: “Und, haben Sie Schmerzen?”
dJ: “Nein. Wie Sie auf dem Röntgenbild sehen können, ist das ein wurzelbehandelter Zahn.”
Zahnärztin (guckt nach): “Wow. Glatt gespalten. Da kann man nix mehr tun. Ja leider, Frau dJ, der muß raus.”
dJ (gottergeben): “Das dachte ich mir schon.”

- - -

Zahnärztin (Jahrgang 1978, ca. 43 Kilo leicht und somit nicht gerade das, was man sich in so einer Situation wünscht): “Und, spüren Sie was?”
dJ: “Ja.”
Zahnärztin: “Oh. So ein Druckgefühl oder einen scharfen Schmerz?”
dJ. “Lepfteref.”
Zahnärztin: “Oje. Na, dann spritze ich mal nach.”
dJ: “Nein, halt. Warten Fie mal. Auf diefer Feite fpüre ich eh nichtf. Aber in der Mitte - Gaumenfeitig.”
Zahnärztin: “Ja, das ist natürlich blöd.” (Enttäuscht) “Dann muß ich Ihnen doch eine Spritze in den Gaumen geben.” (verschwörerisch) “Das mache ich so ungern, weil die tut den Leuten meistens weh.”
dJ: “Aha. Aber daf ich fpüre, wie Fie mir den Kiefer pferlegen, daf nehmen Fie in Kauf?!”
(Spritze in den Gaumen tut übrigens vergleichsweise NICHT weh, Freunde der Sonne.)

- - -

Zahnärztin: “Oh. Jetzt hab ich schon wieder die Arteria palatina erwischt.”
dJ (denkt): “Alles klar. Bist noch nicht lange im Geschäft, was?”

- - -

Zahnärztin (nachdenklich): “Die Wurzeln gehen einfach nicht raus. Das ist echt blöd.” (zur Assistentin): “Gib mir mal die Zange mit dem ganz schmalen Kopf.”
Assistentin: (sucht) “Ist aber keine da.”
Zahnärztin: “Oh, dann liegt sie wahrscheinlich bei der Gabi. Ich geh sie mal suchen.” (Geht raus und läßt mich blutend liegen)
Assistentin, Blut wegsaugend: “Bitte entschuldigen Sie, ich muß mal kurz telefonieren.”
dJ (zustimmend-resigniert): “Ghch-ch”
Assistentin telefoniert mal kurz und führt mit schneidend scharfer Stimme ein offensichtliches Streitgespräch in einer fremden Sprache. Legt wütend auf. Zu dJ gewandt, freundlich: “Entschuldigen Sie vielmals!”
dJ zählt zum x-ten Mal die Vierecke an der Deckenlampe und bekommt, so mit dem Kopf nach unten, Schüttelfrost.
Assistentin: “Oje. Der Kreislauf. Ich hole Ihnen eine Decke.”
dJ (dankend): “Ghch-ch.”
Zahnärztin (kommt mit der neuen Zange herein): “So, jetzt können wir. Oh. Wo ist…?”
dJ: “G-…”
Assistentin (kommt mit der Decke): “So, jetzt wird Ihnen gleich wärmer.”
Zahnärztin: “Ah so, kalt ist ihr. Können wir wieder?”

- - -

Zahnärztin (nach einer Dreiviertelstunde des Stemmens, Bohrens, Hebelns, Drehens und Reißens): “So, da isser endlich, der letzte Rest. Geschafft!”
Assistentin: “Soll ich ein Kontrollröntgen machen?”
Zahnärztin: “Warum?”
Assistentin: “Ist die Kieferhöhle geschlossen?”
Zahnärztin: “Von der Kieferhöhle sind wir meilenweit entfernt!”
Assistentin: “Ah so.” (Dann unvermittelt strahlend) “Also ich LIEBE OPs!”
Zahnärztin (begeistert): “Ja, ich auch!”
dJ (denkt): “Muß ich wohl wieder mal die einzige sein, die anderer Meinung ist als der Rest…)

- - -

Zahnärztin: “Ich muß das nähen. Da hängt ja alles in der Gegend herum.”
Assistentin (verklärt): “Ja, das sieht nicht schön aus.”
Zahnärztin (zu dJ): “Wenn Sie sehr starke Schmerzen bekommen, können Sie natürlich jederzeit anrufen.”
dJ (denkt): “Aber ganz sicher nicht bei Euch, ihr Splatter-Schwestern!”

- - -

Jetz also mit knapp 33 Jahren den ersten Zahn unwiederbringlich verloren. Was ich erst in frühestens 20 Jahren vorhatte und was mich natürlich nicht sehr froh stimmt, vor allem, weil ich aus Gründen der Dentalphobie eine absolute Zahnhygienefanatikerin bin und für die Beißer alles tue. Während andere Leute so ca. alle drei Tage Zähne putzen und nix haben außer hie und da eine Füllung. Fux, echt. Falls es übrigens leiderprobte Dentalveteranen in und um Wien gibt, die mir einen wirklich guten Implantologen empfehlen können, der sein Geld wert ist: bitte, her damit. So, und jetzt ziehe ich mir noch ein Hipp rein. Williams-Christ-Birne. Lecker. Säurearm. Stuhlauflockernd. Seufz.

Warum immer iff?

Die Krönung eines wirklich anstrengenden Tages, an dem man nach elf Stunden absolut mühsamer und augenzersetzender Fitzelarbeit (für die man gar nicht qualifiziert ist) wieder einmal mit schmerzendem Schädel um halb Zehn aus dem Büro kommt und sich ein leckeres Brot herrichtet, kann zum Beispiel darin bestehen, daß man mit Schmackes auf einen ungeschälten und daher steinharten Kürbiskern beißt und sich einen vor Jahren wurzelbehandelten und bisher mit normaler Füllung ausgestattenen Zahn spaltet.

Anderntagf dann raff einen Termin fu bekommen, ift gar nift fo einfaf, auf wenn man in einer Grofftap wohnp. Man darf fif da keine Illufionen maffen.

Jepf alfo mal aufnahmfweife im Normalmoduf weiterarbeiten (befiehungfweife den eigenen Ftapel abarbeiten, der fich in den lepften Tagen angehäuft hat) und dann ab in die Fahnklinik, wo man tatpfächlich gleif heute einen Termin bekommen hat. Daf wird beftimmt luftig! Muff ef auf. Fo eine Krone koftet in Öfterreif ja auch firka fofiel wie eine Woffe Urlaub am Meer. Auf den Malediven, verfteht fich.

Feufpf.

Mercy dispence

Als des Englischen noch weitestgehend unkundiges älteres Kind hörte ich öfter eine sehr bekannte Janis Joplin-Nummer im Radio und kam nach ausführlicher Fachlektüre, die damals aus einem im elterlichen Haushalt lagernden Fremdwörterlexikon mit angeschlossenem Englisch-Deutsch/Deutsch-Englisch-Teil bestand, zum Schluß, “Mercedes Benz” müsse eine Art Kirchenlied sein, in dem es sich um die flehentliche Bitte einer jungen Frau um eine “Gnaden-Dispens” (”mörseii dispens“) dreht.

“Oh Lord won’t you buy me a mercy dispence
My friends all drive porsches, I must make a man”
verstand ich damals.

“Klarer Fall”, folgerte ich, und war stolz auf meine interpretatorischen Qualitäten. “Das ist ein tragisches Liebeslied und Religionsunterrichtslehrbeispiel dafür, daß nicht sein kann, was nicht sein darf!” Weil daß eine Cousine ihren Cousin nicht heiraten darf, ohne vorher zum Papst oder Bischof (so sicher war ich mir da nicht) gepilgert zu sein, das wußte ich schon, und ohne jeden Zweifel ging es hier um eine unerlaubte Liebesheirat zwischen zwei durch ihre Konsanguinität benachteiligten Personen - und einen ausgeprägten Kinderwunsch. Anders konnte ich mir nämlich die Sache mit “meine Freunde fahren alle Porsche, ich möchte einen Mann machen” nicht erklären.

Daß es sich um ein katholisches Kirchenlied handeln müsse, erklärte sich mir auch aus dem Zusammenhang zwischen “Oh Lord won’t you buy me” und “a mercy dispence”. “Aha, Ablaßhandel auch noch”, dachte das von einer in ihrer Komplexität derart umwerfenden Geschichte in einer Pop-Nummer schwer irritierte Kind, und kratzte sich am Kopf. “Wenn sie ihren Cousin heiraten und ein Kind von ihm will, wieso fragt sie dann aber Gott, ob er ihr durch den Kauf einer, wie heißt das noch einmal gleich… Dispens die Heirat ermöglichen könnte? Wäre es nicht einfacher, selber zum Papst/Bischof zu fahren? Wendet sie sich klagend an den Lord, weil es eh aussichtslos ist, die katholischen Oberhäupter zu konsultieren? Aber wieso sollte Gott ihr eine Dispens kaufen? Könnte er die Heirat nicht einfach so erlauben, ohne den ganzen kirchlichen Papierkram?”

Diese ganzen Fragen, vermischt mit dem schummrigen Thema der Cousinenheirat und der noch viel schummrigeren Sache mit “I must make a man”, wälzte ich, bis ich irgendwann Jahre später beim sonntäglichen Mittagessen, als die Nummer im Radio kam, blitzartig kapierte, daß es sich bei “mercy dispence” um nichts anderes als einen Mercedes Benz handelt. Dann machte nämlich auch das “my friends all drive porsches” Sinn, das ich immer so in Richtung “ich will Mann und Kind, während meine dämlichen Freunde mit großen Autos protzen müssen” gedeutet hatte…